Nun, ich will dazu mal sagen, da ihr euch ja alle immer die Profi-Orchester heranzieht (Die natürlich ne menge Geld kosten, ganz klar) für einen Komponisten gehört es auch dazu das er mal einfach mit einem Laienorchester zusammenarbeitet, das finde ich.
Ich hab selbst jetzt gut 1 Jahr dieses Edirol.... benutzt und muss schlichtweg sagen, ich hab echt genug davon, klar wenn man sich die Beispiele der VSL anhört kann man sagen WOW es kommt einem Orchester schon recht nahe, ABER wieviele Stunden werden benötigt um genau DIESEM Klang hinzubekommen, ehrlich von den Berufskomponisten wie Alex, Manuel etc... habe ich bisher noch KEIN Stück gehört das wirklich so klingt wie diese Beispiele der VSL, liegt wohl daran das die Hersteller es immer leichter haben...^^
Aber auch würde ich persönlich keine 6000 EUR für eine Libarie ausgeben, sehe ich keinen Sinn drin, da ziehe ich mir lieber ein schlechtes Orchester, das lernfähig ist vor.
Mir wurde ja mal nachgesagt ich sei ein Einzelgänger und könnte nicht mit anderen Leuten Musizieren, aber doch, genau DAS ist es was ich will, Musizieren mit anderen.
Nicht mit anderen Komponisten aber mit Musikern die sich für meine Arbeit einfach so viel Mühe geben wie sie können, und wenn sie dann immernoch etwas falsch spielen ist das für mich völlig okay und ich bin trotzdem stolz auf sie,
Für mich müssen keine Prager Philharmoniker, Berliner Philharmoniker spielen...
Aber in einem Punkt muss ich beiden Parteien beistehen, von nix kommt nix...
Schonmal daran gedacht es gäbe keine Samples oder jegliches?
(Ich weiß blöde frage) aber gäbe es die nicht hätte ich auch keinen Einstieg in die Orchestermusik gefunden hätte Demos "produzieren" können etc... dafür danke ich der Technik wirklich.
Nur habe ich mich für meinen Weg entschieden und das ist 2-spaltig arbeiten, einmal Konzerte und einmal eben Filmmusik, durch Live-Auftritte kann man doch vielmehr auf sich aufmerksam machen als durch stundenlanges Arbeiten am PC. (Was sicherlich dazu auch nicht ganz gesung ist)
Leider, und da gebe ich wieder Partei "Sample-Kleber" recht reicht das Budget für ein Orchester meistens nicht aus, da die Filmer eher klein sind etc. und sie halt davon Leben müssen/wollen. Andererseits hat euch keiner gezwungen Berufskomponisten zu werden und da müsst ihr schonmal mit solchen kommentaren von den Konzert/Klassikkomponisten rechnen, auch wenn der sehr böse und übertrieben von Udo war.
Jedoch bin ich absolut dagegen wenn man Laienorchester zu weit herunterstufft, das Sinfonieorchester der Uni-Hohenheim ist schon recht gut, nur bei meinem Stück haben die Proben gefehlt, bei John Rutter - Mass of the Children hatten sie ein ganzes halbes Jahr zeit, bei Vaughan-Williams Overtúre zu "The Wasps" genauso, ich hatte mein Stück erst mitte November fertiggestellt... und 2 Monate ist wenig probenzeit für nen Laienorchester...
Klar es kann sich kein Film leisten ewig auf nen Orchester zu warten bis sie das Stück mal halbwegs gut beherrschen, da sind Samples wirklich eine Ausweichmöglichkeit, jedoch nicht für ein Kinoendprodukt!
Ich denke als Komponist sollte man so Felxibel genug sein um Kompromisse einzugehen was besetzung etc... angeht, man kann sicherlich auch mit einer kleinen Besetzung viel bewirken, wenn dann natürlich eine große vorgezogen wird ist das klar das ein Orchester unbezahlbar wäre...
Profi-orchester zb. das Babelsberger Filmorchester kosten etwa 24.000 EUR für 60min Score inkl. 50 Musiker, Dirigenten, Tontechniker etc... (Hab mit denen kürzlich mal telefoniert gehabt) klar wow, ist ne große Summe aber man kann dort auch mit "eigenem" Orchester einreiten... es gibt wie gesagt auch "willige" und sehr gute Laienorchester die schon zur Semi-Profi klasse gehören und einige, ja man mags kaum glauben spielen sogar kostenfrei

So das hatte ich hierzu zu sagen

Florian