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Das Forum für Musiker und Musikschaffende |
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Nachricht |
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anische
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Verfasst: 02.08.2002 14:48 |
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| gerade frisch dabei |
Registriert: 12.07.2002 16:19 Beiträge: 5 Wohnort: Frankreich
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Hi Leutz!
Hätte da mal ne eher allgemeine Frage. Ich spiele jetzt schon ziemlich lange Orgel und hab auch ne Zeit lang Klavier gespielt. Hatte jetzt zwar so drei Jahre ausgesetzt, aber mit etwas Übung geht das alles wieder. Eines, was mir allerdings immer schon "Probleme" bereitet hat war Noten lesen. Versteht mich jetzt nicht falsch, ich kann Noten lesen, schließlich spiel ich ja schon ne Zeit lang, aber ich spiele nicht so gerne nach Noten, also ich meine dieses klassische aufs Blatt gucken und Tasten drücken. Für mich war es immer schon einfacher nach Gehört zu spielen. Daher hat mir mein Orgellehrer auch später die Stücke nicht gleich vorgespielt, weil ich sie ihm halbwegs perfekt nachgespielt hab, sobald ich sie einmal gehört hatte. Habt ihr da irgendeinen Trick, wie ihr nach Noten spielen könnt? Oder spielt ihr auch eher nach Gehör? Iss vielleicht auch ein bisschen Faulheit von mir, weil es für mich zumindest am Anfang mühsamer ist mir ein Stück zusammen zu klabüstern als es einmal anzuhören und nach zu spielen.
Für jeden Tipp bin ich dankbar. Schon mal Merci im Vorraus.
Bye eure anische
_________________ Träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume!
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Marie
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Verfasst: 02.08.2002 21:18 |
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| Amtlich unterwegs |
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Registriert: 23.02.2002 17:27 Beiträge: 647 Wohnort: Mannheim
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Setz dich mal mit Copeland (hier im MF registrierte Userin) in Verbindung, die unterrichtet speziell solche Schüler, wie du es bist. Wir hatten das Thema schon mal, Matthias wird dir bestimmt sagen wo, gell 
_________________ http://www.violinduo.de Gib maln a, kriegst gleich wieder
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anne-sophie
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Verfasst: 07.08.2002 20:05 |
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| Trusted Junior |
Registriert: 30.01.2001 11:33 Beiträge: 180 Wohnort: in Niedersachsen
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Ich gehör(t)e auch eher zu der Sorte..! Du musst einfach anfangen und ganz leichte Stücke vom Blatt spielen,dann etwas schwerere usw. ,das jeden Tag ein bischen und irgendwann geht es auf einmal viel besser. "Übung macht den Meister"..
Tja,ist nu wohl leider so..!
Bei mir zumindest hat es so funktioniert. Du musst dich einfach mal zwingen und dich ransetzten!
A-S
_________________ I´m a dreamer. I´m one who sleeps away reality.*
*(But what is reality?)
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siegbert
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Verfasst: 25.08.2002 23:41 |
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| Anfänger |
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Registriert: 14.12.2001 15:34 Beiträge: 42 Wohnort: Stuttgart
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Ich benötige auch immer etwas Zeit um mir ein Stück zu erarbeiten und sehe das Blatt eher als eine Stütze sowie für den ersten Kontakt, gleich dem Manuskript eines Schauspielers, der den Text am Ende auswendig beherrscht.
_________________ Dr. Siegbert Rühl
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albert
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Verfasst: 26.08.2002 10:24 |
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| Moderator |
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Registriert: 28.10.2000 15:53 Beiträge: 577 Wohnort: Wieselburg (Niederösterreich)
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Für mich war (ist) es immer ein Abenteuer und ungeheuer aufregend, ein Musikstück beim ersten Mal möglichst in einem Zug durchzuspielen. Das erfordert zwar höchste Konzentration, ist aber sehr befriedigend.
Klar. Das Musikstück darf die eigenen technischen Fähigkeiten nicht übersteigen. Da muss ich natürlich passen. Oder das Notenbild ist so kompliziert, dass es in dem Tempo nicht mehr überschau- und umsetzbar ist.
Oft habe ich bei Violinsonaten von Mozart oder Bach oder Triosonaten von Haydn aus dem Stegreif den Klavierpart gespielt, im Orchester bei der Neueinstudierung und beim ersten Durchspielen einer Symphonie oder eines Konzertes meine Bratschenstimme halsbrecherisch (wie bei der Formel 1) vom Blatt gespielt, als Chorsänger (Bass) bei Bachs "Matthäuspassion" und anderen Passionen und Oratorien "prima vista" alle melismatischen Marathonläufe und ungewöhnlichen Intervallsprünge möglichst fehlerfrei zu treffen versucht - frage nicht, wie hoch mein Blutdruck dabei war.
Besonders gerne pflege ich das Continuospiel in Barockwerken, wobei ich nicht eine ausgeschriebene Cembalo- oder Orgelstimme meine. Es muss auch eine bezifferte Bassstimme genügen, um die Akkorde aus dem Stegreif zu spielen: das ist spannend.
Natürlich - denke ich zumindest - muss man mit der jeweiligen Musiksprache - spiel- und singtechnisch - so sehr vertraut sein (Melodieführung, Akkordverbindungen etc.), dass ein kurzes und flüchtiges Erfassen des Notenbildes in Verbindung mit den eigenen (gespeicherten) Erfahrungen sofort umgesetzt werden kann. Fehlerfrei geht das nicht: Mal da oder dort wie beim Slalom ein Tor ausgelassen oder mit dem Auto den Gartenzaun gestreift...
Demnach ist Musik des 20. und 21. Jahrhunderts nicht so ohne weiteres vom Blatt zu spielen. Selbstverständlich auch nicht Werke, deren technische Anforderungen zu hoch sind.
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Vodjara
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Verfasst: 12.10.2002 11:14 |
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| Anfänger |
Registriert: 06.10.2002 13:56 Beiträge: 43 Wohnort: Raum Koblenz
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Hallo zusammen, ich bin neu hier und wollte mich kurz vorstellen; Ähnlich wie "anische" habe auch ich als Jugendlicher, Orgel gespielt (el. Orgel). Wie wohl bei vielen anderen auch, hat man sich als junger Erwachsener für andere Dinge interessiert, sodass das musizieren komplett in den Hintergrund getreten war, bzw. komplett nachgelassen hat. Jetzt mit 30 J. hat es mich wieder "voll gepackt" und ich habe irgendwie das Bedürfniss, viel nachholen zu müssen. Also habe ich mir eine Orgel gekauft (5 Okt. 30 Tasten Vollpedal usw.) um wieder voll loszulegen. 10 Jahre (Musik)-Abstinenz (ist das richtig geschrieben) zeigen einem jedoch sehr schnell, dass früher erworbene Kenntnisse/Fähigkeiten nicht auf Knopfdruck abrufbar sind. Da ich gerne die D-Ausbildung machen möchte, habe ich mir noch zusätzlich ein E-Piano zugelegt (ROLAND RD 700) und nehme erst einmal Klavierunterricht. Da ich ebenf. früher überwiegend "nach Gehör" spielte fällt es mir natürlich um so schwerer "Nach Noten" zu spielen. Auch ich habe nach möglichen "Tricks" gesucht diese Fähigkeit so schnell wie möglich zu erlernen. Jedoch bleibt einem das "Üben" nicht erspart. Es kostet viel Geduld und Selbstdisziplin. Wichtig ist (denke ich), dass man mit ganz leichten Stücken beginnt und versucht "durchzuspielen" ohne "hängenzubleiben" dafür sollte man selbstvertändlich ein sehr gringes Tempo wählen ! Man sollte wirklich sehr viel üben, um Routine zu bekommen. Nach einiger Zeit automatisiert sich dieser Vorgang. Erst nach und nach sollte man das Tempo steigern! Die wichtigsten Dinge dabei sind (für mich jedenfalls) SELBSTDISZIPLIN und MOTIVATION Ich habe im Internet eine sehr interessante Dissertation über das "Prima-Vista-Spiel" gefunden. In dem über 400-Seitigen Werk wird sehr ausführlich das Blattspiel, mit allem was dazu gehört, erklärt. Auch Übungen sind dabei. Das komplette Werk kann man als PDF-Datei runterladen. Hier die URL: http://www.Dissertation.de -->Musikwissenschaften Beste Grüße aus dem Raum Koblenz Vodjara
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copeland
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Verfasst: 13.10.2002 15:40 |
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| Anfänger |
Registriert: 14.09.2001 21:02 Beiträge: 35 Wohnort: köln
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Wichtig ist (denke ich), dass man mit ganz leichten Stücken beginnt und versucht "durchzuspielen" ohne "hängenzubleiben" dafür sollte man selbstvertändlich ein sehr gringes Tempo wählen ! Man sollte wirklich sehr viel üben, um Routine zu bekommen. Nach einiger Zeit automatisiert sich dieser Vorgang. Erst nach und nach sollte man das Tempo steigern! Die wichtigsten Dinge dabei sind (für mich jedenfalls) SELBSTDISZIPLIN und MOTIVATION
Ich habe im Internet eine sehr interessante Dissertation über das "Prima-Vista-Spiel" gefunden. In dem über 400-Seitigen Werk wird sehr ausführlich das Blattspiel, mit allem was dazu gehört, erklärt. Auch Übungen sind dabei. Das komplette Werk kann man als PDF-Datei runterladen. Hier die URL:
Hallo Vodjara,
Egal ob es dir um das Prima-Vista-Spiel, oder erst mal um die Grundfähigkeit des Noten lesen geht: In jedem Fall, wie du sagst, ist Tempowahl das Wichtigste. Am Anfang können die Stücke gar nicht leicht und langsam genung sein. Ganz wichtig ist die Unterscheidung zwischen an einem Stück arbeiten oder Vom-Blatt-Spiel. Sieh das Vom-Blatt spielen nicht so sehr als Üben an sondern sei neugierig auf neue Stücke. Hol dir aus der Bücherei dicke Notenbände, möglichst Sachen die du nicht kennst. Das können auch unbekannte klavierschulen sein, und fang an zu spielen. Spiel ein Stück nie mehr als 3-4 mal hintereinander und hab Spass dabei.
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Vodjara
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Verfasst: 14.10.2002 21:12 |
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| Anfänger |
Registriert: 06.10.2002 13:56 Beiträge: 43 Wohnort: Raum Koblenz
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Hallo Copeland, so ähnlich mache ich es z.Zt. Habe mich erstmal mit Notenmaterial eingedeckt (überwiegend Klavierschulen für Anfänger) und arbeite mich langsam vor... Es kostet mich viel Geduld, da ich immer wieder Gefahr laufe, die Noten nicht zu "lesen" sondern zu "erraten". Als ehem. Gehörspieler sind bei mir die Finger natürlich immer schneller als die Umsetzung NACHDEM man die Noten wirklich "gelesen" hat und dann umsetzt. Ist es wirklich empfehlenswert erst immer nur mit einer Hand zu spielen und später erst beidhändig ? Wie im "Klavier spielen" von "Chuang C. Chang" --> http://www.schulseiten.de/fopp-de/index.html beschrieben ist. Mir fällt es schwer, 2 Notenzeilen gleichzeitig zu lesen. Naja, vermutlich liegt es einfach daran, dass ich ja erst vor kurzem mit dem Vom-Blatt-Spiel begonnen habe. Ich habe es mir aber fest vorgenommen und bin gespannt, wie weit ich damit komme... Vodjara
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copeland
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Verfasst: 15.10.2002 13:59 |
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| Anfänger |
Registriert: 14.09.2001 21:02 Beiträge: 35 Wohnort: köln
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Hi Vodjara,
Ich würde nicht ausschliesslich mit jeder Hand alleine spielen. Die Augen und dein Gehirn müssen eben auch lernen beide Systeme gleichzeitig zu erfassen. Das würde ich nur mit sehr leichten Stücken, oder zuerst nur mit kleinen Abschnitten (1 Takt z.B) ausprobieren. Ich weiss nicht ganz was du mit "erraten" der Töne meinst. Wenn Du beim Blattspiel nach den Tönabst#nden richtest ist das eigentlich genau richtig. Tipp: wenns dir drum geht die Noten lesen , also nur benennen zu können, dann mach hierfür reine Leseübungen, ohne zu spielen. Beim Spielen kommt es nur darauf an, dass du weisst wo die Töne auf deinem Instrument zu finden sind. Trenne unbedingt beide Übungen voneinander, damit du beim spielen nicht überlegst wie die Töne heissen, das behindert dich nur.
Ich glaube dein Weg ist schon der richtige und du wirst sicher Erfolg damit haben. Verlier nicht die Geduld.
lg copeland
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perfectmosi
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Verfasst: 27.10.2002 22:56 |
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| gerade frisch dabei |
Registriert: 13.09.2002 13:09 Beiträge: 5 Wohnort: Wismar
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Hallo,
ich bin neu hier, aber das Thema Blattspiel ist ein großes Problem für mich, das ich gern bis zum Studium (Kirchenmusik) in einem Jahr gelöst haben möchte. Jeder sagt immer, dass ich "alles mögliche" spielen müsste, aber das ist mir ein bisschen zu vage. Könnt ihr vielleicht einfach mal versuchen mir zu erklären, wie ich da genau herangehen soll? Ganz genau im Detail usw. Vielen Dank, perfectmosi!
_________________ See you...!
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