Composer hat geschrieben:Hallo Moritz,
Das stimmt natürlich, daß eben ein guter Dirigent seine Proben sinnvoll plant. Doch dann müssen für zeitlich größer dimensionierte Werke entweder mehr oder längere Proben anberaumt werden, sonst stimmt was nicht, würde ich mal sagen...
Es müssen so viele Proben angesetzt werden, wie erforderlich sind. Diese Proben müssen dann bezahlt werden (auch die eventuellen Überstunden, die aber bei guten Dirigenten nicht unbedingt vorkommen).
Wenn man die Anzahl der Proben, die für ein bestimmtes Werk mit einer bestimmten Länge notwendig sind, nicht bezahlen kann, kann man das Werk nicht aufführen. Ein typischer Irrtum speziell mancher Kirchenkantoren: "wenn die Zeit knapp ist, überziehen wir halt ein bisschen." Oder "die Musiker müssen sich eben ein bisschen mehr anstrengen, dann klappt es auch schneller." Beides funktioniert nicht.
Für die Anzahl der benötigten Proben ist nicht nur die Länge ausschlaggebend, sondern auch die Schwierigkeit. Und zwar Schwierigkeit jeglicher Art: Schwierigkeiten mit der Bühne (bei Opern), mit der Technik (z.B. bei Recordings oder Live-Projekten), musikalische Schwierigkeiten, Schwierigkeiten im Zusammenspiel (z.B. über größere Distanzen), letztlich auch technische Schwierigkeiten, wenn es nicht gerade die Berliner Philharmoniker sind.