Rechtslage und Kosten bei Funksendeanlagen - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 03.02.2005 11:01 
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Zuschauer

Registriert: 29.12.2004 13:44
Beiträge: 12
Wohnort: Krefeld
Moin liebe Community.

Ich trage mich mit dem (sicher sinnvollen) Gedanken, eine Funksendeanlage für meine Gitarren anzuschaffen. Nun gibt es da ja einige wenige freie Frequenzen, in denen sich folglich eine Vielzahl von Nutzern tummelt, und ein paar mehr anmelde- und kostenpflichtige.
Kann mich hier jemand an seinen Erfahrungen zu Anmeldung und Kosten bei der Nutzung von anmeldepflichtigen Frequenzen teilhaben lassen? Oder kennt jemand eine Seite, wo die Klassifizierung solcher Sendeanlagen im Sinne der RegTP mit entsprechender Kostenzuordnung ersichtlich wäre? Die Seite der RegTP selber beinhaltet zwar alle Informationen, diese sind aber für einen funktechnischen Laien wie mich einigermaßen unverständlich.

Vielen Dank

Jörsch


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BeitragVerfasst: 03.02.2005 20:44 
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Kistenschlepper
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Registriert: 16.08.2004 11:35
Beiträge: 56
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Also...
Mit den Frequenzen müsstest du dich nur beschäftigen, wenn du selber einen Sender bauen willst! (und dann bräuchstest du eine Amateurfunklizenz)
Alle kommerziellen Sender für Instrumente die du in Deutschland kaufen kannst, müssen Gesetzeskonform sein, sonst dürften sie nicht vom entsprechenden Verkäufer verkauft werden. Bei disesn Sendern (ich besitze selber einen) sind Störungen von Fremden (Nachbarn, etc.) eher selten; vielmehr können sich mehrere Sender gegenseitig stören (beim Kauf auf unterschiedliche Frequenzen achten!).

Wenn du möglichst günstig was ausprobieren willst:
Besorg' dir (neu o. gebraucht) einen Gitarrensender, ich habe meinen für 6 EUR bekommen (B-Ware ohne Originalverpackung). Als Empfänger eignet sich JEDER Funkscanner, welcher die beim Sender angegebene Frequenz empfangen kann. Interessanterweise ist ein digitaller Funkscanner auch neu günstiger als so mancher spezieller Empfänger für Musikinstrumentensender... zwinkernd
Und dabei haben die "besseren" Funkscanner oftmals eine deutlich bessere Trennschärfe und Rauschunterdrückung.

Aber:
Erwarte keine Wunder! Sendereichweiten zwischen 10m und 30m sind (für die einfachen Sender) "drin"...darum (und wegen des Betriebes auf speziellen Frequenzen) sind die nicht anmeldepflichtig.
Je nach Sender werden aber auch gerne viele Batterien "gefressen", wenn du die Wahl hast, kauf was mit AA-Baterrien; Sender mit 9V Blockbatterien erfreuen nur den Batterienhersteller Smile
3 (o. 4) *1,5V halten länger als jede 9V Batterie und es lassen sich oftmals auch 1,2V Akkus benutzen (falls nicht gibt es teurere 1,5V Akkus!)

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BeitragVerfasst: 03.02.2005 20:56 
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Anfänger

Registriert: 31.01.2005 10:51
Beiträge: 35
Wohnort: Leipzig
@Illombre, das ging leicht an der Frage des Threadstellers vorbei...

@Jörsch, es gibt, wie Du schon richtig geschrieben hast, im UHF-Band einen Anmelde- und Gebührenfreien Bereich, von 863-865MHz, wenn ich nicht irre.
Alle anderen UHF Funktstrecken(sofern in Dtl. zugelassen) musst Du bei der RegTP anmelden und dafür auch Gebühren entrichten. Am Besten wäre, Du rufst bei der für Deine Region zuständigen Stelle an und erkundigst Dich dort, die werden Dir auch die Kosten und Modalitäten nennen können.

Gruss Thomas


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BeitragVerfasst: 03.02.2005 22:21 
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Kistenschlepper
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Registriert: 16.08.2004 11:35
Beiträge: 56
Wohnort: Siegen
Wieso an der Frage vorbei?

"Ich trage mich mit dem (sicher sinnvollen) Gedanken, eine Funksendeanlage für meine Gitarren anzuschaffen."
Unter Anschaffen verstehe ich kaufen und nicht selberbauen. Defakto sollte eine in D gekaufte Funkanlage auch in D betrieben werden dürfen...Mein Gitarrensender funkt auf 174.10MHz, die meißten Gitarren/Instrumentensender die ich kenne sind auf ähnlichen Frequenzen zu finden...

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BeitragVerfasst: 03.02.2005 23:02 
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Moderator
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Registriert: 20.04.2006 07:17
Beiträge: 9153
Wohnort: Bretzfeld D.C.
@Illombre: Naja ihn hat vorwiegend der rechtliche Aspekt in Bezug auf Anlagen die man (als Benutzer und nicht als Hersteller) anmelden muss interessiert, Deine Antwort war eher technisch.

Gruß, Dave

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BeitragVerfasst: 04.02.2005 11:24 
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Anfänger

Registriert: 31.01.2005 10:51
Beiträge: 35
Wohnort: Leipzig
@Illombre, nun, nicht alles was in Dtl. gekauft werden kann, darf so einfach betrieben werden:


VHF-Systeme(also auch die von Dir angesprochenen 174,**Mhz) sind Genehmigungspflichtig. Genehmigungen dafür sind ausserdem standortbezogen.

UHF-Systeme im Bereich von 798-814Mhz sind für allgemeine Benutzung freigegeben, allerdings auch Anmelde- und Gebührenpflichtig.

UHF-Systeme im Bereich von 863-865Mhz sind Anmelde- und Gebührenfrei.

Es gibt noch weitere in Dtl. für Funkmikrofon(Gitarrensender etc.) zugelassenen Bereiche im UHF-Band, allerdings unterliegen die weiteren Einschränkungen(z.B. nur Betrieb innerhalb geschlossener Räume (700-798Mhz, 838-862Mhz))

Gruss Thomas


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BeitragVerfasst: 04.02.2005 15:54 
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Kistenschlepper
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Registriert: 16.08.2004 11:35
Beiträge: 56
Wohnort: Siegen
Fossi hat geschrieben:VHF-Systeme(also auch die von Dir angesprochenen 174,**Mhz) sind Genehmigungspflichtig. Genehmigungen dafür sind ausserdem standortbezogen.

Oha, gut zu wissen! DANKE!

Entschuldigung für meine ursprüngliche Unbelehrbarkeit zwinkernd


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BeitragVerfasst: 08.02.2005 16:14 
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Zuschauer

Registriert: 29.12.2004 13:44
Beiträge: 12
Wohnort: Krefeld
...es freut doch, wenn man zu vermehrt auftretender Kommunikation anregen konnte zwinkernd
Danke für Eure Hinweise.

Jörsch


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BeitragVerfasst: 05.03.2005 03:53 
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Moderator
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Registriert: 18.01.2005 01:24
Beiträge: 2155
Wohnort: Kassel / Knüllwald
Außerdem kann man mit einem Funk-Scanner zwar das Signal eines jeden analogen, unverschlüsselten Senders empfangen und hören, allerdings benutzen bessere Funkstrecken Kompander-Systeme, um den Rauschabstand bei geringeren Pegeln zu erhöhen. Benutzt man einen solchen Sender und einen Scanner als Empfänger, wird das nichts Gutes geben, wenn der Einganspegel sich ändert. Der Scanner besitzt nämlich nicht das passende Gegenstück zum Kompander-System im Sender. Genaugenommen besitzt dieser Scanner GARKEIN solches. Zudem wird die höhere Trennschärfe eines Scanners durch Einschränkung der Audiobandbreite und Phasenverzerrungen erkauft. Das stört den "Ich möchte mal alle Frequenzen durchchecken"-Fan nicht, aber beim Empfang von Signalen, die möglichst akurat übertragen und dann auch noch laut und klar wiedergegeben werden sollen stört das schon gewaltig. Denn beim Scanner geht es darum, dass eine Stimme 'irgendwie' verständlich ist, wozu man nur 100-10000Hz braucht, während eine Funkstrecke möglichst ALLES und das auch noch 1:1 übertragen soll.

_________________
Probleme tendieren dazu, wesentlich komplexer zu sein, als sie scheinen.
Und zu jedem dieser komplexen Probleme gibt es eine einfache, saubere Lösung.... die garantiert falsch ist.

http://www.studior.info


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