CNC hat geschrieben:HalloWorin liegt das Geheimnis der PWM-Amps? Bei klassischen Endstufen wird der Widerstand der Endverstärkertransistoren gesteuert..
Die Beantwortung wäre Stoff für ein Buch mit großen Umsatzchancen, man kann es hier nur sehr sehr grob umreißen.
Es gibt mehrere Wege zur PWM. Ich kann hier nur den Weg beschreiben den meine Sachen gehen:
Vorn im Amp befindet sich als Vorstufe ein VCA.
Ebenso ein Sägezahnoszillator.
Ebenso ein PWM Comparator.
Dahinter folgen die beiden Treiberverstärker für die Endstufenhälften.
Dahinter die beiden Endstufensätze.
Dahinter sitzt das LC Filter Richtung Ausgang.
Vom Ausgang führt eine Gegenkopplung über einen Aktiven Filter, diesem wird noch eine Referenz zugeführt. Sein Ausgang korrigiert den Phasengang des Amps durch Zugriff auf den Komparator und gleichzeitige Korrektur des Gains am VCA.
Der Ausgang der beiden Treiber muß folgendes Signal bereitstellen:
Takt1 - Pause - Takt2 - Pause.
Eine zu kurze Pause führt zur Zerstörung des Amps, hier ist radikale Limitierung ratsam.
Takt1 ist am Plus-Rail. Takt2 ist am Minus-Rail.
Das "Geheimnis" ist die Rekonstruktion der Eigangsamplitude am Ausgang innerhalb des Arbeitsfrequenzbereichs und eben die genannte Gegenkopplung über aktives Filter, diese muß zudem noch so arbeiten daß es nicht zur Selbsterregung (Oszillation) kommt.
Bei großen Amps greift diese Steuerung auch noch auf das SNT zu und regelt die Railspannungen mit, hinzu kommen noch die Protections gegen DC, Übersteuerung, HF, Thermal.
Die Slewrate solch eines Amps darf nicht geringer sein als 20V, sonst kriegt er Probleme damit, das Ausgangssignal genau entsprechend der Eingangsreferenz abzubilden.