Widerstand bei PA-Anlagen - Thema anzeigen

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 Betreff des Beitrags: Widerstand bei PA-Anlagen
BeitragVerfasst: 14.05.2006 16:42 
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Registriert: 09.03.2006 19:13
Beiträge: 42
Wohnort: Dingolfing (Niederbayern)
hallo zusammen,

ich hab die suchfunktion schon benutzt, jedoch hab ich nichts passendes gefunden...

wenn ich 2 8Ohm Boxen hintereinander verkabel, also endstufe>box1>box2...wie ändert sich der widerstand? laut meinem physikunterricht verdoppelt sich dann der widerstand, das hab ich auch in irgendeinen prospekt letztens gelesen, auf einer anderen homepage steht wieder, dass dann der widerstand nur noch 4Ohm beträgt...was ist richtig??? könnt ihr mir weiterhelfen?

_________________
Mit freundlichen Grüßen

fuchse


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BeitragVerfasst: 14.05.2006 18:37 
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Anfänger

Registriert: 06.10.2005 08:46
Beiträge: 39
Die Buchsen an den Boxen sind parallel verdrahtet - du gehst zwar mit dem Kabel vom Amp zur Box und dann von der Box zu anderen Box, aber im Endeffekt sind die Chassis dann parallel angeschlossen - also bei 2 8Ohm Boxen kommst du auf 4Ohm.


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BeitragVerfasst: 27.05.2006 10:41 
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Registriert: 15.08.2005 17:32
Beiträge: 104
Wohnort: Wurmannsquick
ich weiß ja nicht genau was du mit "hintereinander verkabeln" meinst, aber hintereinander heißt elektisch, dass du die Boxen "in Reihe" schaltest (jo, wie im Physikunterricht gemeint: Impedanzen verdoppeln sich). Dazu müsstest du aber wahrscheinlich Adapter löten oder die Boxen sind intern anders verkabelt. Dann würden die Kisten aber nur funktionieren, wenn entweder ein Überbrückerstecker im Ausgang steckt ODER eine zweite Box.

Wenn du handelsübliche Boxen verkabelst und eine zweite parallel dazu steckst halbiert sich die Impedanz auf 4 Ohm. 3 Boxen parallel würden dann natürliche eine Impedanz von 2,66 Ohm geben (allgemein nicht empfehlenswert zwinkernd ).

Wie also gesehen: du kannst die Kisten so verkabeln wie "widerstände", nur dass Impedanz = frequenzabhängiger Widerstand. Je höher jedoch die Impedanz ist, desto weniger Leistung kann der Verstärker an der Gesamtimpedanz abgeben. Beispiel: Verstärker an 8 Ohm 500W, an 16 Ohm hätte er er noch ca die Hälfte (250W, 125 W pro Kiste). Parallel (4 Ohm): ca die doppelte Leistung (also 1000W gesamt, 500 pro Kiste).

Daran kann man wieder erkennen, dass natürlich die Impedanz"so niedrig wie möglich, so hoch wie nötig" sein soll, üblicherweise etwas zwischen 4 und 8 Ohm, kommt aber auf den Verstärker an (steht in der Bedienungsanleitung.

so, hoff' das war nicht zu viel breit grinsend

PS: bitte keine Diskussion von "8 auf 4 is nich doppelte Leistung", ist nur "Theorie" breit grinsend zwinkernd Smile


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BeitragVerfasst: 13.06.2006 08:56 
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Registriert: 09.06.2006 15:10
Beiträge: 197
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Eine Reihenschaltung ("Hintereinanderschalten") mehrerer Boxen ist - wenn überhaupt - nur sinnvoll bei identischen Boxen.

Wenn man dagegen unterschiedliche Systeme (auch mit gleichem Nennwiderstand) in Reihe schaltet, führt der unterschiedliche (frequenzabhängige) Impedanzverlauf zu völlig irrsinigen Wiedergabeeigenschaften.
Wenn z.B. Box A bei einer Frequenz hochohmiger als Box B ist, fällt hier mehr Spannung ab - mit dem Resultat: Box A wird diese Frequenz lauter als Box B wiedergeben.

Bei einer Parallelschaltung treten diese Probleme dagegen nicht auf, da wir es aufgrund des im Verhältnis zur Boxenimpedanz niedrigen Ausgangswiderstandes der Endstufe mit einer Spannungsanpassung zu tun haben.


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BeitragVerfasst: 13.06.2006 14:57 
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bettersound hat geschrieben:Eine Reihenschaltung ("Hintereinanderschalten") mehrerer Boxen ist - wenn überhaupt - nur sinnvoll bei identischen Boxen.


Solang es sich um Boxen ohne passive Frequenzweiche handelt, sehe ich das auch so. Ich habe schon erfolgreich Subwoofer in Reihe geschaltet... (auch wenn es Leute gibt, die meinen, dass das nicht ginge, weils den Dämpfungsfaktor ruiniert. Das ist aber Unsinn.)
Aber mit Passiv-Weichen drin wird das Ganze noch sehr viel problematischer. Gar nicht auszudenken, was da für wirre, unberechenbare Vorgänge stattfinden...

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Probleme tendieren dazu, wesentlich komplexer zu sein, als sie scheinen.
Und zu jedem dieser komplexen Probleme gibt es eine einfache, saubere Lösung.... die garantiert falsch ist.

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BeitragVerfasst: 13.06.2006 16:30 
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Registriert: 09.06.2006 15:10
Beiträge: 197
Wohnort: am Waldrand irgendwo in Niedersachsen
Jens Droessler hat geschrieben:Ich habe schon erfolgreich Subwoofer in Reihe geschaltet... (auch wenn es Leute gibt, die meinen, dass das nicht ginge, weils den Dämpfungsfaktor ruiniert. Das ist aber Unsinn.)

Solange die Impedanzverläufe (Lage der Maxima/Minima etc.) identisch sind.
Stell Dir vor, bei zwei (verschiedenen) BR-Boxen liegt das Impedanzminimum auf der Impedanzspitze der anderen - sowas ist nicht gut ... Sad


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BeitragVerfasst: 13.06.2006 18:26 
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Beiträge: 2155
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Ja, das hattest du ja weiter oben schon gesagt. Mein Post sollte nur eine Ergäzung sein.

Ums nochmal deutlich zu sagen: Reihenschaltungen geht nur mit gleichen Lautsprechern in gleichen Gehäusen!

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BeitragVerfasst: 24.10.2006 17:26 
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Beiträge: 42
Wohnort: Dingolfing (Niederbayern)
also, ich kann dann quasi wenn ich von der endstufe in die erste box reingehe, von der ersten aus in die 2. rein (jede box 400W, 8 Ohm) eine endstufe, die bei 4 Ohm 800W liefert anschließen?

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Mit freundlichen Grüßen

fuchse


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BeitragVerfasst: 24.10.2006 17:39 
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Registriert: 18.01.2005 01:24
Beiträge: 2155
Wohnort: Kassel / Knüllwald
Ja, wenn du die an der Box ab Werk angebrachten Anschlüsse verwendest, ist das eine Parallelschaltung. Die Last ergibt somit nominell 4 Ohm, und die Belastbarkeit verdoppelt sich, da es zwei Schwingspulen sind. Das ergibt eine 4 Ohm Last mit 800W Belastbarkeit.

Dennoch sollte man möglichst gleiche Boxen verwenden (Ausnahme: Abgestimmte passive Subwoofer - Satelliten-Systeme).

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