Nochmal Schalldämmung - Thema anzeigen

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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Nochmal Schalldämmung
BeitragVerfasst: 02.12.2003 01:16 
Moinsen,

wir wollen vielleicht einen Raum im Raum bauen. Deswegen wollte ich mal wissen, ob so eine Wand aus Rigips mit Rockwool, Schaumstoff etc. , wie zwischen dem Regieraum und dem Aufnahmeraum in dem Artikel auf dieser Seite wirklich Schalldicht ist. Kann mir das jemand beantworten?

Danke, Malte


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.12.2003 12:25 
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Also wirklich schalldicht ist sie nicht. Das Schlagzeug hört man trotz spezieller Schallschutztür schon noch ein wenig durch.

Sind bei Euch direkt die Nachbarn dahinter?

Gruß, Dave

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.12.2003 19:25 
Ja, das ist so ein Anbau am Haus. Direkt angrenzende Nachbarn gibt es nicht. Wieviel vom Schlagzeug kommt denn noch durch, so ein leises Klöppeln oder so ein Unterhaltungstörendes Hämmern?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.12.2003 19:34 
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oahh... echt schwer zu sagen. Unterhalten kann man sich. Aber wenn man WILL dass es einen stört dan stört es auch...

Wir hatten in unserem alten Proberaum mal einen Nachbarn, der im Nachbarhaus bei geschlossenen Fenstern angeblich von dem "Lärm" gestört wurde. Das einzige was wir draußen hören konnten war eine leichtes rumpeln von der Bassdrum... aber nur wenn man ganz genau hingehört hatte und gerade kein Auto kam (das gebäude lag an einer Hauptverkehrsstraße, was ihn natürlich nicht gestört hat)...

Gruß, Dave

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.12.2003 19:39 
Hmmm...alles kompliziert.
Die Studio-Regieraumtrennwand ist doch nur eine U-Eisenbreite stark, oder?
Wenn man die Wände nun um eine U-Eisenbreite verstärkt? Meinst Du das würde reichen?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.12.2003 14:37 
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Malte hat geschrieben:Hmmm...alles kompliziert.
Die Studio-Regieraumtrennwand ist doch nur eine U-Eisenbreite stark, oder?
Wenn man die Wände nun um eine U-Eisenbreite verstärkt? Meinst Du das würde reichen?


Es würde ne Menge bringen. Ob es "reicht" weiss ich nicht. Schaut dass ihr keine normalen Regipps-Platten sondern Piano-Platten nehmt. Kenn die nur von der Firma Knauff (oder Stauff??= gibt's aber bestimmt auch von anderen Herstellern.
Würde halt auch doppelt Gips nehmen, also quasi zwei vollständige Wänder hintereinander.... hmmm ich versuch das mal zu illustrieren

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Ständerwand, Sicht von oben:
   |****||****|
   |****||****|
   |****||****|
   |[  ]||[  ]|
   |****||****|
   |****||****|
   |****||****|

[]  U-Profile (Alu)
*   Rockwoll
|   Piano-Gipps-Platten



Gruß, Dave

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04.12.2003 19:09 
Alles klar, so hatte ich mir das auch gedacht. Danke


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 05.12.2003 01:20 
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.01.2005 08:57 
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Meister der Töne
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Registriert: 05.01.2005 15:49
Beiträge: 2217
Wohnort: FOH
eines der Hauptprobleme bei all diesen Sachen sind "Schallbrücken".
Die feinste Isolierung versagt ihren Dienst wenn folgendes passiert:
Die Außenwand übernimmt die Schwingung, überträgt diese durch gewisse Schrauben und Blechkanten auf die Innenwand und schon nickt drinnen alles genau im Takt ... Schalldämmung ist eine Kunst die darauf aufbaut das Drinnen keine "harte" Verbindung zu draußen hat. Wer das in den Griff bekommt hat tolle aussichten auf seine Ruhe Smile

liebe Grüße
Manuela


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 Betreff des Beitrags: Schalldämmung
BeitragVerfasst: 20.01.2005 00:34 
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Zuschauer

Registriert: 20.01.2005 00:17
Beiträge: 21
Wohnort: Bielefeld
Hallo,

hier mal was Grundsätzliches:

"Höhenabsorber: absorbieren hauptsächlich im Bereich hoher Frequenzen. Meist handelt es sich dabei um sog. "poröse Absorber", zu denen in erster Linie Faserstoffe zählen (Vorhänge, Teppiche, Polstermöbel, Platten aus Stein- oder Glaswolle, usw.)


Mittenabsorber: Durch konstruktive Maßnahmen an Höhenabsorbern, wie vergrößerter Wandabstand, größere Schichtdicke und perforierte Abdeckung des Absorbers, wird ein Höhenabsorber auch im mittleren Frequenzbereich um 500 Hz aktiv.

Tiefenabsorber: bestehen hauptsächlich aus Sperrholzplatten, die auf einem Lattenrahmen einigermaßen luftdicht vor eine Wand montiert werden. Der Zwischenraum zw. Sperrholz und Wand wird mit schalldämpfenden Faserstoffen ausgefüllt. Tiefenabsorber sind - wie Mittenabsorber - Resonanzsysteme, die Resonanzfrequenz wird bei Tiefenabsorbern - je nach Anforderung - auf 70 bis 300 Hz gelegt. Bei entsprechender Dimensionierung können auch Helmholtz-Resonatoren als Tiefenabsorber verwendet werden."

Und das was Manuela(?) gepostet hat ist extrem wichtig, Schallbrücken aufspüren ist die halbe Miete. Hat man erstmal herausgefunden wo der Schall übertragen wird, kann man durch geeignete Absorber (s.o.) den Schallübertrag veringern.
Wichtig ist auch ob der Boden überträgt, weil über die Fussmaschine einer Basedrum Schwingungen direkt auf den Boden übertragen werden. ( Was bei uns im haus meine Eltern regelmässig auf die Palme bringt...)

Gruss Jonathan


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