Recording eines Musikvereins - Thema anzeigen

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 Betreff des Beitrags: Recording eines Musikvereins
BeitragVerfasst: 01.12.2009 14:17 
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Profi-Mucker
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Registriert: 11.08.2006 21:09
Beiträge: 1334
Wohnort: NRW (Niederrhein)
Hallo zusammen,

am Sonntagnachmittag bekam ich einen Anruf, und sollte mal eben - kurz - den örtlichen Musikverein beim Konzert am Sonntagabend mitschneiden. Habe den Leuten direkt gesagt - "das kann gerne machen, habe aber nur 1 Mic (Fame SKE B003 Tube-Kondenser) mit entsprechender Röhrenvorstufe. Das wird nicht reichen". Also habe ich kurzfristig das Mic in der Turnhalle vor den gesammelten Verein aufgebaut und über einen Tascam-DAT Recorder aufgezeichnet.
Da nun das Aufnahmeergebnis (zu meiner Verwunderung) die beste Aufnahme geworden ist (nach meiner Bearbeitung), die der Verein jemals hatte, möchte man - das ich beim nächsten Konzert das ganze so Richtig (mit entsprechender Vorbereitung) aufzeichnen soll. Meine Frage nun: Welche Mikrofonie kann man da empfehlen (Anzahl + Typ) - und welche Positionierungen sind ratsam (von der Decke abhängen / auf Stativen rundherum / zwischen den Musikern ??) ?

Instrumente: Blechbläser (Trompete, Posaune, Hörner, Tuba..), Holzbläser (Klarinetten..), Schlazeug + Gimmiks wie ein Amboss
Räumlichkeit: Turnhalle mit Bühnenpodest

Ich bin für alle Ratschläge dankbar. Eine entsprechende HD-Recordinglösung (48 Kanal) steht bereit.

Beste Grüße
htp_big_M

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Recording eines Musikvereins
BeitragVerfasst: 01.12.2009 14:24 
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Semi-professional

Registriert: 22.02.2006 00:07
Beiträge: 314
Wohnort: Delmenhorst (manchmal)
vielleicht war es ja die beste aufnahme bisher, weil nur ein mikro verwendet wurde und nicht aus einer vielzahl was zusammengepfuscht wurde???

ich würde mal über ein hochwertiges stereo mikro nachdenken und nicht so einen mehrkanalwahnsinn anzetteln.

_________________
als musiker bin ich mein eigener alptraum


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 Betreff des Beitrags: Re: Recording eines Musikvereins
BeitragVerfasst: 01.12.2009 15:28 
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Moderator
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Registriert: 09.02.2007 16:00
Beiträge: 2321
Wohnort: Hambuich-Ciddy, Digga!!
Wirklich alles einzeln abnehmen, wäre sicherlich Wahnsinn, denke ich auch.
Sinnvoll wäre es sicherlich, einzelne Gruppen abzunehmen. Dafür wäre es natürlich super, wenn die einzelnen Gruppen sich halbkreisförmig um ein Mic stellen könnten. Wenn das möglich ist, liegst du mit einer normalen Nierencharakteristik ganz gut, denke ich. Bei lauten Bläsern würde ich wahrscheinlich dynamische Mikros nehmen, bei Streichern eher Kleinmembrancondensatoren. Es kommt sicherlich immer auf die Gruppengröße an, wie viele Mikros du brauchst.
Die Drums würde ich mit einem Kickmikro, Snaremikro, evtl. HiHat und einem Overheadpaar mikrofonieren.

Dann bleibt natürlich die Frage, ob du die genannten Gimmicks noch einzeln mikrofonierst, kommt drauf an, wie wichtig sie sind. Für solche Eventualitäten würde ich immer noch ein paar Mikros und Kanäle als Reserve bereit halten.

Zusätzlich würde ich mindestens eine Stereoaufnahme aus einiger Entfernung machen, evtl. brauchst du die dann nur zur räumlichen Ortung in deinem Mixdown, möglicherweise kannst du sie aber auch mit reinmischen. Vielleicht auch ganz nett, um Publikumsreaktionen ein zu fangen. Gerade hier beim Pegeln drauf achten, dass so ein Applaus tierisch laut sein kann, also genug Headroom lassen.

Das ganze setzt dann auch einen längeren Soundcheck voraus, ich würde die Musiker schon einmal drauf vorbereiten, wenn sie es nicht gewohnt sind.

Ich wünsche viel Erfolg, solche Gigs können echt Spaß machen!!

_________________
- Recording
- Mix
- Mastering
- ... etc.

_________________
Sonoa Tonstudio
PN me!


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 Betreff des Beitrags: Re: Recording eines Musikvereins
BeitragVerfasst: 01.12.2009 22:02 
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Profi-Mucker
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Registriert: 11.08.2006 21:09
Beiträge: 1334
Wohnort: NRW (Niederrhein)
Danke schonmal für die Anregungen. Ich habe dem Dirigenten ohnehin geraten, vor der nächsten Aufnahme erst einmal zu üben - dann hätte die jetzige Aufnahme auch schon um einiges besser geklungen zwinkernd
Habe jetzt bei der Aufnahme mein Mic auf Niere geschaltet gehabt - das passte schon recht gut. Eventuell sollte man wirklich nur 2 Mikrofone verwenden - sind schließlich um die 40 Bläser + Rest.

htp_big_M

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 Betreff des Beitrags: Re: Recording eines Musikvereins
BeitragVerfasst: 02.12.2009 09:21 
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Groovesau
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Registriert: 07.07.2004 08:11
Beiträge: 3038
Wohnort: Bad Cannstatt
Nach dem, was ich bislang über Orchester-Recording gelesen habe, wird i.d.R. auch nur mit wenigen Hauptmikrophonen aufgenommen. Zusätzlich werden dann ggf. an strategischen Stellen Stützmikros platziert, mit denen dann einzelne Gruppen bei Bedarf im Mix noch besonders gefeatured werden können.

viel Erfolg - der Fenderizer

_________________
they're coming to take me away ... hahaa!
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 Betreff des Beitrags: Re: Recording eines Musikvereins
BeitragVerfasst: 02.12.2009 13:07 
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Moderator
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Registriert: 14.11.2005 18:18
Beiträge: 1686
Wohnort: Hamburg
Wobei die Stützmikrophone zur Präsenzverbesserung dienen, selten zur Lautstärkeanhebung bestimmter Gruppen.

Man muss mit der Gruppenstützerei sehr vorsichtig sein, sonst geht schnell mal die Tiefenstaffelung flöten, und lässt sich mit diversen Hall- und Delay-Plugins auch schwierig wieder hervorzaubern. Eine Klassik-Aufnahme folgt ganz anderen Gesetzen als eine Pop- oder Band-Aufnahme.

Das schlimmste was man eigentlich machen kann, ist, eine Aufnahme aus den Mikros einer Klassik-Beschallung (bei verstärkten Auftritten) generieren zu wollen. In so einem Fall lautet die bessere Lösung wirklich in den meisten Fällen: 1x AB in den Saal, auf 3-4m Höhe, 5-10m in den Saal und gut is. Wenn die Ausrichtung gut ist und die Signalkette und die Mikros hochwertig, kann alles andere höchstens noch als "Sahne" dienen, aber nicht zur Balancierung der Instrumentengruppen o.ä.

Gruß Tommok


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 Betreff des Beitrags: Re: Recording eines Musikvereins
BeitragVerfasst: 02.01.2010 23:26 
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Anfänger

Registriert: 17.09.2009 11:05
Beiträge: 47
Wohnort: Oldenburger Münsterland
Ich hatte vor zwei Wochen auch das Vergnügen ein Blasorchester aufnehmen zu dürfen. Da ich nicht viel Zeit hatte, hab ich nur mein Edirol R09 oben auf den Orgelboden einer Kirche gestellt und laufen lassen. Dieses Orchester hat sich auch für die äußerst gelungene Aufnahme bedankt. Dabei hatte ich nicht mal extern mikrofoniert. Als ich mir das dann selbst mal reingezogen habe musste auch ich feststellen, dass die Aufnahme äußerst gut geworden war. Selbst die kleinste Flötengruppe war gut genug zu hören. Wenn ich mir vorstelle, was ich da sonst noch alles so hingeschleppt, aufgebaut und wieder abgebaut hätte, gar nicht auszudenken. Aber tu mir einen Gefallen, nimm bitte die Generalprobe auch auf, sonst ärgerst du dich hinterher, wenn das Publikum Teile des Konzertes kaputtklatscht...

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Die Tragödie ist, dass es zwölf Töne gibt, der Komponist aber nur zehn Finger hat...


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 Betreff des Beitrags: Re: Recording eines Musikvereins
BeitragVerfasst: 03.01.2010 14:07 
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Trusted Junior

Registriert: 26.11.2009 19:25
Beiträge: 156
Wohnort: Großenkneten
chipie1986 hat geschrieben:Aber tu mir einen Gefallen, nimm bitte die Generalprobe auch auf, sonst ärgerst du dich hinterher, wenn das Publikum Teile des Konzertes kaputtklatscht...


Das dürfte wenig nützen, da der Klang beider Aufnahmen sehr unterschiedlich sein wird. Leerer Saal, Sall mit Publikum, das sind 2 Welten.

Gruß Matthias

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 Betreff des Beitrags: Re: Recording eines Musikvereins
BeitragVerfasst: 03.01.2010 15:11 
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Anfänger

Registriert: 17.09.2009 11:05
Beiträge: 47
Wohnort: Oldenburger Münsterland
mgrie hat geschrieben:
chipie1986 hat geschrieben:Aber tu mir einen Gefallen, nimm bitte die Generalprobe auch auf, sonst ärgerst du dich hinterher, wenn das Publikum Teile des Konzertes kaputtklatscht...


Das dürfte wenig nützen, da der Klang beider Aufnahmen sehr unterschiedlich sein wird. Leerer Saal, Sall mit Publikum, das sind 2 Welten.


Das ist prinzipiell richtig. Aber da ich im Novemver diesen Fehler gemacht habe, durfte ich den Gospelchor an einem weitereren Termin zusammentrommeln, alles neu aufbauen und dann neu aufnehmen, damit ich zumindest irgendwas hatte. Auf der CD nachher mit * kennzeichnen und gut is. Aber oft geht auch auf Auftritten was schief (wem sag ich das?) und dann is es doch immer noch besser, eine *-Aufnahme zu haben.

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