cornio hat geschrieben:Gitarrenverstärker der mit Netzgerät DC 12V-24V versorgt werden soll und ca. 5W Leistung bringt, zudem OHNE RÖHREN auskommen soll! (sprich mit Transistorenschaltungen im IC). Auserdem sollen sich BASS,TONE,GAIN und natürlich Volumen regeln lassen.
Hmm ... mir fällt da spontan der Fender Frontman 15 ein, den ich selber besitze - ein 15 Watt Transistorübungverstärker. Hat zwar ein eingebautes Netzteil, läuft intern aber mit ca. 24V (diese allerdings symmetrisch).
Einen PDF-Schaltplan von dem Gerät gibt es
direkt beim Hersteller (klick)cornio hat geschrieben:1.Wenn ich den Verstärker bauen möchte muss ich ja vorstufe und endstufe combinieren oder?
Dazu zwingt Dich keiner. Du kannst Vor- und Endstufe auch in separate Gehäuse bauen oder auch nur eine Vorstufe selbst basteln und eine gekaufte Endstufe dahinter hängen.
cornio hat geschrieben:2.kann mir irgendeiner erklären wie das Input mit der masse zusammen hängt und für was ich masse allgemein brauche?
Oops ... so viel Elektronik-Grundkenntnisse sollte man IMHO aber schon haben, bevor man sich nach Schaltplänen umguckt und selber basteln will. Das Signal besteht i.d.R. aus einer (Wechsel-)Spannung. Eine elektrische Spannung ist immer ein Unterschied im elektr. Potential zwischen zwei Punkten, z.B. der signalführenden Ader und der Masse bzw. Abschirmung. Ohne Masse keine Spannung, ergo kein Signal.
cornio hat geschrieben:3.Was gibt es den für IC`s die gebrauchen könnte?
das einfachste wäre wohl, wenn Du die Verstärkerstufen in der Vorstufe mit Operations-Verstärkern (OP-Amps) ausführst. Audiophile
Graswachsenhörer würden bei dieser Gelegenheit wohl wieder die Vorzüge diskreter (d.h. mit einzelnen Transistoren aufgebauter) Class-A-Schaltungen anpreisen, aber so etwas ist noch 'ne ganze Ecke komplizierter als mit OP-Amps.
In dem o.g. Fender Frontman kommen in der Vorstufe auch ausschließlich OP-Amps zum Einsatz, namentlich 4560 und TL-072. Diese Typen beinhalten je zwei gleichartige OP-Amps in einem IC-Gehäuse. Der TL-074 ist quasi ein doppelter TL-072, enthält also 4 OP-Amps.
Zur Funktionsweise und Außenbeschaltung von OP-Amps siehe z.B.
Wikipedia (klick) oder das
Elektronik-Kompendium (klick).
Zu Aufbau und Wikungsweise der Klangregelung gibt es auch ein nettes Spielzeug, den
Duncan Tone Stack Calculator (klick) - eine kostenlose Software, bei der man die gängigsten Klangregelungen (Fender, Marshall) als Vorgabe hat, hier aber Bauteile bzw. Bauteilwerte frei verändern und sich die Auswirkung z.B. auf den Frequenzgang grafisch darstellen lassen kann.
Gruß -
der Fenderizer