Unterschied zw. Filter und Equalizer - Thema anzeigen

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 Betreff des Beitrags: Unterschied zw. Filter und Equalizer
BeitragVerfasst: 08.10.2009 02:57 
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Kistenschlepper

Registriert: 03.07.2009 16:07
Beiträge: 84
Hallo Leute,

letztens habe ich einen Song in Cubase SX produziert.Darin hatte ich einen Pianopart.Dem Piano fügte ich folgende Effekte hinzu:

-Q-Filter
-Multiband Kompressor
-Equalizer

Die Sache ist jetzt:

Egal welchen dieser Effekte ich ausschalte.Das Piano klingt nicht so klar,laut und deutlich und auch kein Effekt lässt sich mit den anderen ersetzen.

Da jeder dieser Effekte unterschiedlich auf den Pianoklang einwirkt,müssen die Effekte ja auch verschiedene Funktionen haben.
Der Kompressor ist klar,der verdichtet das Signal (Kompression) und zieht es dann hoch,dass es lauter wird.

Aber:Der EQ ist doch auch ein Filter,bei dem man,genau wie im Q-Filter,auch gewisse Frequenzbereiche hervorheben und senken kann,aber was ist der genaue Unterschied zw. den beiden Effekten?

Danke schonmal im Voraus für eine Antwort.

Grüße


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BeitragVerfasst: 08.10.2009 08:26 
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Profi-Mucker
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Registriert: 13.07.2007 09:17
Beiträge: 1800
Wohnort: Wien
EQ = Filter zwinkernd
Du darfst nicht vergessen, dass jeder EQ anders klingt, ausserdem wirkt sich auch die Filtergüte (Q-Faktor) auf den Klang aus^^

Egal welchen dieser Effekte ich ausschalte.Das Piano klingt nicht so klar,laut und deutlich und auch kein Effekt lässt sich mit den anderen ersetzen.

Und mit all diesen Effekten schon? Also bist du mit dem Klang zufrieden?

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BeitragVerfasst: 08.10.2009 12:00 
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Kistenschlepper

Registriert: 03.07.2009 16:07
Beiträge: 84
Hallo Muebli,

ich hatte ja geschrieben,dass ein EQ ein Filter ist,aber wenn du sagst,dass diese Filter verschieden klingen,dann weiß ich denke ich,warum ich keinen dieser Filter mit einen der anderen ersetzen kann, obwohl doch im Endeffekt ein Filter die gleich Aufgabe hat,nämlich ein gewünschten Frequenzbereich auszulöschen und nur bestimmte Frequenzen passieren zu lassen oder?
Ich bin mit dem Klang zufrieden,aber erst,wenn beide Filter,sprich,Q-Filter und EQ und aber auch der Multiband-Kompressor angeschaltet sind,obwohl ich den Kompressor,den EQ und den Q-Filter ungefähr gleich eingestellt habe,d.h. tiefe Frequenzen (bis 1 Khz) ca. auf -1db,mittlere (1-10 Khz) auf +3db und hohe (20Khz) auf ca. -1db.Schalte ich aber einen dieser Effekte aus und versuche an einem der anderen,die Mitten etwas hochzudrehen und evtl.auch noch die Tiefen und Höhen ein wenig,dann erreiche ich längst nicht den Klang,den ich mit allen bei ungefähr gleicher Einstellung erreiche,zumal man es mit der Verstärkung ja auch nicht übertreiben sollte,da ein Instrument sonst schnell mal kratzt und clippt,der Filter wirkt also überfordert.Also einen Filter mehr rein und man hat nen schönen, klaren Klang bei maximal 3db oder 4db Verstärkung (höchste Amplitude der Frequenz im gesamten Frequenzbereich des Filters).


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BeitragVerfasst: 08.10.2009 12:27 
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Profi-Mucker
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Registriert: 13.07.2007 09:17
Beiträge: 1800
Wohnort: Wien
Naja, wenn du zufrieden bist, is doch gut zwinkernd

Hmja, es ist so, dass man bei Produktionen alle möglichen EQs (Hard- oder Software) ausprobiert und den, der am besten klingt (z.b. mit der Leadstimme oder Drums, was auch immer), nimmt man. Ist bei Kompressoren das gleiche, eigentlich bei allen Komponenten, wenn man's genau nimmt Smile

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BeitragVerfasst: 08.10.2009 12:39 
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Kistenschlepper

Registriert: 03.07.2009 16:07
Beiträge: 84
Hiho,

heißt das also,dass sich mehrere Filter,z.B. der Q-Filter und ein EQ trotzdem gut ergänzen können,weil es ohne den anderen nicht gut geht und weil sie gegebenenfalls auch verschieden klingen?

Grüße


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BeitragVerfasst: 08.10.2009 12:52 
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Profi-Mucker
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Registriert: 13.07.2007 09:17
Beiträge: 1800
Wohnort: Wien
Ja, z.b. kann man EQ- Plugins verwenden, da dort meist extremere Einstellungen möglich sind (Q-Faktor, vollparametrische EQs) um präzise arbeiten, Störfrequenzen entfernen zu können und zur Klangestaltung verwendet man dann einen hochwertigen EQ (Emulation oder Hardware), um den Sound zu verfeinern. Läuft im Endeffekt wieder auf die einzige Regel hinaus, die in der Produktion gilt: was gut klingt, ist gut, wie man da hingelangt, ist egal. Smile

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BeitragVerfasst: 08.10.2009 13:17 
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Kistenschlepper

Registriert: 03.07.2009 16:07
Beiträge: 84
Ok,dank dir erstmal.Ich habe übrigens mal probiert,den EQ durch einen weiteren Q-Filter zu ersetzen.Das funzt auch ganz gut,aber zuviele Q-Filter,die man gleich einstellt sind auch nicht gut,da dann das Signal wieder kratzt.Es ist wahrscheinlich besser den EQ und den Q-Filter zu benutzen,da 2 Q-Filter zu mehr CPU-Auslastung führen.Allerdings klingt der Q-Filter ziemlich klar und sauber.

Naja,wie du sagst,man muss die passenden Einstellungen finden und zum Schluss ist es egal,wie man zum Sound gelangt,hauptsache man kommt hin.Aber ich will immer Sachen hinterfragen um mich auch besser damit auszukennen.

Grüße


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BeitragVerfasst: 08.10.2009 13:22 
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Profi-Mucker
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Registriert: 13.07.2007 09:17
Beiträge: 1800
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Stefan287 hat geschrieben:...,aber zuviele Q-Filter,die man gleich einstellt sind auch nicht gut,da dann das Signal wieder kratzt.

Ich denke, dass du die Phasenverschiebungen hörst (die sich nacheinander aufsummieren), die jeder EQ verursacht (ausser lineare EQs). zwinkernd

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BeitragVerfasst: 08.10.2009 13:55 
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Kistenschlepper

Registriert: 03.07.2009 16:07
Beiträge: 84
Kannst du Phasenverschiebungen vereinfacht erklären.Ich weiß nur dass da 2 Signale aufeinander liegen,die Periodenzeit der Signale die gleiche ist,aber nicht die Zeit der Nulldurchgänge.

Bedeutet Phasenverschiebung:Die erste Sinuskurve ist das Originalsignal und die 2. die des Effektes:Also so,dass der Effekt sich mit einer gewissen Verzögerung auf das Originalsignal setzt?

Kannst du mir den Unterschied zw. linearen und nichtlinearen EQ erklären?
Welche Vor-und Nachteile haben beide Arten von EQ?

Und noch was:Was genau sagt der Gütefaktor aus?
Wenn der Gütefaktor eines Filters bei 0 liegt,bedeutet das,dass er dann voll vertärkt oder wie ist dieser zu verstehen?

Danke im Voraus.
Grüße


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BeitragVerfasst: 08.10.2009 17:45 
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Groovesau
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Registriert: 07.07.2004 08:11
Beiträge: 3036
Wohnort: Bad Cannstatt
Ich meine, das kratzt dann nur, weil Du wahrscheinlich bei den zwei sich überschneidenden schmalbandigen Anhebungen dann schon über Vollaussteuerung kommst.
Stefan287 hat geschrieben:Bedeutet Phasenverschiebung:Die erste Sinuskurve ist das Originalsignal und die 2. die des Effektes:Also so,dass der Effekt sich mit einer gewissen Verzögerung auf das Originalsignal setzt?
Herkömmliche (also auch analoge) EQs beeinflussen i.d.R. die Phase der sie durchlaufenden Signale. Ich denke, Muebli meint phasenlineare EQs. Diese verändern die Phase der sie durchlaufenden Signale eben nicht(!). Das Original wird i.d.R. auch nicht in der von Dir beschriebenen Art zugemischt - außer Du legst den EQ-Out auf eine parallele Spur.
Stefan287 hat geschrieben:Was genau sagt der Gütefaktor aus? Wenn der Gütefaktor eines Filters bei 0 liegt,bedeutet das,dass er dann voll vertärkt oder wie ist dieser zu verstehen?
Nein. Der Gütefaktor bestimmt wie schmal- bzw. breitbandig der Filter in das (Klang-)Geschehen eingreift. Mit zunehmender Güte wird das Filterband immer schmäler. Probier' das doch 'mal bei Deinem Q-Filter aus ...

Gruß - der Fenderizer

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they're coming to take me away ... hahaa!
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