Reverb verstärken - Thema anzeigen

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 Betreff des Beitrags: Reverb verstärken
BeitragVerfasst: 06.03.2006 18:22 
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Trusted Junior
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Beiträge: 164
Wohnort: Neckarslum
Hallo

Zur folgenden Sache hab ich ein paar Fragen:
Es geht um den Reverb.
Gibt es eine Möglichkeit, den Reverb an einem beliebigen Verstärker (ich hab nen älteren Marshall) durch beispielsweise eine davor geschaltete, nicht allzu komplexe Kombination aus einigen im Handel erhältlichen elektrischen Bauteilen zu erhöhen bzw. zu verstärken???
Also vielleicht eine Art Platine die man sich selbst herstellen kann und dann irgendwie zwischen gitar & amp schaltet, oder so.
Und, weiß jemand, welche Bauteile genau für den Reverb - Effekt in einem Verstärker oder Effektgerät zuständig sind??
Das wäre doch eine feine Sache, mit nicht allzu großem Aufwand den wie ich finde ziemlich geilen Reverb - Effekt ein bisschen auf Trab zu bringen.

Gracias


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BeitragVerfasst: 06.03.2006 20:23 
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Meister der Töne
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Beiträge: 2217
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Das ist technisch machbar mit einem handelüblichen MOS Schieberegister, es sollte 1024 Steps haben. Die Qualität davon ist nicht grade berauschend, neuzeitliche digitale Lösungen umso mehr. Ich rate daher zu einem fertigen Gerätchen das letzteres enthält, die Preise sind wirklich sehr moderat.
Weiterhin enthalten viele Gitarrenverstärker den (Achtung Kult Smile ) Feder-Hall, eine mechanisch/elektromagnetisch arbeitende Hallspirale mit Wickelfedern. Diese Dinger sind ebenso als Teile zu haben, man benötigt einen Kleinverstärker dazu (LM386 ist OK) und etwas Kleingemüse. Das klingt eher shittig aber ist eben Kult.


Zuletzt geändert von Manuela am 06.03.2006 20:26, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 06.03.2006 20:24 
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Groovesau
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Hallo,

prinzipiell geht das alles - ist ggfs. nur eine Frage des Aufwands, den Du betreiben willst.

Im Verstärker selber kommt mit einiger Wahrscheinlichkeit entweder eine Hallspirale (IMHO der beste Reverb für Gitarre) oder ggfs. ein digitales Effektgerät zum Einsatz.
Von der Vorstufe (die erste Verstärkerstufe, in der das Signal aus den Pickups auf Pegel gebracht und ggfs. schon 'mal verzerrt wird) wird dann das Signal üblicherweise aufgeteilt, wobei ein Teil direkt in die Endstufe (die hauptsächlich dazu da ist, den Lautsprecher anzutreiben) geht, ein anderer Teil dem Effekt zugeführt wird und von dort aus in die Endstufe geht (siehe Bild).
Bei Dir geht es jetzt darum, den Pegel des Signals, das aus der Effekt-Sektion kommt, noch ein wenig aufzumotzen. Das sollte sich z.B. mit einem Operationsverstärker zwischen dem Ausgang des Effekts und dem Eingang der Endstufe recht einfach realisieren lassen - vorausgesetzt, Du weißt, wo Du das Signal abzapfen / einspeisen kannst.

Gruß - der Fenderizer®


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BeitragVerfasst: 06.03.2006 20:45 
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Groovesau
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Beiträge: 3038
Wohnort: Bad Cannstatt
Hallo Manuela,
Manuela hat geschrieben:Das ist technisch machbar mit einem handelüblichen MOS Schieberegister, es sollte 1024 Steps [...]

so wie ich das verstanden habe, wollte er sich nicht den Effekt selber bauen, sondern nur den Reverb-Pegel im Ausgangs-Signal erhöhen.

Manuela hat geschrieben:Weiterhin enthalten viele Gitarrenverstärker den (Achtung Kult Smile ) Feder-Hall, eine mechanisch/elektromagnetisch arbeitende Hallspirale mit Wickelfedern. Diese Dinger sind ebenso als Teile zu haben, man benötigt einen Kleinverstärker dazu (LM386 ist OK) und etwas Kleingemüse. Das klingt eher shittig aber ist eben Kult.

Das das shittig klingt, habe ich bei den langen Accutronics-Spiralen meiner Fender®-Amps bislang noch nicht bemerkt.
O.K. - ich gebe zu, die hallgetränkten Sixties-Surf-Sounds sind nun nicht jedermanns Domäne, dafür aber sehr wohl meine Mr Green Mr Green

Surf's ON, reverberate as can - der Fenderizer®

P.S: wenn's um die Dimensionierung von einer Verstärker-Schaltung für die Hallspirale geht, kann man z.B. 'mal den Bauplan vom Fender® BluesJunior(TM)studieren - da wird das recht simpel mit zwei OP-Amps (je einem halben TL072) gemacht und das Effekt-Signal einfach wieder zum Ausgang der Vorstufe geleitet.

http://www.fender.com/support/amp_schematics/pdfs/Blues_Junior_Schematic.pdf

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BeitragVerfasst: 06.03.2006 21:06 
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Meister der Töne
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Beiträge: 2217
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hat Recht Smile

ich bezog "shittig" auch eher auf die Übertragungseigenschaften solch einer Strecke.
Es gibt auch sehr verschiedene Hallfedern, ich hab hier doppelte, oft sind nur die einfach ausgeführten verbaut.
Diese Dinger vertragen schon ein wenig, man braucht nicht grade zimperlich damit umgehen. Insofern ist LM386 ne gute Wahl, der kann auch ziemlich heftig da reinläuten breit grinsend


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BeitragVerfasst: 06.03.2006 21:35 
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Groovesau
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Wohnort: Bad Cannstatt
Manuela hat geschrieben:ich bezog "shittig" auch eher auf die Übertragungseigenschaften solch einer Strecke.

Rundfunk-Qualität hat so was sicher nicht ... Smile Smile
oder den sahnigen Sound einer alten EMT-Hallplatte ...
Manuela hat geschrieben:Es gibt auch sehr verschiedene Hallfedern, ich hab hier doppelte, oft sind nur die einfach ausgeführten verbaut.

Doppelt ist gut, wenn noch eine gewisse Länge dazukommt, wird's noch besser (... es lebe das lange Accutronics-System!)
Manuela hat geschrieben:Diese Dinger vertragen schon ein wenig, man braucht nicht grade zimperlich damit umgehen. Insofern ist LM386 ne gute Wahl, der kann auch ziemlich heftig da reinläuten breit grinsend

Woll ... gib' ihm saures!!!
Soll ja auch hinten wieder ein wenig Pegel 'rauskommen breit grinsend
Trotzdem ist wohl noch ein Aufholverstärker angesagt, der das Ausgangssignal des Federhall-Ausgangsübertragers noch ein wenig aufpäppelt ... noch ein zweiter LM386???

Reverb ON - der Reverberizer (a.k.a. Fenderizer)

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BeitragVerfasst: 07.03.2006 08:01 
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Meister der Töne
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Beiträge: 2217
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um Gottes Willen,
betrachten wir die Ausgangsspule der Einfachheit halber als Mikrofon.
Entsprechend wär damit zu verfahren, also irgendein FET oder OP oder ne ECC
LM386 ist eine Kleinstendstufe mit weniger als 1 Watt, also was völlig anderes.


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BeitragVerfasst: 08.03.2006 12:20 
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Trusted Junior

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Hallo

so ein Teil ist aber auch ganz nett.

Hab ich nachgebaut, aber nach dem original 63 schaltplan.

http://www.cnjradio.net/fenderamps/reverb_sf_schem.jpg

was anderes hab ich auf die Schnelle nicht gefunden.

Das Ding kommt vor den Amp. Hat aber den Nachteil das man keine Zerre
benutzen sollte. Hall vor Zerre klingt nicht so gut.


Gruß wolfgang


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BeitragVerfasst: 08.03.2006 20:45 
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Groovesau
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Registriert: 07.07.2004 08:11
Beiträge: 3038
Wohnort: Bad Cannstatt
Hallo Wolfgang,

wowie hat geschrieben:so ein Teil ist aber auch ganz nett.

Das Teil ist seit seiner Existenz fester Bestandteil der meisten professionellen Surf-Performances also quasi Industrie-STANDARD!

Einen Schaltplan (PDF) gibt's auch direkt vom Hersteller:
http://www.fender.com/support/amp_schematics/pdfs/63_Reverb_Schematic.pdf

*** Achtung x-tremer KULT!!! ***

Abgesehen davon gilt noch immer:

Fenderizer hat geschrieben:so wie ich das verstanden habe, wollte er sich nicht den Effekt selber bauen, sondern nur den Reverb-Pegel im Ausgangs-Signal erhöhen.

Ich denke, mit einem OP-Amp in der Effekt-Rückführung sollte das Thema erledigt sein.

Gruß - der Fenderizer®

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BeitragVerfasst: 08.03.2006 22:15 
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Hallo Fenderizer

den Plan hatte ich auf die schnelle nicht gefunden.

Wenn man bei Fender.com schaut haben die anschenend keine Schaltpläne mehr im Netz. Genau nach den Plan hatte ich das Ding mal gebaut. Es gab aber auch noch Layout die waren etwas anderst aufgebaut.

Bin mit dem Reverb ganz zufrieden, zick nur nach den Anschalten ein bisschen rum, steht zur Zeit nur noch in den Ecke. Der Gitarrist (mein Sohn) steht auf Heavy Gain und benutzt ihn nur noch sehr sehr sehr selten.

Werde ihn mal dieser Tage wieder in Betrieb nehmen.

Bilder von den Reverb kann ich ja mal hier raufladen.

Bin auch der Meinung ein OP-Amp würde da ausreichen. Ist auch sicherer als diese netten Röhrengeschichten.

Die Frage ist nur, warum mehr Pegel ?

Frage an Manu: Kann man den Reverb eigentlich auch an den Inserts am Pult anschliesen?

Gruß Wolfgang


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