Auch Yehudi Menuhin hat sich darüber Gedanken gemacht. Er hält die Geige für eindeutig weiblich. Er wird da sogar sehr provokant. Er stellt zum Beispiel die Frage, ob Frauen, die Geige spielen ähm... ob da nicht etwas Selbstverliebtheit dabei ist, wären sie doch - schon allein der Körperhaltung in Verbindung mit dem Instrument wegen - eher fürs Cello prädestiniert. Er ist der Meinung, eine Geige hält man im Arm, wie man eine Frau im Arm hält. Also ich bin da schon etwas wütend geworden, als ich seine Worte las. Aber es ist eine Ansicht. Ich persönlich habe die Geige auch immer als weiblich empfunden. Dass, man männlich markante Musik auf ihr spielen kann, ist ein anderes Thema. Eine Frau kann ja auch mal z.B. zornig sein und in diesem Zorn erzählen. Denn Musik ist ja auch erzählen - eine Sprache. Aber die Stimme ist meiner Meinung nach weiblich.
_________________ Dem Mann soll die Musik Feuer aus dem Geiste schlagen. (L.v.Beethoven)
Meine Geige ist eindeutig weiblich. Eifersüchtig (wenn ich mal eine andere Geige zwischendurch spiele) und furchtbar sauer und ungnädig, wenn ich sie zu lange vernachlässigt habe.
Hat sie einen Namen? Ich hab grade eine neue Geige bekommen und bin dabei eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Aber einen Namen werde ich wohl erst vergeben wenn ich meine ganz eigene Geige habe. Aber da muss erst noch kräftig gespart werden.
_________________ Dem Mann soll die Musik Feuer aus dem Geiste schlagen. (L.v.Beethoven)
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