Wie lange dauert durschnittlich eine Orchesterprobe? - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 21.05.2006 18:28 
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Kistenschlepper

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Beiträge: 89
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@ Daniel,

das ist im Grunde genommen auch richtig so. Bei Generalproben darf auch relativ bedenkenlos überzogen werden. Aber der "normale" Dienst ist die definierte Arbeitszeit des Musikers, für die er bezahlt wird. Alles, was darüber geht, sind sozusagen "Überstunden". Wenn der Dirigent das unbedingt will, muss der Arbeitgeber eben dafür "bezahlen".

Im übrigen schaffen es alle guten Dirigenten, die Probenzeit bis zu letzten Minute produktiv auszufüllen und hören dann pünktlich auf. Im Gegenzug erkennt man wahre Profi-Musiker auch daran, dass sie bei Probenbeginn pünktlich dasitzen und um 9 Uhr das 'A' gegeben wird.

Wenn ein Dirigent mit der Probenzeit nicht auskommt, liegt das nach meiner Erfahrung immer auch an einer schlechten Vorbereitung der Probe durch den Dirigenten (sozusagen kein Proben- und Zeit-Konzept).

Grüße,

Moritz

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BeitragVerfasst: 21.05.2006 19:15 
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Beiträge: 529
Wohnort: Freiburg
Hallo Moritz,

Das stimmt natürlich, daß eben ein guter Dirigent seine Proben sinnvoll plant. Doch dann müssen für zeitlich größer dimensionierte Werke entweder mehr oder längere Proben anberaumt werden, sonst stimmt was nicht, würde ich mal sagen...

Viele Grüße,
Daniel


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BeitragVerfasst: 21.05.2006 19:59 
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Trusted Junior

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Moritz hat geschrieben:Alles, was darüber geht, sind sozusagen "Überstunden". Wenn der Dirigent das unbedingt will, muss der Arbeitgeber eben dafür "bezahlen".


breit grinsend wo gibts denn sowas?


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BeitragVerfasst: 21.05.2006 22:13 
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Composer hat geschrieben:Hallo Moritz,

Das stimmt natürlich, daß eben ein guter Dirigent seine Proben sinnvoll plant. Doch dann müssen für zeitlich größer dimensionierte Werke entweder mehr oder längere Proben anberaumt werden, sonst stimmt was nicht, würde ich mal sagen...

Es müssen so viele Proben angesetzt werden, wie erforderlich sind. Diese Proben müssen dann bezahlt werden (auch die eventuellen Überstunden, die aber bei guten Dirigenten nicht unbedingt vorkommen).

Wenn man die Anzahl der Proben, die für ein bestimmtes Werk mit einer bestimmten Länge notwendig sind, nicht bezahlen kann, kann man das Werk nicht aufführen. Ein typischer Irrtum speziell mancher Kirchenkantoren: "wenn die Zeit knapp ist, überziehen wir halt ein bisschen." Oder "die Musiker müssen sich eben ein bisschen mehr anstrengen, dann klappt es auch schneller." Beides funktioniert nicht.

Für die Anzahl der benötigten Proben ist nicht nur die Länge ausschlaggebend, sondern auch die Schwierigkeit. Und zwar Schwierigkeit jeglicher Art: Schwierigkeiten mit der Bühne (bei Opern), mit der Technik (z.B. bei Recordings oder Live-Projekten), musikalische Schwierigkeiten, Schwierigkeiten im Zusammenspiel (z.B. über größere Distanzen), letztlich auch technische Schwierigkeiten, wenn es nicht gerade die Berliner Philharmoniker sind.


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BeitragVerfasst: 21.05.2006 22:14 
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Matze2 hat geschrieben:
Moritz hat geschrieben:Alles, was darüber geht, sind sozusagen "Überstunden". Wenn der Dirigent das unbedingt will, muss der Arbeitgeber eben dafür "bezahlen".


breit grinsend wo gibts denn sowas?


Wo nicht? Das ist üblich (und auch vernünftig).


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BeitragVerfasst: 21.05.2006 23:06 
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Nun, wer will kann sich ja nochmal den von Moritz selbst geposteten genauen Wortlaut des TVK zur Probendauer durchlesen... (es geht hier doch noch ums "deutsche Kulturorchester!?!)

Aber stimmt schon, wenn der Dirigent regelmäßig "Überstunden" verlangt muss der Arbeitgeber früher oder später in irgendeiner Weise dafür "bezahlen"...


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BeitragVerfasst: 22.05.2006 10:02 
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Registriert: 14.11.2005 18:18
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Also, die TVK regelt an der genannten Stelle die Ansetzung von Proben, aber nicht deren Bezahlung. Ein Dienst endet nach exakt drei Stunden, danach wird oft punktgenau aufgestanden und gegangen oder ein Doppeldienst berechnet.

Bei Kirchenmuggen u.ä. mit vorher fest vereinbartem Honorar sind die Musiker idR ein wenig kulanter, aber nicht unbegrenzt.

Gruß Tommok


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BeitragVerfasst: 22.05.2006 12:27 
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Trusted Junior

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Soweit....
Nur um Missverständnissen aus früheren Posts vorzubeugen:
Aufgestanden wird natürlich erst, wenn der Dirigent die Probe beendet, die Zeitangaben im TVK sind ausdrücklich "Soll"- Werte.
Überziehen dieser Probenzeit führt nicht zwangsläufig zur Anrechnung eines weiteren Dienstes, erst bei deutlicher Überschreitung wird dies im Einzelfall angesagt - bei hoher Dienstauslastung in Abstimmung mit Orchestervorstand und -direktion. Denn:
"zusätzliche" Dienste werden natürlich nicht "ausbezahlt" und sind nur möglich wenn das Dienstlimit nicht überschritten wird.

Insgesamt ist diese Regelung schon sehr flexibel und nicht so starr wie manchmal behauptet wird. Und neun bis zehn Dienste pro Woche sind auch klar das Maximum wenn langfristig die Qualität und Gesundheit der Musiker erhalten werden will.


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BeitragVerfasst: 25.05.2006 23:16 
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Kistenschlepper

Registriert: 05.01.2005 17:45
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Und wenn man dann noch sieht, dass in einigen Orchestern ohnehin im Wochenschnitt gerade mal 5-6 Dienste verrichtet werden (z.B. in den größeren Rundfunkorchester) trifft es den Arbeitgeber auch nicht unverhältnismäßig, wenn die Musiker Doppeldienste schreiben. Aber ums nochmal festzuhalten: Ein wahrhaft professioneller Dirigent überzieht normalerweise nichtmal um eine Minute!

Grüße,

Moritz

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BeitragVerfasst: 29.05.2006 16:07 
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Registriert: 14.11.2005 18:18
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So ist es, und von einem professionellen Dirigenten (ob nun "wahrhaft" oder nicht) wird dies auch erwartet.


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