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Die Stille
Es ist als wär die Welt versunken, tiefer noch, als jedes Meer, die Gedanken sind ertrunken, und ich wünsche mir so sehr, daß ein Wort verlässt die Stille, ein Gedanke den man hört, nur ein Ton, ein fester Wille, der den Frieden nicht zerstört, der mir zeigt, da ist noch wer, ein Mensch, der mir was sagen will, allzulange ist es her, seitdem ist hier nun alles still.
Die Stille ist ein Meer von Schweigen, so als wär die Welt schon tot, sie ist gekommen um zu zeigen, jenes End von Glück und Not, sie ist das Gegenteil vom Leben, und der schlimmste Augenblick, sie ist gedankenloses Schweben, manchmal auch ein tiefer Blick, sie ist geduldig und verschwiegen, und sie ist ein denk an mich, sie kann den Lauf der Zeit verbiegen und folgt auch dem "ich liebe dich".
Sie kommt so oft, wenn alle gehen und breitet ihre Flügel aus, man glaubt die Uhren würden stehen und niemand lebt im ganzen Haus, sie will dir Angst und Kummer machen, so versuchst du was zu hören, sie fürchtet aber jedes Lachen, und jedes Wort kann sie zerstören, ein Click wenn nur das Licht angeht, ein Hund, der an der Türe bellt, der Klang des Windes, wenn er weht, und eine Hülle, wenn sie fällt,
die Stille will dich einfach fangen, wenn die Sonne untergeht, wenn alle Freunde sind gegangen, und niemand vor der Türe steht, dann ist sie da und macht sich breit, so wie ein Netz, daß dich bedeckt, ein Spiegel der Vergangenheit, der alte Dinge wieder weckt, der schonungslos dir zeigen will, daß alle Worte hier nur stören, er macht dich stumm und ist es still, dann kannst du die Gedanken hören!
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