Wegen eines Versehens sind die einzelnen Beiträge zu diesem Thema von Nr.1 bis Nr.18 hier zusammengefasst:EINEKLEINEOBOE 1. Wie ist das mit der Geige?
Mir ist vor einiger Zeit aufgefallen, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, ob die Violine eher männlich oder weiblich ist.
Dieses Thema wird z.B. auch in dem italienischen Film "Die Orchesterprobe" aufgekriffen. In ihm kommt es darüber zum Streit zwischen den Musikern.
Mich als "Nicht-Geige" würde mal interessieren wie ihr darüber denkt.
(Vielleicht ist doch eine recht eigenartige Frage...?!)
Datum: 24-03-2001 on 14:57
albert 2. Re:Wie ist das mit der Geige?
Ich denke schon eine Weile darüber nach, wie ich mit dieser Frage umgehen soll.
Was für eine erotische Ausstrahlung hat wohl die Violine? Hat sie mehr weibliche oder männliche Eigenschaften? Wie leidensfähig ist sie (Würgemale am Hals)? Wie reagiert sie auf Streicheleinheiten (mit dem Bogen)?
Sicher ist, das mir die Bratsche besser in der Hand liegt als die Violine, sie wirkt auf mich weicher, runder, kompakter, hat eine sehr verführerische Altstimme, vielleicht in der Höhe leicht hysterisch und heiser, in der tiefen und in der mittleren Lage aber unwiderstehlich und betörend. Weiblich?
Also wie ist das jetzt mit der Geige??
Datum: 24-03-2001 on 17:34
anne-sophie 3. Re:Wie ist das mit der Geige?
Also ich finde,das kommt ganz auf die Geige an!
Jede Geige sieht anders aus und klingt auch anders,ist ein Individuum.
So kann die eine Geige eben eher "männlich" und die andere eher "weiblich" wirken.
Allerdingst finde ich,dass sie schon meistens eher etwas" Weibliches" hat.
Datum: 24-03-2001 on 19:31
Ralph 4. Re:Wie ist das mit der Geige?
Ich denke, es spielt vielleicht auch eine Rolle, welches Stück man darauf spielt. Ich kenne viele Stücke, in der die Geige mitwirkt, und da sind, was den Charakter betrifft, alle Möglichkeiten verteten, von männlich bis weiblich und von zärtlich bis aggressiv usw...
Datum: 24-03-2001 on 20:23
Eusebius 5. Re:Wie ist das mit der Geige?
Für mich persönlich hat die Geige immer einen sehr "weiblichen" Klang, im Gegensatz zum Cello natürlich. Cello und Geige müssen sich eben wie im richtigen Leben ergänzen.
Also, meine Meinung:
Geige: weiblich
Cello: männlich
Bratsche: irgendwo dazwischen
Datum: 25-03-2001 on 15:33
Lena 6. Re:Wie ist das mit der Geige?
die frage ist sicher berechtigt, da beschreibungenwie"weiblich-geschmeidiger klang" oder "männlich-markanter" unterton ja hin und wieder in den zeitungskritiken auftauchen.
viele musiker wissen von anfang an, welchem geschlecht sie ihr instrument zuordnen. so passiert es dann, daß instrumente ihren eigenen namen bekommen. mir ist da z.b. das cello "samantha" bekannt oder auch die harfe "frieda"
ich persönlich habe schwierigkeiten, mich bei meiner bratsche auf ein geschlecht festzulegen, da ich es ebenso empfinde, daß es auf das entsprechende stück ankommt, aber auch auf das aussehen des instrumentes.
leichter finde ich es z.B., die SPIELWEISE eines instrumentalisten einem geschelcht zuzuordnen. es gibt cellisten, die spielen unheimlich weiblich und weich

, aber auch gegenteilige spieler/innen. dabei kommt es übrhaupt nicht auf das geschlecht des spielers an.
Lena
Datum: 25-03-2001 on 15:38
anne-sophie 7. Re:Wie ist das mit der Geige?
Ich finde auch,dass das Violoncello oft eher einen "männlichen" Ton hat,aber das Aussehen finde ich ja nun auf alle Fälle sehr weiblich!
Datum: 25-03-2001 on 16:58
albert 8. Re:Wie ist das mit der Geige?
Gute Idee, seinen Instrumenten einen Namen zu geben!
Ich habe sehr viele Blockflöten in verschiedenen Stimmungen (ich weiß, das gehört nicht in diese Kategorie!!) und stelle mir nun vor, wie ich sie alle nennen könnte.
Welches Geschlecht hat eigentlich der Kontrabass? (Unnötige Frage??)
Datum: 25-03-2001 on 20:00
EINEKLEINEOBOE 9. Re:Wie ist das mit der Geige?
...die Sache mit den Namen...
Auch meine Oboe hat einen Namen: sie heisst Fine (sie ist eindeutig weiblich) auch meine Rohre haben seit einiger Zeit Namensschildchen an ihrem Platz im Rohrkästchen. Sie heissen nicht nur einfach so, ich spreche sie gelegentlich auch so an.
Ich denke man kann die Instrumente auch in "Altersgruppen" einteilen. Ich verbinde den Kontrabass z.B. immer mit einem alten Mann, die Violine strahlt auf mich irgendwie etwas kindliches aus.
Wobei mir plötzlich "Peter und der Wolf" von Prokofjew einfällt.
Gelegentlich werde ich gefragt, was eine Oboe ist.( Woran ich mich so langsam gewöhnt habe) Oft reicht das Wort "Ente" aus, und es ist klar was ich spiele...*schluchts* ...Ich denke das Problem gibt es bei der Geige nicht...
Datum: 26-03-2001 on 15:55
Tinchen 10. Re:Wie ist das mit der Geige?
*g* Du glaubst nicht , wie wiederspenstig eine Geige sein kann.. Besonders meine..
Klar , Namen für alle meine Instrumente , schließlich lebe ich doch mit ihnen , und ein Ding ohne Namen ist so tot..
Eine Geige verkörpert eigentlich schon immer einen Hauch Erotik , und ist ausserdem ein sehr attraktives Instrument , oder ?
Meist verbindet man mit dem Klang eines Instrumentes auch ein Alter , also mit einem tiefrn Instrument ein altes und mit einem hohe Instrument eher ein jüngeres..
Datum: 26-03-2001 on 16:15
Freak11. Re:Wie ist das mit der Geige?
Ihr habt ja allen einen totalen Klatsch oder!? Wer sich über sowas Gedanken macht, is echt nicht ganz dicht!
Datum: 27-03-2001 on 21:58
matthias 12. Re:Wie ist das mit der Geige?
(Beitrag vom Verfasser geändert am 28-03-2001 um 02:04 )
Da wir Wert darauf legen, dass ein gewisser Tonfall in diesem Forum erhalten bleibt, werde ich bei Wiederholung das Forum für nichtregistrierte Benutzer schliessen....wäre schade, nachdem es doch eine ganze Weile gutgegangen ist!
Matthias
Datum: 28-03-2001 on 00:05
albert 13. Re:Wie ist das mit der Geige?
(Beitrag vom Verfasser geändert am 28-03-2001 um 19:51 )
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Freak (27-03-2001 21:58):
Ihr habt ja alle ...
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Manch einer spürt offensichtlich das Schmunzeln dahinter nicht. Es macht manchmal Spaß, ein Thema einfach fortzuspinnen. Für mich haben die Beiträge einen fast heiteren literarisch-poetischen Aspekt mit leicht ironischer Färbung...
Der Ton passt tatsächlich nicht!
Datum: 28-03-2001 on 07:14
Tinchen 14. Re:Wie ist das mit der Geige?
Stimmt. Der Ton , den Freak angeschlägt passt nicht hierrein..
Es wäre schade , wenn der gute Ton und der freundliche Umgang mitweinander , der mir hier immer sehr gut gefallen hat , durch so etwas zerstört würde..
Tinchen
Datum: 28-03-2001 on 14:45
annabreidenstein 15. Re:Wie ist das mit der Geige?
Ich sag euch mal was,ich fühl mich in diesem Forum pudelwohl,was wohl nicht zuletzt an der "familiären" Stimmung hier liegt,jeder kennt jeden,und vor allem:wir sind unter uns!Es ist doch bekannt,daß Musiker manchmal etwas exotisch auf Fremdlinge wirken,was man überall zu spüren bekommt.Man wird doch schon angeglotzt,wenn man mit seinem Geigenkasten auf dem Rücken im Bus steht.Also habt Verständis für diese arme Seele,die gar nicht weiß,was ihr entgeht,dadurch,daß sie vermutlich KEIN Instrument spielt!Und irgendwie hat der Eindringling ja auch Recht:wir haben alle einen klitzekleinen Hau,aber das ist ja gerade das Schöne daran!;-)Und:die Geige ist eindeutig weiblich!Schaut euch doch mal bloß die Kurven an!!!
Datum: 28-03-2001 on 15:34
Fanny 16. Re:Wie ist das mit der Geige?
Die Kurven haben andere Streichinstrumente aber auch! ist meine Bratsche dann auch weiblich? Ich kann mich da nicht so ganz festlegen.
Fanny
Datum: 28-03-2001 on 16:19
annabreidenstein 17. Re:Wie ist das mit der Geige?
Nee,Fanny,die Bratsche ist der Zwitter unter den Streichinstrumenten.Violine:eindutig weiblich,oder?
Cello:männlich,weilgrößer und tiefer
Bratsche:Zwar weiblich aber auch männlich,sowohl in der Größe,wie auch in der Stimmlage,also ein Zwitter
Auf mich macht die Bratsche aber auch einen Eindruck von einer alten Jungfer!(sollte jetzt echt nicht böse klingen)
Datum: 28-03-2001 on 17:21
Lena 18. Re:Wie ist das mit der Geige?
ich bin, ehrlich gesagt, sehr traurig darüber, daß sich jemand überhaupt die MÜHE macht, sich in dieser weise hier im MF zu verewigen. wenn man sich auf irgendeiner website verirrt, wo man dinge liest, die man verachtet oder verspottet, dann sollte man einfach stillschweigend verschwinden. wenn jeder, der internetzugang hat, zu jeder website seinen kommentar abgeben würde, dann könnten wir irgendwann NICHTS mehr ernstnehmen...
den "hau" den die musiker nunmal "weg"haben, finde ich schon von daher so sympathisch, weil er einfach ohne viele erklärungen, die musiker zusammenschweißt.
man denke z.B. an "pampadadam, dudahiiidadadum...". eine sehr präzise rhythmus beschreibung, die auf musikfremdlinge eher ein fall für die nervenheilanstalt zu sein scheint.
jeder schafft sich im leben das, worin er sich glücklich fühlt.
mit einer äußerung wie von "freak" erntet man, wie man hier wunderbar erkennen kann, nur negative kritik und antipathie.
naja, wenn das sinn der sache war, dann kann ich darüber nur seufzend den kopf schütteln...
Lena
Datum: 28-03-2001 on 20:55