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BeitragVerfasst: 05.09.2004 13:53 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 30.07.2003 01:30
Beiträge: 643
Wohnort: Radewege
Hi, kennt jemand ein paar gute Mond-Gedichte aus denen ich eine Inspiration zu einer Sinfonischen Dichtung nehmen kann ?
Also gute, vielleicht etwas traurige Gedichte. kennt jemand welche ?

Ich möchte eine richtig schöne, wie gesagt auch vielleicht traurige Sinfonische Dichtung über den Mond schreiben dafür wäre ein Klassisches Gedicht als Inspirationsvorlage wie geschaffen Smile

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Man kann nicht lernen Ideen zu haben, aber man kann lernen sie richtig umzusetzen!


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BeitragVerfasst: 05.09.2004 16:34 
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Semi-professional

Registriert: 26.12.2002 19:19
Beiträge: 308
Wohnort: im Weserbergland/Solling und in Braunschweig
Hi Florian,

ich hätte da eins. Und zwar heißt es "Die Welt die monden ist" und stammt von Rainer Maria Rilke.

Vergiss, vergiss,
und lass uns jetzt nur dies erleben,
wie die Sterne durch geklärten Nachthimmel dringen,
wie der Mond die Gärten voll übersteigt.

Wir fühlten längst schon,
wies spiegelnder wird im Dunkeln;
wie ein Schein entsteht,
ein weißer Schatten in dem Glanz der Dunkelheit.

Nun aber lass uns ganz hinübertreten
in die Welt hinein
die monden ist


Das Gedicht wurde übrigens auch schon mal vertont. Ich weiß nicht, aber sagt dir vielleicht "Das Rilke Projekt" etwas? Und zwar haben dort zwei Künstler (Schönherz & Fleer) Gedichte von Rilke musikalisch umgesetzt und die Texte von Musikern und Schauspielern (zB Xavier Naidoo, Mario Adorf, Peter Ustinov uvm.) sprechen lassen.
"Die Welt die monden ist" wurde übrigens von Nina Hagen gesprochen, wenn du willst, kannst du es dir hier mal anhören.

Ein wunderschönes Gedicht und eine gelunge Umsetzung, wie ich finde.
Vielleicht kannst du damit ja was anfangen?!

Viele Grüße,
Verena

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"Hey, if it were a violine, it'd have 'V holes' in it!"


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BeitragVerfasst: 05.09.2004 17:44 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 30.07.2003 01:30
Beiträge: 643
Wohnort: Radewege
Wirklich ein sehr schönes gedicht aber wenn es schon vertont ist ist der Reiz etwas bisher unvertontes zu vertonen weg, kennst du noch andere in diesem Stile die aber eher die Mondnacht selbst beschreiben ?
Also wo der Autor die Mondlandschaft mehr ins detail beschreibt...
Sowas in der art wäre nahezu perfekt.

Florian

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BeitragVerfasst: 05.09.2004 18:46 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 14.04.2004 18:04
Beiträge: 529
Wohnort: Freiburg
Also etwas unvertontes zu diesem Thema zu finden, stelle ich mir schwer vor... Wenn du die Vertonungen deinee Vorgänger nicht kennst, ist's doch ok so was zu nehmen. Für mich ist das immer nur schwierig, wenn man da schon was im Ohr hat. Ich glaube es würde z.B. keiner so schnell wieder daher kommen und den Erlkönig zu vertonen (außer der Schubertfassung und vielen anderen finde ich die von Carl Loewe sehr gelungen).

Hier nun ein paar Vorschläge von mir:


Die Nachtblume - von Joseph Freiherr von Eichendorff

Nacht ist wie ein stilles Meer,
Lust und Leid und Liebesklagen
Kommen so verworren her
In dem linden Wellenschlagen.

Wünsche wie die Wolken sind,
Schiffen durch die stillen Räume,
Wer erkennt im lauen Wind,
Ob‘s Gedanken oder Träume? -

Schließ ich nun auch Herz und Mund,
Die so gern den Sternen klagen:
Leise doch im Herzensgrund
Bleibt das linde Wellenschlagen.



Der Abend - von Joseph von Eichendorff


Schweigt der Menschen laute Lust:
Rauscht die Erde wie in Träumen
Wunderbar mit allen Bäumen,
Was dem Herzen kaum bewußt,
Alte Zeiten, linde Trauer,
Und es schweifen leise Schauer
Wetterleuchtend durch die Brust.



Mondnacht - von Joseph von Eichendorff


Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.



Die Nacht - von Joseph von Eichendorff


Wie schön, hier zu verträumen
Die Nacht im stillen Wald,
Wenn in den dunklen Bäumen
Das alte Märchen hallt.

Die Berg im Mondesschimmer
Wie in Gedanken stehn,
Und durch verworrne Trümmer
Die Quellen klagend gehn.

Denn müd ging auf den Matten
Die Schönheit nun zur Ruh,
Es deckt mit kühlen Schatten
Die Nacht das Liebchen zu.

Das ist das irre Klagen
In stiller Waldespracht,
Die Nachtigallen schlagen
Von ihr die ganze Nacht.

Die Stern gehn auf und nieder -
Wann kommst du, Morgenwind,
Und hebst die Schatten wieder
Von dem verträumten Kind?

Schon rührt sichs in den Bäumen,
Die Lerche weckt sie bald -
So will ich treu verträumen
Die Nacht im stillen Wald.



Der Morgen - von Joseph von Eichendorff


Fliegt der erste Morgenstrahl
Durch das stille Nebeltal,
Rauscht erwachend Wald und Hügel :
Wer da fliegen kann, nimmt Flügel !

Und sein Hütlein in die Luft
Wirft der Mensch vor Lust und ruft :
Hat Gesang doch auch noch Schwingen,
Nun, so will ich fröhlich singen !

Hinaus, o Mensch, weit in die Welt,
Bangt dir das Herz in krankem Mut ;
Nichts ist so trüb in Nacht gestellt,
Der Morgen leicht machts wieder gut.


Liebe Grüße - Daniel


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BeitragVerfasst: 05.09.2004 20:52 
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Registriert: 16.08.2004 11:25
Beiträge: 225
Wohnort: Detmold NRW
Oha, da hat aber jemand einen Fabel für Romantik.
Das beste hast du ja schon genannt ( Mondnacht -Eichendorff)
Dieses Hier ist auch echt gut.

Um Mitternacht

Gelassen stieg die Nacht ans Land,
Lehnt träumend an der Berge Wand,
Ihr Auge sieht die goldne Waage nun
Der Zeit in gleichen Schalen stille ruhn;
Und kecker rauschen die Quellen hervor,
Sie singen der Mutter, der Nacht, ins Ohr
Vom Tage,
Vom heute gewesenen Tage.

Das uralt alte Schlummerlied,
Sie achtet's nicht, sie ist es müd;
Ihr klingt des Himmels Bläue süßer noch,
Der flücht'gen Stunden gleichgeschwungnes Joch.
Doch immer behalten die Quellen das Wort.
Es singen die Wasser im Schlafe noch fort
Vom Tage,
Vom heute gewesenen Tage.

(Eduard Mörike)


Was ist mit einem Wechsel?
Zuerst ist nur die Nacht da, und dann kommt der Tag langsam.....
diese Entwicklung kann man musikalisch sehr schön umsetzen.
Als Gedicht ist "der Morgen" von Eichendorff sehr gut oder aber dieses Gedicht, ebenfalls von Eduard Mörike:

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.


Gruß
Johannes

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Es ist eine Kunst auch die "schlechten", zyklischen Phasenabschnitte in die Planung mit einzubringen und zu meistern.


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BeitragVerfasst: 05.09.2004 21:36 
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Amtlich unterwegs

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Beiträge: 643
Wohnort: Radewege
VIELEN DANK!

Mondnacht hat ein Komponistenkollege von mir bereits vertont habe das Stück aber zum Glück überhaupt nicht mehr im Kopf drin, dennoch werde ich "Die Nacht" von Joseph Freiherr von Eichendorf nehmen da es charakterlich sehr gut zu meinem Stil passt Smile

Vielen dank nochmal, falls ihr noch welche findet, immer rein damit, ich hab zur Zeit ne sehr Kreative Phase *gg*

Florian

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BeitragVerfasst: 05.09.2004 23:40 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 30.07.2003 01:30
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Wohnort: Radewege
So ich habe mein Konzertplan doch nochmals durchdacht und umgeändert nun werde ich die beiden Gedichte "Die Nacht" und "Der Morgen", die sich gar nicht mal so unähnlich sind zusammenfügen und ein ca. 10-15minütiges Romantisch tragendes Konzertstück daraus schreiben.

Natürlich wird das Stück auch Nachts entstehen, wäre ja dumm über die Nacht zu schreiben wenn man dies am tage tut wo die Inspirationen doch draußen herumirren Smile

Viele Grüße
Florian

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BeitragVerfasst: 06.09.2004 09:47 
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Amtlich unterwegs

Registriert: 14.04.2004 18:04
Beiträge: 529
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Hanson hat geschrieben:Oha, da hat aber jemand einen Fabel für Romantik.
Das beste hast du ja schon genannt ( Mondnacht -Eichendorff)
Dieses Hier ist auch echt gut.


Yep, ich muss sagen ich hab nen Narren an klassische und romantische Gedichte gefressen. Smile

Mörikes "Septembermorgen" kannt ich noch nicht. Vielen Dank!

Und Dir viel Glück, Florian.

Gruß,
Daniel


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BeitragVerfasst: 06.09.2004 10:13 
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Amtlich unterwegs

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Beiträge: 643
Wohnort: Radewege
Vielen Dank Daniel,

ich werde mein bestes Geben um eim schönes Romantisch-Tragisches Stück zu schreiben, das Hauptthema schwirrt mir schon im Kopf herum,

das Schwierige am Komponieren finde ich meistens ist die gestaltung des Beginns...

Florian

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BeitragVerfasst: 06.09.2004 11:50 
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Amtlich unterwegs

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Das leere Blatt kann richtig grausam sein....


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