Wie viele wohl wissen überlegen wir wegen einem neuen System für die Vermietung.....und da gingen die ganzen Gedankengänge los...
Das MTS EP-Konzept:Es fing alles mit der Überlegung einer neuen PA an. Das Grundkonzept sollte sich nach den Abmaßen einer Europalette zwecks einfachem Transport und Aufbau mit Hubwagen und E-Stapler richten.
Nach diversen Überlegungen entstanden die 2 folgenden Konstrukte:
MTS Horngeladener-Subwoofer EP-MKH-215 + [url=http://www.tamaris-pa.de/phpBB2/viewtopic.php?t=216]MTSHorngeladenes-Topteil EP-MHT-210
[/url]
Schnell kristallisierte sich heraus, dass das System zwar in sich durchdacht ist, aber man das System nur rausgeben kann wenn entsprechende Mittel bzw. Zufahrtswege vorhanden sind. Die PA lässt sich natürlich auch mit 2-4 Mann aufbauen, wenn die Veranstaltungsstätte es erlaubt, jedoch sehe ich die Europalette als zwingendes Mittel zum Transportieren und Aufbauen, da die Boxen groß und schwer währen.
Dann kamen wir auf die Idee das ganze zwar im Lager und auf Produktion wenn möglich immer noch über Europaletten zu handeln, aber die Bässe einzeln zu bauen und kleine(1x10“) und große Horntopteile(6x10“) zu entwickeln. Ein Stack verfahrbar auf einer Europalette hat ja schon was. Das ganze würde sich für kleine VA´s im normalen Betrieb, als auch für große VA´s mit daraus resultierendem Stapler-Stacking sehr gut eignen, was uns zu dieser Lösung führte.
Grundkonfiguration:Ein Stack besteht aus zwei bis drei 1x15“ Subwoofern und einem 1x10“ Horntopteil, das entweder Groundstacked oder geflogen wird.
Für größere Veranstaltung kann man entweder mit mehreren der 1x10“ Topteilen arbeiten, oder wenn man sehr viel Pegel aus einem Punkt benötigt, das große 6x10“ Topteil rausgeben.
Das 110 Topteil MHT-110:Das kleine Topteil, das man für jede Art von Veranstaltungen gut mitnehmen kann. Klein, laut, flugfähig, genügsam im Amping, bei der Größe sind wir noch am basteln wie es nun letztendlich sein soll. Die Vorschläge währen unter anderem: Höhe 65 oder 78,8cm Topteilhöhe, mit jeweils dem Hochtöner über dem Horn. Als auch Testweise ein Coaxial Topteil mit 58cm, die Breite bleibt immer bei 58cm, die Tiefe 62cm. Die Horntopteile haben jeweils Trapezgehäuse zum Anwinkeln. Das ganze ist äußerst günstig im EK, eine größere Anzahl in der Vermietung stellt also kein Problem da. Pro Endstufe kann man bis zu 8 dieser Topteile betreiben, das sollte für die meisten Veranstaltungen ausreichen.
Im Mittelton empfehlen wir zu 400W/8Ohm, also z.B. einer Studio R X3, im Hochton kommt man mit 150W/8Ohm aus, was entweder eine Studio R X1 oder eine etwas kleinere Endstufe erfordert. Für den Anfang lässt sich das Topteil also auch mit dem Rack betreiben was sich bei uns in der Vermietung befindet LDPA1600 – Mid (2x1500W/2Ohm, 2x800W/8Ohm) + LDPA1000 – High (2x800W/4Ohm, 2x500W/8Ohm)
Das 610 Topteil MHT-610:Das große Topteil ist für die größeren Veranstaltungen, als auch für die Veranstaltungen bei denen man entsprechenden Pegel und extreme Wurfweite benötigt. Die Breite des Topteils ist so groß wie die Höhe eines MKH-115. Eines dieser Topteile hält problemlos mit 6-9 der MKH-115 mit. Das Topteil hat eine Impedanz von 5,33Ohm. Es lassen sich also zwei bis drei Topteile an einem Endstufenkanal(bei 3 Topteilen 1,77Ohm) betreiben. Die besten Ergebnisse lassen sich bei einem Topteil mit 2250W/5,33 Ohm erreichen, also ca. 3000W/4Ohm, im Hochton kommt man mit 300W/8Ohm aus.
Wie die Lautsprecher verbaut werden muss noch ermittelt werden, es gibt folgende 2 Versionen:
Version 1: 3x 2er Reihe 10“ Lautsprecher und drüber das Hochtonhorn. Es ergibt sich eine Größe von 116cm Höhe, 78,8cm Breite, 78,8cm Tiefe. Trapezgehäuse möglich.
Version 2: 2x3er Reihe 10“ Lautsprecher und drüber das Hochtonhorn. Es ergibt sich eine Größe von 90cm Höhe, 82cm Breite, 78,8cm Tiefe. Nur Standard Rechteckgehäuse
Der 1x15“ Bass MKH115:Der Bass stellt das Hauptelement des Systems da. Es wird ein OEM 15“ von Oberton mit 16Ohm Impedanz verbaut. Die Größe richtet sich nach dem großen Topteil. Er wird folgende Abmaße haben: 58cm Breite, 78,8cm Tiefe, 78,8/82cm Höhe.
Einigermaßen kurzes Horn ohne Vorkammer, Größe ca. wie die AZ PW410H, Output ebenfalls mit den AZ Bässen vergleichbar, bester Kompromiss aus Größe und Stacking, 2st hochkant aufeinander ca. =160cm, 3st quer aufeinander ca. =180cm, usw.
Das 110 Topteil MBT-110:
Ebenfalls ist mir ganz spontan eingefallen, dass ein kleines Topteil 1x10“, das direkt strahlt ebenfalls für einige Zwecke im Zusammenhang mit unter anderem diesem System seinen Sinn machen würde. Geflogene Box, die sehr leicht ist als Delay/ Backfiller. Diese kommt beispielsweise in Frage wenn hinten nicht so viel in die Truss gehangen werden kann. Die Komponenten währen dieselben/ähnlich wie im MHT-110, jedoch eben ein Bassreflexgehäuse, das dementsprechend klein gehalten werden kann. Ca. 30cm Breite, 58cm Höhe, 30cm Tiefe
Das Flugsystem:Für VA´s bei denen entsprechender Pegel und weitere Abdeckung größerer Flächen benötigt wird, haben wir uns überlegt, das Flugsystem der kleinen Topteile so auszurichten, das man 2..4 dieser Topteile untereinander fliegen kann, dieses wird durch Untereinanderhängen bzw. nebeneinander statt aneinanderhängen realisiert, was die Innere Flugschienenversteifung(das wird natürlich von einem Meister erledigt der sich mit der Materie auskennt) weniger aufwendig macht.
Die kleinen Tops kann man ebenfalls als Backfiller bzw. Delayline nutzen. Pro Punkt schlagen wir vor mit 1-2 geflogenen Topteilen + 2-3 Bässen zu arbeiten, um das Soundgeschehen weiter hinten, bzw. von hinten zu vervollständigen ohne den Sound zu zerreißen. Horntopteile eignen sich besonders für Veranstaltungen bei denen entsprechender Pegel benötigt wird.
Der Transport ohne die Europalette:Die Infras haben hinterseitige Blue Wheels montiert. Das gleiche könnte man ebenfalls beim Bass und beim großen Topteil realisieren, wobei man beachten sollte, dass wenn der Bass seine Größe behält, die Rollen über die Grundfläche der Europalette ragen. Für die kleinen Horn, -Tops währe ein Rollbrett, bzw. Multiplex Rolluntersatz eine Möglichkeit, die Rollen direkt zu montieren scheidet wegen der zu kleinen Rückwand komplett aus.
Die Verkablung:Die Verkablung hängt vorrangig von dem/den Amprack/s ab. Die Topteile brauchen durch ihre aktive Ansteuerung auf jeden Fall 4polige Kabel. Man könnte das komplette System natürlich auch mit 8poligen Speakonkabeln einsetzen, jedoch müsste man dadurch seine kompletten Kabelbestände ändern. Anderenfalls währe es natürlich praktisch, da man nur ein Kabel pro Seite ziehen müsste. Das Amprack müsste dann eben Amps für alle Wege enthalten, was meiner Ansicht nach durch die vielen verschiedenen Komponenten, Leistungsbedürfnisse und Einsatzmöglichkeiten keinen Sinn macht.
Die Tiefbassergänzung:Wir haben 2 Doppel 18“ Bandpass-Horn-Infrabässe in der Vermietung, ähnlich den B2 von D&B, die man mit dem System, als Tiefbassergänzung rausgeben kann. Diese Möglichkeit wollen wir uns weiterhin offen halten und es besteht die Überlegung die vorhandene Menge auf 4st aufzustocken. Die 4 Infrabässe lassen sich problemlos mit nur einer Endstufe betreiben, benötigen nicht Unmengen von Leistung und sind nicht sonderlich teuer zu bauen. Für die meisten VA´s kommt man mit dem Tiefbass der MKH-115 im Stack bestimmt aus, da man sie im Stack bis ca. 25-30Hz runter entzerren kann, aber manchmal machen die Tiefbässe ihren Sinn, was wir schon bemerken durften. Und Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Die Größe: 116cm Breite, 58cm Höhe, 92cm Tiefe
Kurzbeschreibung: **18x MKH-115 Subwoofer ca. 58x78,8 /82x78,8 (B*H*T), bester Kompromiss aus Größe und Stacking möglich, 2st hochkant ca. =160cm, 3st quer ca. =180cm, usw. mit ca. 60Kg
**4-8x MHT-110 Horntops mit dem BMS 4550(aktiv getrennt) ca. 58x58-78,8x62 (B*H*T) Trapezgehäuse, flugfähig, 3 Bass pro Top drunter – Standard System, oder als Backfiller/Delayline genutzt. ca. 30Kg
**2x MHT610 Horntops mit dem BMS4590(aktiv getrennt) ca. 78,8x90-117x78,8 (B*H*T), diese währen für das richtige Mittenbrett, die dann natürlich auch richtig extrem laut gehen, aber eben auch ihr Gewicht haben. ca. 70-100Kg. Treibergewicht ca. 45Kg + 15mm Multiplex
**2-4x MBT-110 Bassreflex Topteil, ca. 30x58x30 (B*H*T), Trapezgehäuse, Flugfähig, Nutzungszweck: kleine Konfigurationen mit dem System, leichter Backfiller + Delayline, ca. 15Kg
**2-4 MIB-218, (2st bereits vorhanden)Bandpass-Horn-Infrabass, Größe: 116x58x92 (B*H*T), Tiefbass für Untenrum, notfalls auch mal solo mit kleinem Topteil nutzbar, bzw. mit Filler auch mit einem Horntopteil. 18 Griffe, Gewicht ca. 100Kg
Bevorzugtes Amping - Einsatzzweck:Studio R X12 Bass(2x6600W/2Ohm, 2x2196W/8Ohm) für MKH-115
Studio R X8 Mid(2x4700W/2Ohm, 2x1536W/8Ohm) für MHT-610
Studio R X5 Infra (2x3310W/2Ohm, 2x1182W/8Ohm) für MIB-218
Studio R X3 Mid (2x2160W/2Ohm, 2x771W/8Ohm) für MHT-110 Studio R X1 High(2x720W/2Ohm, 2x300W/8Ohm) für BMS 4590
Studio R X1 High(2x720W/2Ohm, 2x300W/8Ohm) für BMS4550
Controller: Xilica DLP-4080A für große Racks, Xilica DLP-3060A für kleine Racks
LDPA1600 – Mid (2x800W/8Ohm)+LDPA1000 – High (2x500W/8Ohm) für MBT-110
Controller Behringer DCX-2496 oder ähnlicher
Amping im kleinen Rahmen, könnte man das bereits vorhandene LDPA Rack um eine weitere LD Amp LDPA400 erweitern, so dass man mit dem Endstufenrack auch mal kleinere Veranstaltungen auch mit aktiv angefahrenen Topteilen fahren kann. (LD1600 – Bass, LD1000 – Mid, LD400 – High)
Warum so aufwendig?Wir machen und haben sehr sehr viele Veranstaltungen mit der Musikrichtung Techno. Bei dieser Art von Musik sind die meisten Zuhörer schon ziemlich schwerhörig, was in dem Zusammenhang entweder Unmengen von Material erfordert, oder Material was dementsprechend laut kann. Richtlinien wie die TA-Lärm sind uns ein Begriff, durch diese macht die geplante Menge auch ihren Sinn, da man die Stacks im Raum verteilen kann, um nicht im Nahfeld immense Pegel fahren zu müssen. Die Größe richtet sich nach den vorhandenen Transportmitteln und Lagermitteln, die bei uns auf Paletten ausgelegt sind.
Anschaffungszeitpunkt/Anschaffungszeitraum nenne ich zu Recht keinen, da das System entsprechend groß/aufwendig ist und vor der eigentlichen Fertigung sehre viel Zeit in die Planung geht.
Warum poste ich das überhaupt?Ein werte Verleihkollege meinte, das das ganze nicht durchdacht währe, und zu schwer und was weiß ich. Der Meinung bin ich nicht im geringsten.