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Das Forum für Musiker und Musikschaffende |
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Nachricht |
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wki
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Verfasst: 10.03.2005 16:08 |
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| Semi-professional |
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Registriert: 19.01.2005 15:38 Beiträge: 260 Wohnort: Feldkirchen-Westerham (bei RO)
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So, jetzt aber. Vorgeschichte siehe Thread "Bewohner in Lautsprechern".
Einen Röhrenverstärker lässt man aber eh grundsätzlich nicht richtig leerlaufen, da glüht sonst erstmal das Schirmgitter aus. Deswegen haben ja viele Röhren-Gitarren-Amps diese Buchse fürn Speaker mit Kurzschlussschalter ( schreibt man das jetzt so?).
gr w
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Manuela
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Verfasst: 10.03.2005 17:54 |
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| Meister der Töne |
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Registriert: 05.01.2005 15:49 Beiträge: 2217 Wohnort: FOH
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also, theoretisch ist es machbar einen Amp ohne Gegenkopplung zu betreiben, es macht aber keinen Sinn. Desweiteren muß man auch mit dem Ausfall der Box rechnen, insofern hilft auch diese Buchse nur bedingt weiter. Übersteuerung ist ja auch Auslegungssache. Man kann entweder dadurch übersteuern daß der Spannungshub die Betriebsspannungsgrenze erreicht ( was zu genausoüblen Rechteckwellen führt wie bei jedem Halbleiter auch ) oder durch Steuerungs-Überlastung, wo wir der Sache schon sehr nah kommen Es wird einfach mehr ins Gitter geblasen als wie die Röhre essen kann, das dürfte die heißgeliebte Übersteuerung sein, wobei sie aber oben am Trafo noch deutlich unterhalb der Anodenspannung bleibt mit ihren spitzen. Dieses Überfüttern kann man an 2 Stellen arrangieren: in der vorstufe, und separat nochmal in der Endstufe direkt. Die zahllosen Möglichkeiten der Kombination daraus ergeben dann auch die vielen unterschiedlichen Klangbilder, zuzüglich Trafoqualität usw natürlich, jaja. Diese Überfütterungsübersteuerung, ich nenn das mal so, ergibt dann unseren heißgeliebten Röhrensound, sie klippt das soft aus ohne Ecken. Desweiteren spielt sich der Bereich in dem das stattfindet in einem recht eng abgesteckten Rahmen ab, Leerlauf wäre weit außerhalb davon. Die Endröhren müssen sich eben immer unterhalb der VCC bewegen, auch dann wenn sie überfüttert sind. Eine der Maßnahmen um das zu sichern ist die Schirmgitterzapfung (sie wird vorzugsweise angewendet, es gibt noch Sachen mit einer separaten Wicklung die im Röhrenfuß eingeschleift wird und ähnliches, also Betrieb als modifizierte Triode, sieht man oft bei den Russen. Das erfordert aber auch eine zusätzliche negative Hilfsspannung vom Netzteil und macht das wieder dicker ).
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Jens Droessler
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Verfasst: 11.03.2005 01:35 |
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| Moderator |
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Registriert: 18.01.2005 01:24 Beiträge: 2155 Wohnort: Kassel / Knüllwald
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Ich gebe zu, dass ich von Röhren-Amps nur begrenzt Ahnung habe, aber ich hatte auf einem anderen Board grade eine Diskussion mit jemandem, der sich sehr gut damit auskennt. Der sagte mir, dass wenn der Röhrich normal gegengekoppelt wird, die ungeraden Harmonischen wieder Einzug halten und der Amp genauso hart ins Clipping geht wie ein Solid-State-Amp. Mit geringer oder gar keiner Gegenkopplung (das soll bei Gitarren-Amps quasi üblich sein) gibt es nur gerade Harmonische und ein 'weiches Gleiten' ins Clipping (Klar, wenn man da dann voll reinhaut, wirds auch schrecklich sein). Also nicht, dass die Welle einfach nur abgeshnitten wird, sondern dass die Welle zwar abgeschnitten wird, aber 'keine scharfen Kanten' im Signalbild entstehen...
_________________ Probleme tendieren dazu, wesentlich komplexer zu sein, als sie scheinen. Und zu jedem dieser komplexen Probleme gibt es eine einfache, saubere Lösung.... die garantiert falsch ist. http://www.studior.info
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Kilian
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Verfasst: 11.03.2005 12:52 |
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| Trusted Junior |
Registriert: 15.03.2003 22:10 Beiträge: 203
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Also, ich frage mich auch ernsthaft, inwiefern Gegenkopplung bei Gitarrenamps Sinn macht.
Das Argument mit dem Abrauchen des Ausgangsübertragers finde ich nicht überzeugend. Wenn ich ein Gerät konstruiere, dann muss ich davon ausgehen, dass es sachgemäß verwendet wird, also mit Last. Eine Buchse mit schutzgeschaltetem Leistungswiderstand - das langt meines Erachtens.
Mit dem Ausfall der Box - mal etwas provokativ gefragt, warum sollte man damit rechnen? Wenn man die nicht überlastet, warum sollte sie plötzlich ausfallen?
Ich muss zugeben, dass ich mich nicht genau auskenne damit, welche Art von Verzerrungen und Oberwellen nun "schön" klingen oder nicht.
Aber ich bin mir eigentlich sicher, dass man Amps konstruieren kann, die auch ohne Gegenkopplung einen anständigen Klang haben, wenn man eben den Arbeitspunkt richtig wählt.
@Manuela: Was genau meinst du mit der Steuerungsüberlastung? Meinst du eine Ansteuerung der Röhre am Steuergitter mit einer Eingangsspannung, die so hoch ist, dass sie die (negative) Gittervorspannung so "wenig negativ" werden lässt, dass die Röhre praktisch zu weit durchgesteuert wird? Was meinst du mit VCC? Könntest du vielleicht die Sachen, die du danach noch beschrieben hast (mit "Schirmgitterzapfung" und so) irgendwie etwas präziser erläutern, also wie das in der Schaltung aussieht, ich kann mir das irgendwie nicht recht vorstellen was du meinst.
Viele Grüße, Kilian
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Manuela
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Verfasst: 11.03.2005 13:31 |
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| Meister der Töne |
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Registriert: 05.01.2005 15:49 Beiträge: 2217 Wohnort: FOH
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selbstverständlich. die Spannungsverstärkung deiner Endstufe stellst du mit der Gegenkopplung ein. diese schützt auch davor daß das Ausgangssignal die Höhe der VCC ( der Betriebshochspannung ) erreicht und somit abschneidet. Das gäbe keine Übersteuerung wie gewünscht sondern Phasenanschnitt. Das klingt übelst Ein Gitterchen verträgt Eingangssignal nur bis zu einer bestimmten Größe, dann kommt es zu einer Art Sättigung, die Röhre wird sanft anfangen zu klippen, also unlinear. Das klingt ausgesprochen fein Verzerrter Betrieb ist im Idealfall eine übersättigte Ansteuerung bei der die Spannungsverstärkung noch so gewählt wurde daß der Hub nicht bis an die Versorgungsspannung reicht. Eine Schirmgitterzapfung ist ein Abgriff (Anzapfung) an der Primärspule des Ausgangsübertragers die mit dem Schirmgitter der Penthode verbunden wurde.
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Jens Droessler
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Verfasst: 11.03.2005 13:44 |
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| Moderator |
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Registriert: 18.01.2005 01:24 Beiträge: 2155 Wohnort: Kassel / Knüllwald
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Also, ich weiß, dass in einigen Anleitungen zu Gitarren-Amps ohne eingebauten Lautsprecher (also Stack-Heads  ) steht, dass man das Gerät auf keinen Fall ohne Lautsprecher betreiben darf. Das soll auch irgendwie mit dem Ausgangs-Übertrager zu tun haben.
_________________ Probleme tendieren dazu, wesentlich komplexer zu sein, als sie scheinen. Und zu jedem dieser komplexen Probleme gibt es eine einfache, saubere Lösung.... die garantiert falsch ist. http://www.studior.info
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Fenderizer
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Verfasst: 18.03.2005 18:56 |
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| Groovesau |
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Registriert: 07.07.2004 08:11 Beiträge: 3038 Wohnort: Bad Cannstatt
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Jens Droessler hat geschrieben:Also, ich weiß, dass in einigen Anleitungen zu Gitarren-Amps ohne eingebauten Lautsprecher (also Stack-Heads  ) steht, dass man das Gerät auf keinen Fall ohne Lautsprecher betreiben darf. Das soll auch irgendwie mit dem Ausgangs-Übertrager zu tun haben. Hallo, das ist auch völlig korrekt so. Die Endstufe deines Röhren-Amps ist nämlich nicht auf »Leerlauf« ausgelegt. Wenn hinten am Ausgangs-Übertrager keine Last (Lautsprecher / Box) hängt, transformiert dieser die hohe Leerlaufimpedanz zur Endstufe, die ihrerseits genau dadurch Schaden nehmen könnte, daß hier nicht die Last dranhängt, für die sie ausgelegt wurde.
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joeni
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Verfasst: 31.03.2005 11:23 |
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| Trusted Junior |
Registriert: 30.03.2005 23:57 Beiträge: 223 Wohnort: Bei Basel CH
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Nen Röhrenamp selber bauen? Ist ne geniale Idee, die ich schon seit manchem Jahr mit mir herumschleppe. Das Problem ist nur: Die Röhren sind wahnsinnig teuer! Es gibt immer weniger Hersteller von Röhren, die sich für einen stabilen und satten Röhrenamp eignen...
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Kilian
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Verfasst: 31.03.2005 12:32 |
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| Trusted Junior |
Registriert: 15.03.2003 22:10 Beiträge: 203
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joeni hat geschrieben:Nen Röhrenamp selber bauen? Ist ne geniale Idee, die ich schon seit manchem Jahr mit mir herumschleppe. Das Problem ist nur: Die Röhren sind wahnsinnig teuer! Es gibt immer weniger Hersteller von Röhren, die sich für einen stabilen und satten Röhrenamp eignen...
Hallo joeni! Ich habe hauptächlich letztes Jahr einen Gitarren-Röhrenamp gebaut (gibt irgendwann mal nen Artikel dazu hier, der Dave bearbeitet ihn noch oder so). Es gibt heute schon noch ein paar Hersteller, die gängige Gitarrenverstärker-Röhren herstellen. Habe z.B. für meinen Selbstbau-Amp Vorstufen Röhren ECC83 (sehr gängig in Gitarrenamps) um 5,90 Euro erworben (Hersteller: EI). Die (ebenfalls gängige) Endröhre EL84 gibt es zum Beispiel von Electro Harmonix für 8,30 Euro. In meinem HiFi-Amp sind Endföhren zu ~4,60 Euro/Stück. Sicher kostet ein Satz Röhren, den man braucht, ein bißchen was, aber unbezahlbar sind sie jetzt meiner Meinung nach auch nicht. Man baut ja in der Regel einen Gitarrenamp nicht mit seltenen alten Röhren, die man sich dann als neue, originalverpackte Altware kommen lässt. In meinem Selbstbau-Amp sind als Endröhren 2 gebrauchte, alte EL11 (weil ich ein Faible für diese Röhre habe) die noch ~75% abgeben. Die haben so um die 17 Euro pro Stück gekostet. Aber wie gesagt, es geht billiger. Viele Grüße, Kilian
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Manuela
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Verfasst: 31.03.2005 12:51 |
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| Meister der Töne |
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Registriert: 05.01.2005 15:49 Beiträge: 2217 Wohnort: FOH
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sehr interessant sind russische Penthoden. Da gibts Sachen die die EL34 noch abseits stehenlassen, ebenso sehr günstig.
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