Dean's heirs hat geschrieben:An den niedrigen Bünden ist die Saitenlage gut, wird dann Richtung Neck immer größer, und schließlich problematisch bzw. unbequem groß ab dem 12. Bund.
Steg ist schon auf niedrigstem Niveau, aber wenn ich den Hals zurückstelle dann liegen die Saiten auf den unteren Bundstäbchen auf.
Daß die Saitenlage zum Korpus hin etwas zunimmt, liegt in der Natur der Sache, schließlich ist die Auslenkung der Saiten an Steg u. Brücke nicht so weit/stark wie dazwischen.
Um festzustellen, ob die Halskrümmung korrekt eingestellt ist, einmal die Saiten am ersten und fünfzehnten Bund herunterdrücken (Kapodaster) und schauen, ob die Saiten dazwischen noch genug Platz zum schwingen haben.
Wenn die Saiten dabei schon auf den Bünden anschlagen (scheppern), kannst bzw. solltest Du den Halsverstellstab (truss rod) etwas lockern, so daß der Hals mehr Krümmung annehmen kann. Ist der Hals zu stark gekrümmt (noch relativ viel Platz zwischen Saiten und ca. 7. Bund), kannst Du versuchen, den Halsverstellstab anzuziehen und damit die Halskrümmung zu verringern. Wenn Du an der Halseinstellschraube drehen solltest, nicht zu viel auf einmal (eine Vierteldrehung sollte schon etwas bewirken) und nach dem Verstellen dem System mit gespannten Saiten mind. ein paar Stunden Zeit geben, da ändert sich im Nachhinein oft noch etwas.
Ist die Halskrümmung richtig eingestellt, kannst Du bei einer Schraubhalskonstruktion (Fender style) noch Unterlagen in der Halstasche probieren, die Du Dir z.B. aus alten Visitenkarten o.Ä. schnipseln kannst. Eine Unterlage am korpusseitigen Ende der Halstasche z.B. kippt den Hals mehr nach hinten zum Spieler, wodurch die Saiten flacher über dem Hals zu liegen kämen - so wie in Deiner Beschreibung nach wohl gewünscht. Ggf. mußt Du danach die Brücke wieder nach oben justieren und/oder den Halsverstellstab noch einmal anpacken. Mit der Stärke (Dicke) und ggf. Position der Unterlage mußt Du ggf. ein wenig experimentieren, bis Du etwas Passendes gefunden hast. Zum Glück ist das i.d.R. eine einmalige Sache

Bei einem eingeleimten Hals (Gibson & Co) wäre eine Änderung des Hals/Korpuswinkels wesentlich aufwändiger - und wohl am besten durch einen erfahrenen Gitarrenbauer zu erledigen.
viel Erfolg -
der FenderizerP.S: am NeckarSlum *gg nette Bezeichnung* fahre ich öfters 'mal vorbei, da könnte ich ggf. auch 'mal vorbei schauen ...