Röhrenamp via POD HD 500 schalten? - Thema anzeigen

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 Betreff des Beitrags: Röhrenamp via POD HD 500 schalten?
BeitragVerfasst: 17.12.2011 14:43 
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gerade frisch dabei

Registriert: 17.12.2011 14:39
Beiträge: 2
Hallo zusammen,

nach einigen Jahren Live-Pause starte ich in Kürze mit einer neuen Band ein Metalprojekt.
Da ich die letzten Jahre ausschließlich Studiogitarrenmusik gemacht habe, besitze ich nur meine beiden Babies (Godin LGXT, Fender Strat) und ein POD HD 500. Das POD HD 500 habe ich überwiegend wegen der Möglichkeit eingesetzt, daheim geräuschlos einzuspielen und dabei noch einen vernünftigen Sound zu haben.

Doch jetzt will ich wie gesagt wieder live ran und da stelle ich mir die Frage, ob ich zu einem Vollröhrenamp greife und das Amp-Modelling - zumindest live - ad acta lege.
Wichtig für mich ist, dass ich keine riesigen, unhandlichen Boxen/Amps mehr schleppen will. Früher hatte ich eine 4x12er und ein 100 Watt Topteil und jeder Gig war wegen des Schleppens ein Graus. Ich will das alles nicht mehr. Am besten klein, kompakt, preiswert aber groß im Sound. Ich weiß, große Ansprüche. ;-)

Beim kürzlichen Thomann-Besuch habe ich einen Peavy Valve King 212 angetestet. Der wiegt zwar auch ordentlich aber es wäre halt eine Vollröhre mit ziemlich viel Druck. Soundtechnisch das, was ich mir für Metal vorstelle. Ich möchte jedoch das POD HD 500 live einsetzen, um darüber die Effekte laufen zu lassen und - wichtig - den Amp-Kanal (Clean / verzerrt) schalten. Ist das mit dem Peavy Valve King möglich? Ich möchte kein extra Fußpedal für den Valve King verwenden.

Hier der Link zum Amp: http://www.thomann.de/de/peavey_valve_king_212.htm.

Wäre für eure Antworten und Tipps sehr dankbar!

Viele Grüße
Chris


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BeitragVerfasst: 25.12.2011 14:01 
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gerade frisch dabei

Registriert: 25.12.2011 13:42
Beiträge: 3
Hallo Chris,

ein POD HD500 kann Amp-Kanäle nur vie Midi schalten - oder via L6 Link, diesem speziellen Kabel, das einen Line6 DT25 oder DT50 komplett inkl. Voicings schalten kann. Da der ValveKing 212 kein Midi hat, geht das also nicht.

Wenn du auf das Amp Modeling verzichten willst, kannst du ein HD500 auf verschiedene Arten einsetzen:
1. Willst du nur die Pre-Effekte des HD500 nutzen (z.B. Distortion, Overdrive oder Wah), geht das relativ einfach: Gitarre -> HD500 -> Front Input des ValveKing.
2. Willst du nur die Post-Effekte vom HD 500 nutzen (Hall, Delay, Chorus, Flanger usw.), kannst du es in den FX Loop des ValveKings einschleifen: Gitarre -> Front Input, FX Send -> HD 500 Input, HD500 Output -> FX Return.
3. Willst du beides nutzen, ohne die sog. 4-Kabel-Methode einzusetzen, darfst du nur den Clean-Kanal des ValveKing nutzen, damit nicht der Hall mit-verzerrt wird. Dabei solltest du den Signalweg im HD5000 entsprechend designen (Pre- und Post-Effekte vor/nach dem HD500-internen virtuellen FX Loop platzieren).
4. Willst du Pre- und Post Effekte sowie alle Kanäle des ValveKing nutzen, solltest du die 4-Kabel-Methode verweden, bei der du die Pre-Effekte in den Front-Input des Amps schickst und gleichzeitig die Post-Effekte in den FX Loop des Amps.


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BeitragVerfasst: 25.12.2011 17:40 
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gerade frisch dabei

Registriert: 17.12.2011 14:39
Beiträge: 2
Toll, vielen Dank für das ausführliche Briefing. :-)
Ich werd mir den DT25/50 mal genauer anschauen. Die direkte Verlinkung von HD500 und Amp reizt mich (vgl. L6 Link).

Meinst Du, dass die DT25-Combo für den Live-Einsatz ausreicht? Oder muss die 50 Watt-Combo her? Die kostet halt gleich deutlich mehr.


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BeitragVerfasst: 25.12.2011 18:14 
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gerade frisch dabei

Registriert: 25.12.2011 13:42
Beiträge: 3
Ich selbst spiele einen 18-Watt Amp (Hughes&Kettner TubeMeister 18) mittels 4CM im Silent Mode (= eingebauter Powersoak voll auf und ohne Box) über die ebenfalls eingebaute RedBox direkt in unsere FOH. Die Soundkontrolle machen wir komplett über die Bühnenmonitore, damit ich den Sound im „echten“ Publikums-Bandmix hören und steuern kann.

Der HD500 treibt die Amp-Steuerung eines DT25/50 auf die Spitze. Beide DTxx haben einen DI-Out – jetzt ist es doch egal, ob die FOH mit 300 Watt (für kleinere Gigs) oder 3.000 Watt (für größere) befeuert wird, nicht wahr? Aus meiner Sicht reicht also ein 25-Watt-Amp locker aus, der ist so laut, da tun dir die Ohren weh, wenn du den voll aufdrehst. Und er hat aber noch einen weiteren Vorteil: er erreicht seinen Sweet Spot bei wesentlich niedrigeren Lautsärken - das ist gut für die Gesundheit der Ohren und fegt den Rest der Band bei kleineren Gigs nicht von der Bühne. Wenn du nicht gerade auf großen Bühnen zuhause bist, brauchst du keinen Amp mit hohen Watt-Zahlen.

Falls dir der Sound des DT25/50 nicht gefällt – kein Problem, du brauchst nicht zwingend diesen Amp. Jeder andere über DI-Box angeschlossene Amp (emulated Line-Out, RedBox oder andere Modelle) tut’s auch. Ich erwähne das so explizit für den Fall, dass du deinen Sound über einen Amp auf der Bühne abhören möchtest. Der HD500 bietet leider bis heute noch keine Möglichkeit, in einen Amp OHNE DI-Box (fürs Bühnenmonitoring) und gleichzeitig direkt in den Mischer zu gehen. Auf dieses Feature warten Generationen von HD500-Kunden seit der Markteinführung im Oktober 2010. Vielleicht bringt’s das nächste Firmware-Update … vielleicht nicht.

Wichtig ist eben nur, dass der Amp ggf. einen FX Loop hat, abhängig von der Art, wie du den HD500 mit ihm gemeinsam einsetzen willst (siehe oben).


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BeitragVerfasst: 28.12.2011 10:25 
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gerade frisch dabei

Registriert: 25.12.2011 13:42
Beiträge: 3
Wer sich für den DT25 genauer interessiert: es gibt einen ganz neuen Test auf amazona.de mit Soundbeispielen.
Hier der Link: http://www.amazona.de/index.php?page=26 ... page_num=2


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