Also ich als Schlagzeuger hab mir das auch so beigebracht, wie es Elio und Fantasia beschrieben haben. Also erst mal das ganze in Achtelnoten aufschreiben: hilft ne Menge, dann sieht man nämlich gleich, wie sich der Rhythmus anhören muss, wenn man die 2er- und die 3er-Gruppe gleichzeitig erklingen lässt. Und dann probiert man’s einfach mal aus: rechte Hand Triolen, linke Hand normale Achtel. Dann kommt in der Tat was raus, was sich wie Kalbsleberwurst anhört.
3 gegen 4 (auch nicht schwierig) oder 4 gegen 5 (schon schwieriger, da die Abstände nicht mehr exakt in Achtel oder Sechzehntel-Noten zu erfassen sind) kann man sich auch so beibringen.
Solche Kalbsleberwurst-Tricks halte ich allerdings nur für nützlich, um erst mal ein Feeling für den Klang zu bekommen. Im Orchesterzusammenspiel hilft einem das eher nicht so viel weiter, finde ich. Ich stelle mir a-saite vor, wie er im Orchester sitzt und permanent „Kalbs-....-ber-....,...Kalbs-.....-ber.......“ nuschelt, wenn die doofe Duolen-Stelle kommt.
Gerade bei komplizierteren Rhythmen (4 gegen 5, 7 gegen

würd ich empfehlen, so wie es Elio sagte, sich auf den Hauptschlag zu konzentrieren und über der den Rest, um mit Fantasias Worten zu sprechen, nicht groß nachzudenken sondern ihn einfach so dazwischen zu wurschteln. Richtig exakt kann das eh kein Schwein spielen.
Konkretes Beispiel aus dem Orchester-Alltag: In Honeggers „Pacific 231“ müssen u.a. die Trompeter ständig solche Sachen spielen wie Septolen im 4/4-Takt, also 7 Schläge auf 8 Achtel verteilen. Da kann man sich natürlich dumm und dämlich rechnen, aber beim Spielen bleibt da nicht viel Zeit zum rumüberlegen. Viel einfacher ist es da, sich den 7er in einen 3er und einen 4er-Block aufzuteilen und dann in der ersten Takthälfte einfach etwas zu schnelle Vierteltriolen und in der zweiten Takthälfte breitgespielte Achtel, mit denen man minimal vor Zählzeit 3 anfängt, zu spielen. Dann passt es ungefähr und Hauptsache, die 1 stimmt.
Gruß
Sebastian