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Das Forum für Musiker und Musikschaffende |
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Nachricht |
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joeni
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Verfasst: 11.11.2005 09:21 |
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| Trusted Junior |
Registriert: 30.03.2005 23:57 Beiträge: 223 Wohnort: Bei Basel CH
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naja, back2topic...
ich verstehe absolut nicht, warum es hier einige Leute hat, die keine Orgelmusik mögen... Ich jedenfalls höre recht gern Kirchenlieder, welche so vor 100-150 Jahren entstanden sind, wenn sie auf der Orgel gespielt werden. Oder echter Gospel/Spiritual mit modernen Instrumenten ist einfach nicht denkbar für mich... ich hab schon einige Versuche angehört, doch keiner war wirklich glaubwürdig!
Bei uns im Godi sind wir zwei Teams, welche die Anbetungsmusik spielen/singen. Im einen Team (wo ich E-Bass spiele) ist es vom Stil her Worship (für mich ist das eine eigene Musikstilbezeichnung, so etwas wie die Musik von Albert Frey <- übrigens ein super Musiker!!!) und im anderen Team ist nur Keyboard und Gesang. Stil: E-Funk, lateinamerikanisch. Und da hab ich schon Mühe, weil für mich die Musik zu sehr synthielastig ist. Und trotzdem gehe ich gern in den Godi, eben weil nicht die Musik den Godi ausmacht, sondern vieles mehr einen genau so starken Einfluss hat.
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4art
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Verfasst: 11.11.2005 09:32 |
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| Semi-professional |
Registriert: 16.04.2005 14:27 Beiträge: 281
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Spannende Diskussion, das hier! Werde mich bei Gelegenheit einklinken. Vorerst nur mal eine lustige Begebenheit: Ich spiele ja seit 18 Jahren in den unterschiedlichsten Formationen und Stilrichtungen Worship-Mukke und wir werden (wurden) als Band auch ab und zu für Hochzeiten angefragt. Diese finden bei uns interessanterweise auch bei Freikirchlern meistens in LK's statt, da die Räume anscheinend einfach mehr Würde haben und schöner sind (!). -> Widerspruch in sich... Da haben wir im vergangenen August an einer Hochzeit auch den Lobpreis gemacht (welcher durchaus ziemlich laut und ziemlich folkrockig war) und beim Soundcheck ist eine alte Dame, die auf dem Friedhof ihren alten Herrn besucht hat auf uns zugekommen und hat gefragt: "Spielt ihr hier auf einer Trauung? Was kostet denn ihr, wenn ihr auf der Hochzeit meiner Tochter spielen würde? Endlich geht in dem alten Kasten hier mal was..." Usw. Usf. Fazit: Die Reduktion der Thematik auf "für wen ist nun Worship-Musik - für Gott, für die Menschen, vielleicht für Menschen, die Gott suchen, oder ihn schon gefunden haben" ist einfach eindimensional und begegnet mir auf meinem Weg in die Gemeinden immer wieder. Die Frage muss durchaus vielschichtig angegangen werden - mit Einbezug des eigenen Geschmacks - denn dieser ist ja auch irgendwann mal aus irgendwelchen Gründen entstanden. Teil 1 meiner Ausführungen... Wenn ich mal Zeit habe - gibt's hier vielleicht mehr! Liebe Grüsse von einem alten Worship-Folkrocker-Liedermacher-und ehemals im Kirchenchor singender 4Art PS: und acht ja - für alle, die wirklich eine konsequent auf Event durchgestylte Church besuchen wollen, empfehle ich einen Abstecher zu ICF nach Zürich. Dort drinne hängt wohl das erste Butterfly-Linearray von Outline in der Schweiz. Irgendwas mit 10 Büchsen pro Seite. Auf jeden SEHR gross und SEHR teuer - aber auch SEHR wohlklingend. www.icf.ch
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Manuela
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Verfasst: 11.11.2005 12:44 |
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| Meister der Töne |
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Registriert: 05.01.2005 15:49 Beiträge: 2217 Wohnort: FOH
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ich hatte anlässlich der letzten Fußball-WM die Ehre an einem "Gottesdienst" in Seoul (Südkorea) teilnehmen zu dürfen. Das einzigste was mir an Worten dazu einfällt ist "Gott ist groß" Die Gemeinde dort feiert Jesus open Air da man die vielen Menschen nichtmehr unterkriegt. Ohne schwerste Veranstaltungstechnik wäre es nicht durchführbar. So soll es hier auch irgendwann sein.
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muh.ps
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Verfasst: 14.11.2005 18:37 |
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| gerade frisch dabei |
Registriert: 14.11.2005 18:06 Beiträge: 7 Wohnort: Hannover
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Kaum beim Forum angemeldet, gleich ein Thread gefunden, der äußerst interessant ist, aber auch gleichzeitig von den Fragestellungen etwas Schwachsinnig ist.
Ich selbst bin angehender Kirchenmusiker. Trotzdem, falls das überhaupt zur Frage steht, spiele ich leidenschaftlich gern Jazz, Funk und Pop/Funk. Obwohl die Kirche mein Arbeitgeber ist, heißt das nicht, dass ich automatisch gläubig bin, bzw. sein muss. Dass ich eine enge Verbindung zur Kirche entwickelt habe, habe ich am eigenen Leib erfahren, trotzdem bin ich nicht der Typ, der morgens, mittags und abends betet und nach christlichen Vorsätzen lebt. Die Kirche ist für mich etwas ganz anderes. Ich kann hier Musik spielen und hören, die ich in einem anderen Raum gar nicht geboten kriegen würde, einfach weil ein wichtiges Instrument fehlt: die Orgel. Wenn Manuela sagt, es würde nirgendwo in der Bibel stehen, dass man den GTD mit schrecklichen Fugen zuorgeln sollte, dann muss ich ganz ehrlich sagen: Armes Deutschland. Wenn es diese "schrecklichen Fugen", wie zum Beispiel sämtliche Orgel-Fugen/Werke Bachs nicht geben würde, würde die heutige Pop und Jazz-Musik gar nicht auf dem Level sein können, auf dem sie heute ist. Musik ist ein Entwicklungssache und nicht einfach plötzlich da. Und würde es keine klassische Orgelmusik im GTD mehr geben, tja, dann würde ein großer Teil Musikgeschichte wegfallen. Aber das dürfte eigentlich jedem in diesem Forum klar sein.
Ob diese Musik nun in der "traditionellen" Kirche oder in der "neuen" Kirche gespielt wird ist völlig egal. Dazu kommt, dass es gar keine "traditionelle" und keine "neue" Kirche gibt. Die Kirche entwickelt sich andauernd weiter. Es gibt neue Treffpunkte und neue Themen die diskutiert und behandelt werden. Das man bei einem Gottesdienst auch ein bisschen auf die traditionelle Theologie achten muss und nicht nur immer versucht alles "lari-fari-wir-müssen-alles-attraktiv-und-jugendgerecht-machen" zu machen, würde ich nicht nur unterstützen, sondern die gegenposition regelrecht lächerlich finden. Schließlich unterhalten wir uns hier über einen der ältesten Dienstleiter der Welt. Da darf Tradition nicht fehlen. Das gilt auch bei der Musik (um zum Thema zurück zu kommen).
Ich komme aus Hannover, das heißt ich war mit einer von vielen Gastgebern zum ev- Kirchentag 2005. Schon beim Eröffnungsgottesdienst hab ich beinahe gekotzt, weil ein Fritz Baltruweit meinte "Vertrauen wagen" durch sein Mikrofon hauchen zu müssen. Wenn das der neue Weg der Musik ist, dann schönen Dank - ich wandere aus. Ein ganz anderer Weg "neue" Musik in die "traditionelle" Kirche einzubinden, geschah auch auf dem Kirchentag. Ein Arrangeur nahm sich Händels Messias vor und schrieb eine richtig geile BigBand Version des Oratoriums. Wenn sich aus altem, neues Entwickelt, dann bin ich schon sehr für neue Wege. Wenn jedoch dabei die alte Kirchenmusik verdrängt wird, und das wird sie indem Leute wie Fritz Baltruweit ach so tolle Lieder schreiben, dann ist das nicht in Ordnung. Neue Musik in der Kirche sollte experimentell sein. Ein überhang an neuer Musik ist abzulehnen, weil klassische Orgel- und Gemeindemusik nur noch in der Kirche zuhören ist. Oder hört hier jemand regelmäßig die Matthäuspassion auf großen Open_air-Konzerten oder in großen Veranstaltungshallen? Nein. Weil einfach nicht die möglichkeit dazu gegeben ist. Kirchenmusik heißt nicht umsonst Kirchenmusik, weil die Kirche der klassischen Musik den Rahmen gibt, diese auch aufzuführen. Mal Pop Musik in der Kirche ist okay, aber zu viel des guten muss auch nicht sein...
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Manuela
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Verfasst: 14.11.2005 19:04 |
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| Meister der Töne |
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Registriert: 05.01.2005 15:49 Beiträge: 2217 Wohnort: FOH
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herzlich willkommen im Forum, und vielen Dank für den tollen Beitrag. Selbstverständlich hast du Recht, die Orgelmusik als solche ist in den Kirchen zuhause und als solche unbedingt erhaltenswert. Ich wollte das lediglich so verstanden wissen daß sie meiner Ansicht nach etwas zu sehr dominiert. Desweiteren ist in einem Forumwie diesem hier das Wort "Kirche" breitbandig zu interpretieren, ich komm zB aus einer biblischen Gemeinde, FCG  und hier sind viele Forenteilnehmer aus vielen sehr unterschhiedlich organsierten Gemeinden die man alle "Kirche" nennt. Wir sagen gern "Traditionelle Kirche" wenn wir die ev. oder römisch-katholische Kirche meinen. In diesen gibts ja auch noch den Berufsstand des ausgebildeten Orgelspielers, heist das "Küster" ? Und meine Eröffnung dieser Diskussionsrunde ist vorsätzlich ein wenig provokativ. So bekommt man viele tolle Antworten. Schau dir nun mal die Umfrageergebnisse an, ist es nicht sehr interessant wie gleichmäßig sich die Wünsche verteilen? Ich fände es schön wenn sich auch die Kirchenmusik so gleichmäßig verteilen würde.
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Eike
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Verfasst: 14.11.2005 20:23 |
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| Moderator |
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Registriert: 04.07.2005 09:59 Beiträge: 428 Wohnort: Unterlüß (LK Celle)
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Manuela hat geschrieben:In diesen gibts ja auch noch den Berufsstand des ausgebildeten Orgelspielers, heist das "Küster" ?
http://www.kuester.org/LG, Eike
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Dave
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Verfasst: 14.11.2005 20:41 |
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| Moderator |
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Registriert: 20.04.2006 07:17 Beiträge: 9153 Wohnort: Bretzfeld D.C.
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Obwohl die Kirche mein Arbeitgeber ist, heißt das nicht, dass ich automatisch gläubig bin, bzw. sein muss.
Kein Problem, nobody is perfect  Ein überhang an neuer Musik ist abzulehnen, weil klassische Orgel- und Gemeindemusik nur noch in der Kirche zuhören ist.
Dem könnte ich uneingeschränkt zustimmen, wenn es in der Kirche um "Erhaltung der klassischen Musik" oder der Tradition ginge, aber das ist ja nicht Ziel und zweck der Sache. Ich schreibe meine Briefe ja auch nicht mit Schreibmaschine nur um die Tradition zu bewaren. Es geht darum, Gott anzubeten, sein Wort zu hören und Gemeinschaft zu haben und Leute darin einzubinden. Die Musik ist ein wichtiger Teil im Gottesdienst, darf aber nie zum Selbstzweck werden. Das gilt nicht nur für moderne Musik sondern auch für klassische. Wenn es diese "schrecklichen Fugen", wie zum Beispiel sämtliche Orgel-Fugen/Werke Bachs nicht geben würde, würde die heutige Pop und Jazz-Musik gar nicht auf dem Level sein können, auf dem sie heute ist.
Der Vergleich hinkt vorne und hinten... Wenn es keine Schreibmaschine gegeben hätte, gäbe es heute auch keine Computer... Ich schreibe meine Briefe trotzdem weiter am Rechner. Mal Pop Musik in der Kirche ist okay, aber zu viel des guten muss auch nicht sein...
Wie gesagt, ich sehe es andersrum... Gruß, Dave
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muh.ps
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Verfasst: 14.11.2005 20:58 |
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| gerade frisch dabei |
Registriert: 14.11.2005 18:06 Beiträge: 7 Wohnort: Hannover
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Kein Problem: wir haben ja Meinungsfreiheit... Wenn es diese "schrecklichen Fugen", wie zum Beispiel sämtliche Orgel-Fugen/Werke Bachs nicht geben würde, würde die heutige Pop und Jazz-Musik gar nicht auf dem Level sein können, auf dem sie heute ist.
Der Vergleich hinkt vorne und hinten... Wenn es keine Schreibmaschine gegeben hätte, gäbe es heute auch keine Computer... Ich schreibe meine Briefe trotzdem weiter am Rechner.
Ich denke kaum, dass ich einen Vergleich aufgestellt habe. Ich meine eher damit, dass es Pop und Jazz und alle jetzigen Sparten der Musik, auch Rock und Hip Hop, ohne die klassischen Vorkentnisse gar nicht geben würde. Musik hat sich seit der Entdeckung der Quinte weiterentwickelt. Ich glaube deshalb würde es nicht schaden, Bach, Mozart, Beethoven, Haydn, halt alle relativ wichtigen Komponisten zu kennen oder zumindest einmal gehört zu haben. Ob man die Musik jetzt mag oder nicht, das ist jedem selbst überlassen. Wie gesagt: Meinungsfreiheit  @ Manuela: Der Mensch der in der Kirche Musik macht, heißt Kirchenmusiker oder Kantor. Kantor kommt von dem Wort cantare, also singen. Dieser Begriff gerät aber immer mehr ins abseits, weil der liturgische Bereich, das heißt das alte, gregorianische, gesungene Gebet (der Kantor singt zum Beispiel: "ehre sei dir Herr!" und die Gemeinde antwortet: "lob sei dir christe") nicht mehr ganz so im vordergrund des traditionellen GTDs liegt. Also mit Kirchenmusiker liegt man immer richtig 
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4art
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Verfasst: 14.11.2005 22:00 |
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| Semi-professional |
Registriert: 16.04.2005 14:27 Beiträge: 281
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Hmmmm, musikhistorische Grundsatzdiskussion... Hat sich der traditionelle Black-Gospel bzw. die Old-Blues-Geschichten wirklich aus der traditionellen Harmonielehre- und klassiklehre entwickelt - oder hat man den Geschichten - wie im übrigen auch der traditionell keltischen Musik (woraus übrigens auch der Country mit anderen europäischen Folkloreeinflüssen vermischt entstanden ist) nicht einfach ein europäisch/griechisch orientiertes musik-theoretisches Gebilde übergestülpt, damit es lehr- und lernbar wird?
Nicht jedes E-Gitarrensolo, das nach Bach-Fugen klingt, bedeutet, dass sich Popmusik aus der europäisierten klassischen Musik entwickelt hat. Interessanterweise hat gerade richtig deftiger Heavy-Metal oder Gitarren-Götter wie Satriani noch am meisten mit Bach zu tun. Oder auch Progrock-Geschichten aus den frühen 70ern.
Ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass sich Pop- und Rockmusik vor allem aus der klassischen Blues, Gospel und Countrymusik entwickelt hat. Die haben ihre Wurzeln vor allem in den ach so heidnischen afrikanischen und keltischen - aber keinesfalls in mitteleuropäisch/klassischen Kulturen.
Uebrigens: Nehmen wir mal den ollen Luther oder noch schlimmer den noch olleren William Booth (Gründer der Heilsarmee): Ziel dieser beiden Typen war es, nicht als die grossen Kulturhüter ihrer Zeit aufzutreten - obwohl Musik, die von ihnen oder in deren Umfeld entstanden ist (vgl. ein feste Burg ist unser Gott von M. Luther war ursprünglich ein Kneippensong). Ziel von ihnen war es, der damaligen Zielgruppe, die sie mit dem Evangelium erreichen wollten, Glauben - auch musikalisch - ist das beste Transportmittel dafür - so zu vermitteln, dass sie das auch verstanden haben.
Werke wie der Messias oder auch die von mir sehr verehrte "Schöpfung" wurden als Auftragswerke für ziemlich "versnobbte" Königshäuser geschrieben - haben aber die entsprechenden "Suchenden" der damaligen Zeit nie erreicht - sondern nur eine sehr elitäre Oberschicht.
In diesem Sinne ist es für mich fraglich, ob Kirche wirklich dazu da ist, als Hüterin einer vergangenen Kultur aufzutreten. Landes- bzw. Staatskirche hat dazu möglicherweise (im Uebrigen auch einen entsprechend subventionierten) Auftrag. Viele neue Gemeinden und Freikirchen definitiv nicht - obwohl auch dort gerne das Liedgut von der Jahrhundertwende (o Jesulein fein bla bla bla) gerne kulturell gepflegt wird und denen die Kids genauso davonlaufen wie der Staatskirche.
My 2 Cents 4Art
Der im Uebrigen als Teenager selber 2 Jahre Unterricht auf dem schönsten Instrument überhaupt hatte - der Orgel!
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tthorsten
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Verfasst: 14.11.2005 22:40 |
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| Profi-Mucker |
Registriert: 20.04.2004 12:50 Beiträge: 1431 Wohnort: Sindelfingen
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d,´.h einige kirchen männer haben ordinäre billigst pop musik produziert ?
mit mach songs ala rolf zuchowski ?
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