|
Für mich steht immer noch (recht einsam) an der Spitze Otto Klemperer. Die Neunte: whoa, was für ein Chor! Die Vierte ist unerreicht (vielleicht, weil wenige Dirigenten die so ernsthaft dargestellt haben wie Klemp). Die Dritte ist so erschütternd, dass wohl HvK gesagt haben soll, dass er hoffe lang genug zu leben, um sie ähnlich gut wie Klemp zu spielen. (Seine "Dritte" ist zumindest mitreißend geworden. Bei Karajan's Neunten mit Fr. Janowitz kommen mir die Tränen vor Begeisterung über ihr Solo.) Moderne Interpretationen: Gardiner finde ich erstaunlich oberflächlich, während Norrington (bei vergleichbar flotten Tempi) viel viel Spaß macht und in sich sehr geschlossen und logisch ist. Die neue (noch nicht vollständig erschienene) Einspielung von Skrowaczewski ist hinreißend, seit langem habe ich mal wieder bei einer "Vierten" das Gefühl gehabt, dass der Dirigent das Werk ernst nimmt.
Was sind Eure Favoriten?
Ciao, Andreas
|