|
| |
|
Das Forum für Musiker und Musikschaffende |
|
|
Seite 1 von 1
|
[ 10 Beiträge ] |
|
| Autor |
Nachricht |
|
michael.schilling
|
Verfasst: 26.07.2004 21:13 |
|
|
|
|
Hallo 2sound-Gemeinde,
als freier Journalist produziere ich meine Hörfunkbeiträge selbst. Hierzu steht mir ein kleines Produktionsstudio zur Verfügung, welches ich im Keller eingerichtet habe.
Was anfangs ausreichend war, wird langsam aber sicher zu klein. Daher spiele ich mit dem Gedanken, das Studio zu vergrößern und vom Keller in einen Wohnraum umzuziehen.
Technik und Akustik bereiten mir dabei, zum Glück, keine Probleme. Im "neuen" Studio benötige ich jedoch dringend eine sehr gute Schalldämmung. Es müssen kurze Live-Schaltungen stattfinden und dies unabhängig davon, ob der Nachbar just zu dieser Zeit seine neue HiFi-Anlage aufdreht, die Feuerwehr mit Martinshorn vor dem Haus vorbeifährt, ein Hubschrauber über dem Haus kreist oder der Donner eines Gewitters sich austobt.
Piano-Platten mit Rockwool, davon habe ich bereits hier im Forum und auf den Knauf-Seiten gelesen. Kopfzerbrechen bereitet mir jedoch die Zentralheizung. Die dürfte der Schalldämmung ordentlich entgegen wirken und ohne Heizung *hatschi* wäre im Winter kein Arbeiten möglich.
Wie kann man diesen Schallträger "tot" bekommen? Der Abstand der Heizung zur Wand müsste eh vergrößert werden. Gibt es "Gummi-Rohrverlängerungen", mit denen man das bewerkstelligen könnte? Wer ist Fachmann für derartige Arbeiten? Ein Sanitär-Installateur?
Um die Kosten für ein Akustikbauunternehmen würde ich mich gerne drücken. Die gemessene Nachhallzeit im derzeitigen Studio beträgt 02-0,3 Sekunden, was für reine Wortproduktionen wohl dem Ideal nahe kommt. Und nur wegen der "blöden" Heizung möchte ich nicht gleich ein paar Hundert Euro für die reine Planung ausgeben.
Vielleicht hat jemand von Euch ein derartiges Problem erfolgreich gemeistert? Bin für Tipps und Tricks sehr dankbar. Nein, die Heizung im Nirvana (zwischen Mauerwerk und Raum-im-Raum) lassen und eine E-Heizung ins Studio zu stellen, dies wäre für mich keine akzeptable Lösung.
Bin mal gespannt, ob man mir bei diesen speziellen Problem hier auch behilflich sein kann.
Viele Grüße
Michael Schilling
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
Dave
|
Verfasst: 27.07.2004 01:35 |
|
 |
| Moderator |
 |
Registriert: 20.04.2006 07:17 Beiträge: 9153 Wohnort: Bretzfeld D.C.
|
Hallo Michael, erstmal herzlich willkommen hier im Forum... Hmmm Du bist der erste dem es um Abschirmung der äußeren Geräusche im Studio geht. Leider kenn ich mich mit Heizung und Sanitär so gut wie überhaupt nicht aus...  Geht es Dir um den Heizungs-Körper im Zimmer der nur etwas rauscht, oder um die große Heizungsanlage, wo das wummernde Geräusch des Brenners stört? Gruß, Dave
_________________ Ich mache KEINEN Support per PN, ICQ, E-Mail oder TeleofnMeine Bibel-Community
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
Gast
|
Verfasst: 28.07.2004 00:43 |
|
|
|
Hi Dave, Dave hat geschrieben:Hmmm Du bist der erste dem es um Abschirmung der äußeren Geräusche im Studio geht.
Was wohl daran liegt, dass ich kein Musiker bin und mein Organ nicht gegen eine Bassdrum konkurrieren kann. Geht es Dir um den Heizungs-Körper im Zimmer der nur etwas rauscht, oder um die große Heizungsanlage, wo das wummernde Geräusch des Brenners stört?
Die Geräusche, die der Heizkörper von sich aus abgibt, stören mich keineswegs. Sie ist ziemlich leise und sollte sie mal das Bedürfnis haben, Geräusche von sich zu geben, so würde ich sie während der Live-Schalte bzw. der Aufzeichung abdrehen. Mein Grundgedanke war eher dieser: Auch meine Nachbarn haben im Zimmer darüber und darunter einen Heizkörper. Und da sie ja alle miteinander verbunden sind, müsste sich der Lärm (z. B. laute Musik) über die Heizungsrohre ja auch in mein Studio übertragen. Oder ganz krass: Grüße ich allmorgentlich nicht mehr freundlich, wird vielleicht an die Heizkörper geklopft. Des weiteren müsste ich den Heizkörper, der an einer Wand montiert ist, gut 20 bis 25 cm von diser entfernen, die Heizung von der Wand weg näher in den Raum "verlagern". Ansonsten stünde die Heizung inmitten meiner Schalldämm-Matten und meine Studiogäste und ich müssten im Winter frösteln. Dein Forum und Deine Tipps sind übrigens sehr empfehlenswert. Toll, dass es noch Leute gibt, die so etwas kostenlos zur Verfügung stellen, anstatt Akustik-Konzeption gegen richtig Asche anzubieten. Hut ab! Es grüsst aus Düsseldorf Michael Schilling
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
logi
|
Verfasst: 01.08.2004 00:21 |
|
 |
| Kistenschlepper |
Registriert: 17.06.2004 14:55 Beiträge: 52 Wohnort: Hannover
|
|
Hm, wie willst du denn in einer normalen Wohnung ohne Umbaumaßnahmen die tiefen Frequenzen wegbekommen. Wenn der berühmte Nachbar seine Anlage losläßt kommen die Bässe i.d.R. sehr gut rüber, egal ob mit oder ohne Platten (Stichwort Bassfalle).
Die Heizung kann man an den Rohren abkoppeln, es gibt Pufferrohre, die reichen eigentlich gegen Klopfgeräusche. Ansonsten versuche doch mit Headset zu arbeiten, da bist du nah an der Quelle und Raumeinflüsse werden minimiert.
_________________ Gruß Frank
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
Fenderizer
|
Verfasst: 05.08.2004 18:02 |
|
 |
| Groovesau |
 |
Registriert: 07.07.2004 08:11 Beiträge: 3038 Wohnort: Bad Cannstatt
|
logi hat geschrieben:Ansonsten versuche doch mit Headset zu arbeiten, da bist du nah an der Quelle und Raumeinflüsse werden minimiert.
Hallo logi, irgendwie sehe ich den Zusammenhang der zitierten Stelle mit Michaels Problem nicht. Es geht nicht darum, Außenschall von Michael abzuhalten, sondern darum, den gesamten Aufnahmeraum akustisch möglichst von der Umwelt zu entkoppeln, so daß kein unerwünschter Außenschall auf die Aufnahme gerät - das da ein Headset helfen soll, wenn draußen die Bagger kreischen, kann ich irgend wie nicht nachvollziehen. Die Heizung kann man an den Rohren abkoppeln, es gibt Pufferrohre, die reichen eigentlich gegen Klopfgeräusche
wußte nicht, daß es so etwas gibt, Danke für den Hinweis!!! Hallo Michael: Hast Du schon an die Möglichkeit einer - evtl. elektrisch betriebenen - Fußbodenheizung gedacht? Damit dürftest Du bei der wohl geplanten Raum-im-Raum-Konstruktion auch hinkommen - besonders, da der Raum ja noch zusätzlich durch die Rockwool gedämmt ist. Ich sehe da weniger die Gefahr des Erfrierens, als der Belüftung und ggfs. Schimmelbildung, wenn heiß und feucht (durch Schwitzen etc.). Was das Problem mit der Entkopplung von Körperschall (z.B. die Klopfgeräusche, die über die Heizung 'reinkommen könnten) angeht, mußt Du auch Boden, Decke und Wände mit einbeziehen. Sonst benutzt einer der netten Nachbarn nach Murphy seinen Bohrhammer genau während einer wichtigen Aufnahme und Du bekommst es doch noch mit drauf. Letztendlich kommst Du also um so etwas wie eine federnd gelagerte Raum-im-Raum-Konstruktion nicht herum.
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
logi
|
Verfasst: 05.08.2004 19:12 |
|
 |
| Kistenschlepper |
Registriert: 17.06.2004 14:55 Beiträge: 52 Wohnort: Hannover
|
Fenderizer hat geschrieben:...irgendwie sehe ich den Zusammenhang der zitierten Stelle mit Michaels Problem nicht. Es geht nicht darum, Außenschall von Michael abzuhalten, sondern darum, den gesamten Aufnahmeraum akustisch möglichst von der Umwelt zu entkoppeln, so daß kein unerwünschter Außenschall auf die Aufnahme gerät - das da ein Headset helfen soll, wenn draußen die Bagger kreischen, kann ich irgend wie nicht nachvollziehen...
Es geht einfach um den Unterschied im Level, wenn du eine Signalquelle möglichst dicht an das Mikro bekommst, brauchst du auch weniger Verstärkung, d.h. der Unterschied im Signalverhalten (laut zu leise) wird immer ausgeprägter (sog. "Close-Up" Mikrophonisierung). Und dafür ist es unerheblich ob der ganze Raum von Geräuschen abgekoppelt ist oder nicht.
_________________ Gruß Frank
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
Dave
|
Verfasst: 05.08.2004 19:17 |
|
 |
| Moderator |
 |
Registriert: 20.04.2006 07:17 Beiträge: 9153 Wohnort: Bretzfeld D.C.
|
ast Du schon an die Möglichkeit einer - evtl. elektrisch betriebenen - Fußbodenheizung gedacht?
Womit wir dann schon gleich wieder auf einem ganz anderen Budgetlevel sind... Gruß, Dave
_________________ Ich mache KEINEN Support per PN, ICQ, E-Mail oder TeleofnMeine Bibel-Community
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
Michael Schilling
|
Verfasst: 07.08.2004 23:13 |
|
|
|
logi: Hm, wie willst du denn in einer normalen Wohnung ohne Umbaumaßnahmen die tiefen Frequenzen wegbekommen.
Indem es sich um eine federnd gelagerte Raum-im-Raum-Konstruktion handelt, die somit vollständig entkoppelt ist?!? Die Heizung kann man an den Rohren abkoppeln, es gibt Pufferrohre, die reichen eigentlich gegen Klopfgeräusche.
Das ist der entscheidende Tipp! Vielen Dank! Ansonsten versuche doch mit Headset zu arbeiten
Nee nee, meinem Studio-Kondensatormikro werde ich nicht untreu. Fenderizer: Hast Du schon an die Möglichkeit einer - evtl. elektrisch betriebenen - Fußbodenheizung gedacht?
Wie Du bereits richtig erkannt hast, befürchte ich nicht zu erfrieren. Durch die RiR-Konstruktion samt Noppenschaum gehen gut 25 cm verloren. Zudem muss der Heizkörper sporadisch zugänglich sein, so z. B. zum Ablesen des Verbrauchs. Die RiR-Konstruktion soweit zu verkleinern, dass dies möglich ist, würde das Studio zu klein machen. Immerhin sollen bis zu drei Personen darin Platz finden, ohne Platzangst zu bekommen. Dave: Womit wir dann schon gleich wieder auf einem ganz anderen Budgetlevel sind...
Jepp. Da das Heizkörper-Problem nicht einkalkuliert war, hätte mein Geldbeutel nichts dagegen, wenn es sich möglichst kostengünstig aus der Welt schaffen lässt. Meine Idee war es, das Rohr soweit zu verlängern und dabei gleich zu entkoppeln, dass sich der Heizkörper innerhalb der RiR-Konstruktion befindet. Da ich keine Ahnung habe, wie schwer so ein Heizkörper (ca. 50 x 80 cm) ist, komme ich wohl um zusätzliches Befestigungsmaterial nicht herum. Die Arbeiten soll ein Fachmann ausüben. Da diese keine Ahnung von Akustik und Schallausbreitung haben, wollte ich hier nach einer Lösung suchen, bevor man mir eine superteure Spezialkonstruktion aufschwätzt. Ich scheine sie gefunden zu haben. Vielen Dank! Zum Jahreswechsel soll der Umzug vom Keller in die Wohnung abgeschlossen sein. Sofern eine andere Lösung des Problems herangezogen wird, werde ich hier natürlich darüber berichten. Könnte ja auch andere Leute interessieren. Micha
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
Calliya
|
Verfasst: 06.12.2004 04:53 |
|
 |
| gerade frisch dabei |
Registriert: 06.12.2004 04:34 Beiträge: 7 Wohnort: Münchner Osten
|
|
Hallo Michael Also mein Dad is auch Musiker und der hat es so eingerichtet das er die Fenster mit dicken Schaumstoffmaten zugeklebt ht, die decke ebenfalls und fls du unten Nachbarn hast gibts dann noch extra schalldämmede Fussbäden ich weiss das klingt recht kompliziert aber ohne das wirds nicht richtig gehen lg Calliya
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
Manuela
|
Verfasst: 26.03.2005 11:56 |
|
 |
| Meister der Töne |
 |
Registriert: 05.01.2005 15:49 Beiträge: 2217 Wohnort: FOH
|
|
wir haben das so gelöst: der Heizkörper sitzt zusammen mit dem Wärmetauscher des Klimageräts in einem isolierten Luftkasten, von da wird temperierte Luft zum Aufnahmeraum geführt (Ventilator groß mit kleiner Drehzahl), der Lufteintritt ist groß bemessen und nochmals mit dünnem Schaumstoff abgedeckt um jedes Geräusch zu ersticken. Funktioniert tadellos. Frische Luft mit Idealtemperatur halte icch für oberwichtig.
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
Seite 1 von 1
|
[ 10 Beiträge ] |
|
Wer ist online? |
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste |
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
Gitarre lernen
|
|