Dave hat geschrieben:Yo ein Test mit Native Instruments Guitar Rig und diesem anderen Softmodeller, dessen Name mir gerade auf der Zunge liegt

ist obligatorisch...

meint Deine schwer beladene Zunge vielleicht
Amplitube oder was?
Bassti hat geschrieben:Mag ja sein, das man die Charakteristik eines Marshall gut simulieren kann, aber ob es nun genau so und nicht anders klingen darf kann soll muss? Und wenn es eine Nuance abweicht -Ogottogott -find ich einfach völlig übertrieben sorry!
Wie auch bei der Frage z.B. nach dem ultimativen Studiomonitor / HiFi-Anlage oder der auch hier aufgeworfenen Diskussion MP3-Bitrate vs. 16-Bit-linearPCM (=CD) vs. 24Bit-192kHz-Recording etc. gibt es auch hier Leute, die - teilweise unnötig - das sprichwörtliche Gras wachsen zu hören meinen.
Es kann ja durchaus sein, daß vielleicht jene Kleingeister die letzten Prozente oder deren Bruchteile hören können (oder nur meinen, es zu können

) und sich dann darüber echauffieren, daß der Rest der ach so drögen Welt den Unterschied einfach nicht wahrhaben will.
Andererseits finde ich auch, daß es für den großteil der
Verbraucher völlig egal ist. Hier mein Credo zu dem Thema: Wer den Unterschied kennt / benötigt, soll halt um Gottes Willen das Original nehmen und den Rest mit seinen Modellern zufrieden lassen, die wissen's halt nicht besser ... und die meisten wollen's tatsächlich auch gar nicht besser wissen
Und selbst bei den Originalen gibt es IMHO mit Sicherheit eine gewisse Serien-Streuung, so daß es eigentlich z.B. "die Charakteristik eines Marshall" an für sich gar nicht geben kann ... es sei denn man meint die Charakteristik eines Verstärker-Typs!
Frage ist letztendlich doch wohl eher, ob das Modelling tatsächlich die Charakteristik des nachempfundenen Verstärker-Typs halbwegs trifft (im Rahmen der o.g. Serien-Streuung eben), oder ob man noch ein paar Generationen bzw. Iterationszyklen digitaler Signalverarbeitung abwarten muß, um so etwas bei Aufnahmen einzusetzen.
Nach dem, was ich gehört (und auch schon im Live-Einsatz gesehen) habe, benutzen sogar professionelle Musiker das Zeug à la POD ungeniert - weswegen ich dazu neige, Bassti Recht zu geben ... diese Technologie scheint mittlerweile soweit ausgereift zu sein, daß die halbwegs naturgetreue Wiedergabe zu gelingen scheint.
O.K. - genau das Gleiche hat man vor zwanzig Jahren auch schon von den (ersten) Digitalpianos gesagt. Heute fasst die keiner mehr - sogar mit der bekannten Kneifzange - an .... es sei denn, er will diesen speziellen
Vintage-LoFi-Sound
Also schau'n 'mer 'mal wie die Modelling-Amps in zehn Jahren sind und diskutieren dann noch einmal ...
Gruß -
der Fenderizer