Romantische Flötenwerke? - Thema anzeigen

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Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 
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 Betreff des Beitrags: Romantische Flötenwerke?
BeitragVerfasst: 05.10.2000 14:16 
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Beiträge: 250
Man kennt nur sehr wenige Werke aus der Romantik für Flöte und Klavier, weshalb es viele Bearbeitungen gibt, wie z. B. die Schumann-Violinsonate a-moll op.105 oder sogar die Arpeggione-Sonate. Deshalb findet sich an Originalwerken in Konzertprogrammen meistens nur das Chaminade-Concertino oder die wunderschöne - wenn auch sehr bekannte - Reineke-Sonate wieder.

Kennt jemand vielleicht von völlig unbekannten oder vergessenen Komponisten irgendwelche Werke für Querflöte, von denen nur wenige etwas wissen?

Eusebius


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.10.2000 17:47 
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gerade frisch dabei

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Beiträge: 5
Spontan fallen mir dazu ein paar französische Sonaten ein, die ich zwar schon mal "gesehen", aber noch nicht gehört habe: Gabriel Pierné op. 36, Ch.-Marie Widor (Suite), Philippe Gaubert (3 Sonaten), sowie Benjamin Godard und Eugene Bozza. Von den letzten beiden kenne ich keine speziellen mehrsätzigen Werke, glaube aber, daß sie einiges für diese Besetzung geschrieben haben.
Vielleicht findet sich hier im Forum aber auch jemand, der sich besser mit Flöten und der entsprechenden Literatur auskennt?

_________________
skr


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 Betreff des Beitrags: Bombus tibiarum
BeitragVerfasst: 13.10.2000 14:46 
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Registriert: 28.08.2000 15:19
Beiträge: 250
"Bombus tibiarum", zu deutsch: Flötenhummel

Die Hummel-Sonate op.50 in D-Dur für Flöte und Klavier ist ein kurzes, virtuoses und sehr schönes Stück für Flöte und Klavier. Das dreisätzige Werk ist durch und durch der Klassik zuzuordenen.
Ebenfalls wunderbar und noch wesentlich größer ist die "Grande Sonate Concertante" in A-Dur von Ignaz Moscheles. Das 25-minütige viersätzige Werk verlangt viel Arbeit von beiden Instrumentalisten.

Aber vielleicht gibt es ja noch mehr...

Eusebius


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 Betreff des Beitrags: Charles-Marie Widor, Suite op. 34
BeitragVerfasst: 25.11.2000 23:58 
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Registriert: 28.08.2000 15:19
Beiträge: 250
Es gibt noch mehr!

Auf Skrjabins Vorschlag hin, habe ich ein bisschen mehr um Widor gekümmert. Und habe tatsächlich etwas gefunden! Die Suite op. 34 lässt sich nicht besser beschreiben, als ich es in einer Zeitungskritik gelesen habe...
[...]
Perfekte Harmonie


Sehr kontrastierend auf allen Ebenen gestaltete sich alsdann die viersätzige, anspruchsvolle »Suite für Flöte und Klavier op. 34« von Charles-Marie Widor (1844-1937). Gleich im ersten, an César Franck erinnernden Satz fiel die souveräne Klavierunterstützung ins Ohr, wobei sich wiederum Melodie, Harmonie und Rhythmus zu einem Ganzen verschmolzen, das dem Komponisten nur gerecht werden konnte. Im 2. Satz (Pariser Gambade) meisterte die Solistin alle technischen Klippen hervorragend, während hier wie auch anderenorts das perfekte Zusammenspiel des Duos hervorgehoben wurde.

Noch ansprechender gestaltete sich der 3. Satz (Romanze, Huldigung an Robert Schumann), bei dem die Kadenz in lupenreiner Pracht erklang. Ebenso einwandfrei, diesmal aber sehr energisch, gestaltete sich das Finale, vor allem am Schluss, bei steigendem Tempo und immer rascheren Arpeggien.
[...]

Eusebius


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 Betreff des Beitrags: "Trockene Blumen"
BeitragVerfasst: 19.12.2000 16:02 
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Registriert: 28.08.2000 15:19
Beiträge: 250
Der Vollständigkeit halber (Da sieht man mal, wie wenig es aus der romantischen Epoche für Flöte eigentlich gibt...) muss ich natürlich noch folgendes ergänzen:

Ich denke jeder Musiker kennt das Schubert-Lied "Trockene Blumen" aus dem Liederzyklus "Die schöne Müllerin". Wer dieses tragische Stück noch nicht kennt: In diesem Satz ist sich der durch Liebeskummer betrübte Protagonist darüber klargeworden, dass der Freitod die einzige Rettung für ihn sei. Sad
Und jeder Flötist wird auch den wunderschönen, vielleicht etwas langatmigen Variationensatz desselben Komponisten über dieses Thema gut kennen. Auf jeden Fall sollte man sich dieses Werk einmal anhören.

Im übrigen ist meiner Meinung nach kein Instrument für Instrumentalbearbeitungen von Liedern besser geeignet als die Flöte. zwinkernd

Eusebius


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 Betreff des Beitrags: Romantik oder nicht?
BeitragVerfasst: 18.12.2001 11:44 
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Registriert: 10.05.2001 12:15
Beiträge: 18
Hier noch ein paar Sachen, die mir so einfallen:

von Reinecke gibts neben der oben zitierten Undine-Sonate auch ein Konzert. Schön aber nicht ganz einfach. Ob man Saint-Saens noch zur Romantik zählt? Keine Ahnung, aber klingen tuts so: Odelette und Romance von Saint-Saens, superschön!
Von Rheinberger gibts eine traumhafte Fantasie (war das der Titel? bin nicht sicher). Von Chaminade gibts neben dem Concertino auch eine Pastorale. Dazu Schuberts Arpeggione-Sonate (ist zwar eine Bearbeitung, aber das macht ja nix...). Dann noch all die schönen Stücke der beiden Doppler-Brüder (am bekanntesten wohl die Fantasia hongroise). Gaubert, Taffanel und etliche andere Franzosen haben in ähnlichem Stil geschrieben. Die Fantasie von Faure? Ist wohl etwas zu neu, klingt aber auch ziemlich "schmachtig". Und was ist mit der Carmen-Fantasie? Keine Ahnung, ob das auch noch Romantik ist. Geschrieben von Borne und technisch ganz nett anspruchsvoll....vielleicht war für den einen oder anderen von Euch ja was dabei...

Viele liebe Grüße

haiderle


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.12.2001 16:32 
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Registriert: 28.08.2000 15:19
Beiträge: 250
Vielen Dank, Haiderle!

Damit scheint unsere "Datenbank an romantischen Flötenwerken" ja komplett!

Insgesamt, finde ich es schade, daß in dieser Zeit relativ wenig für dieses Instrument komponiert worden ist. Es fehlt eben so etwas wie eine richtige Brahms-Sonate oder so...

Na ja, man kann nicht alles haben.


Alles Gute,

Eusebius


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