Unzufrieden mit Qualität des Mixdown. Was tun? - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 11.02.2010 18:26 
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Kistenschlepper

Registriert: 06.11.2008 15:50
Beiträge: 60
Ich arbeite neuerdings mit Cubase. Habe gestern mal einen Probe-Mixdown gemacht. Die Soundqualität der Projektdatei vor dem Mixdown hört sich über Lautsprecher gut an.
Sobald ich mir aber nach dem Mixdown die erstellte WAV Datei anhöre, klingt diese viel leiser als vorher die Projektdatei. Die Dynamik gefällt mir auch nicht. Viel zu wenig Druck.
Die Frage ist jetzt, wie ich das verbessern kann?
Habe früher nur analog recordet/abgemischt und konnte mit dem Aphex Aural Exciter (19 Zoll Gerät) beim Abmischen gute Ergebnisse erzielen.
Klar, den könnte ich mir noch ein 2. Mal als Plug In kaufen. Aber der Spaß kostet mal eben 400 Euro.
Meine Frage ist: gibt es eine möglichst günstige, wenn nicht kostenlose Möglichkeit, den Sound der zu erstellenden WAV- Datei entscheidend zu verbessern.
Welche Plug Ins sind am sinnvollsten/empfehlenswert? Gibt es evtl. eine brauchbare Freeware. Wenn nicht, mit welcher Software habt Ihr beim Abmischen die besten Erfahrungen gemacht?

Gruß
Jörg


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BeitragVerfasst: 11.02.2010 19:40 
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Welche Exporteinstellungen verwendest du denn? Normalerweise müsste das Ergebnis genauso klingen wie im Sequencer auch.

Ich arbeite auf der Summe u.a. gerne mit dem Sonnox Oxford Inflator (klick). Die native Version ist preislich auch noch zu vertreten.

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BeitragVerfasst: 11.02.2010 21:46 
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Semi-professional

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Also leiser kann sie nicht klingen, evtl leiser als produktionen von anderen Leuten!
Da hilft dann nur Mastering oder wenn man es nur lauter haben will ein Limiter oder den Waves Ultramaximizer L1+


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BeitragVerfasst: 11.02.2010 22:06 
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Profi-Mucker
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frauenarzt hat geschrieben:...Da hilft dann nur Mastering oder wenn man es nur lauter haben will ein Limiter oder den Waves Ultramaximizer L1+

Sorry frauenarzt (wollte ich früher auch mal werden zwinkernd ) - aber das ist totaler Senf den Du da von Dir gibst !!!

Ein MASTERING - sorgt schon für den korrekten RMS-Pegel, damit meine Produktion sich so "laut" anhört wie der Rest auf dem Markt - dient aber in keiner Weise dazu, schlechte und unausgereifte Produktionen zu retten.
Ein LIMITER - oder auch der L1 / L3 oder sonstige Maximizer - kann, vorausgesetzt man kann damit umgehen, für den ein oder anderen Zweck ganz sinnvoll sein - wird aber von den meisten Anfängern (leider auch von vielen Profis) falsch eingesetzt und führt meinst zu einem Dynamic-Kill und alles klingt noch flatter - oder es dröhnt.

Zum eigentlichen Problem: Wie Onkel A bereits richtig schrieb - es liegt an den Einstellungen / Exportfehlern...
Ein Audioexport findet rein auf digital berechnetem Wege statt. Da ist es auch vollkommen wurscht ob man eine schrottige Onboard-SK oder ein High-End-ASIO-Interface nutzt. Nur finde auch ich den generellen Sound beim Export nicht grade berauschend und verwende daher den Mixdown überhaupt nicht. Wenn man eine DSP-Lösung einsetzt, klingt der Mix auf der Karte immer wesentlich druckvoller als irgendwelche Renderings.

Beste Grüße
htp_big_M

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BeitragVerfasst: 11.02.2010 23:39 
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Kannst Du erklären, woran das liegen kann? Theoretisch müsste das Rendering doch 1:1 das ausgeben, was Du mischt. Allenfalls verändert die DSP-Karte das Ergebnis wiederum, oder?

Oder wo ist der Unterschied zwischen gutem und schlechtem Mixdown?

Normalerweise müsste ein re-importierter Mixdown (als wav-Datei mit gleicher Bitbreite und Auflösung) eine Null-Auslöschung mit der exportierten Summe ergeben.


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BeitragVerfasst: 12.02.2010 08:59 
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Kistenschlepper

Registriert: 06.11.2008 15:50
Beiträge: 60
Onkel Alex hat geschrieben:Welche Exporteinstellungen verwendest du denn? Normalerweise müsste das Ergebnis genauso klingen wie im Sequencer auch.

Ich arbeite auf der Summe u.a. gerne mit dem Sonnox Oxford Inflator (klick). Die native Version ist preislich auch noch zu vertreten.


Hallo Alex!

Du hast nach meinen Exporteinstellungen in Cubase SX3 gefragt.
Sie lauten folgendermaßen:
Dateityp: WAV
Kanäle: Stereo Interleaved
Auflösung: 16 Bit (habe auch 32-bit probiert, da ich auch mit 32-bit recorde, höre da aber keine Verbesserung).
Samplerrate: 44.100 Khz
Kodierung: PCM/Uncompressed Wave
Ausgänge: Stereo Out (Stereo)

Ich denke aber, dass es an den Exporteinstellungen nicht liegt.
Mich wundert nur, dass der Lautstärke-Unterschied zwischen dem Sequenzersignal und dem WAV-Ergebnis so unterschiedlich ist. Der Pegel der erstellten WAV-Datei ist wie die Aufnahme im Bereich o dB. Genauso, wie es sein sollte. Trotzdem fehlt der Druck und die Wärme.

Deswegen glaube ich, dass eher Dein Tipp mit dem Sonnox Oxford Inflator hinhaut. Der bietet ja laut Hersteller-Beschreibung folgendes: "erhöht die Lautstärke fast jedes möglichen Audiomaterials - erzeugt Wärme, Charakter und Excitement, ähnlich analoger Systeme." - ich denke, das ist das, was ich brauche.

Du schreibst, Du arbeitest mit diesem Plug-In. Auf welcher Basis funktioniert das Teil denn? Ähnlich wie der Aphex Aural Exciter? Jener hat den Vorteil, dass das Audiosignal im Pegel nicht erhöht wird, aber trotzdem die oben genannten Effekte (Wärme,Excitement usw.) erzielt.
Beim Inflator kann ich auf dem Beschreibungsbild des von Dir angegeben Links allerdings keine Einstellungsmöglichkeiten (z.B. Bass und Höhen) wie beim Aural Exciter erkennen, sondern nur die Funktionen "Effect" & "Curve. "Effect" ist wohl für die Verbesserung des Materials. Aber wofür ist "Curve"?
Und: Besteht beim Inflator nicht die Gefahr, dass er mein Audio-Material, dessen Summe im Bereich 0 dB anliegt, gnadenlos übersteuert? Oder arbeitet er ähnlich schonend wie der Aphex Aural Exciter?

Gruß Jörg:?


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BeitragVerfasst: 12.02.2010 12:10 
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Es gibt verschiedene Wege, wie das Teil funktioniert. Ich nutze es rein nativ also quasi als VST-PlugIn.
Ich habe das Teil mal auf ner Messe gehört, wo der Mitarbeiter der Firma allerdings auch nicht so ganz genau sagen konnte, was das Teil jetzt ganz genau macht.
Ich habe den Eindruck, es fügt Obertöne dazu vielleicht wird da auch ein wenig mit Phasenverschiebungen gearbeitet. Das Stereo verbreitert sich ein wenig.

Bei mir ist das ja auch nicht das einzige Tool auf der Summe.Normalerweise fahre ich den Inflator schon ein wenig ins leichte Clipping, setze danach aber def. noch nen Limiter. Davor hängt meistens auch noch ein EQ oder ein Multibandcompressor.

Deine Exporteinstellungen sind soweit okay. Von daher ist dein Exportergebnis schon seltsam. Hattest du nun eine DSP-Karte drin, wie von meinem Vorredner angesprochen? Oder verläuft das Rendering intern?

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BeitragVerfasst: 12.02.2010 14:35 
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Profi-Mucker
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Tommok hat geschrieben:Kannst Du erklären, woran das liegen kann? Theoretisch müsste das Rendering doch 1:1 das ausgeben, was Du mischt. Allenfalls verändert die DSP-Karte das Ergebnis wiederum, oder?...

Das liegt an den verwendeten Algorithmen der Plug-Ins. Ich verwende einen 96Kanal Mixer der auf den DSPs der Karten berechnet wird und route jeden Kanal im Cubase über einen eigenen Audiobus (64 Kanäle parallel) in den Mixer. Somit habe ich auch wesentlich mehr Headroom zur Verfügung und der Mix klingt einfach besser - bessere Signalortbarkeit, mehr Lautheit....

htp_big_M

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BeitragVerfasst: 12.02.2010 14:55 
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Kistenschlepper

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Onkel Alex hat geschrieben:Bei mir ist das ja auch nicht das einzige Tool auf der Summe.Normalerweise fahre ich den Inflator schon ein wenig ins leichte Clipping, setze danach aber def. noch nen Limiter. Davor hängt meistens auch noch ein EQ oder ein Multibandcompressor.

Deine Exporteinstellungen sind soweit okay. Von daher ist dein Exportergebnis schon seltsam. Hattest du nun eine DSP-Karte drin, wie von meinem Vorredner angesprochen? Oder verläuft das Rendering intern?


An Onkel Alex:

Also ich arbeite mit einer M-Audio Fasttrack 24-bit Soundkarte. Das Ding ist ganz neu. Ich weiß aber nicht, ob das eine DSP Karte ist. Und was Rendering ist, müsstest Du mir evtl. noch einmal erklären.

Und wenn dann zusätzlich zum Inflator noch evtl. ein Compressor oder Limiter gekauft werden muss, denn geht das sicher ziemlich ins Geld. Was für brauchbare aber nicht zu teure Plug-Ins gibt es denn da?

Das Problem ist, man kauft die Plug-Ins für teures Geld und weiß nachher nicht wirklich, was sie letztendlich bewirken.

Ich nehme ausschließlich Vocals und Acoustic/electric Gitarren auf, da muss man bei der Qualität sowieso Abstriche machen, im Vergleich zu einem Synthie beispielsweise. Aber trotzdem verstehe ich nicht, dass das WAV-Ergebnis so wenig Druck hat im Vergleich zum Projektsignal, obwohl der Pegel laut meinem Audio Editor eindeutig um die 0 dB liegt.

Gibt es denn auf dem Markt nicht ein brauchbares aber gleichzeitig günstiges Plug-In Paket, das für das Mastering gedacht ist?

Oder kennst Du jemanden, der ein Herz für arme Independent usiker hat und das Mastering für mich übernimmt?;-)


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BeitragVerfasst: 13.02.2010 14:40 
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Also, eine wirkliche Erklärung für dein Export-Phänomen habe ich immer noch nicht. Leider... An der SK wird es nicht liegen, die hat keine DSPs, soweit ich weiß.

Die besten Freeware-PlugIns, die ich kenne sind wohl von Kjaerhus Audio (klick).

Ich habe immer ein Herz für Independent-Mucker aber auch ich muss Geld verdienen. zwinkernd Aber ich schreibe dir dazu nochmal eine PN.

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