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Das Forum für Musiker und Musikschaffende |
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Nachricht |
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thomasz
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Verfasst: 23.03.2006 09:43 |
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| Zuschauer |
Registriert: 10.03.2006 09:34 Beiträge: 16
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Ja, diese Frage an alle, die es schon sind! Was habt ihr dafür getan? Ich habe jedenfalls festgestellt, dass sich das Blattspiel durch das „normale“ Üben von Vortragsstücken um keinen Deut bessert! Ich habe deshalb im Laufe des letzten halben Jahres gezielt jeden Tag 10-15 Minuten technisch leichte Sachen (Sonatinen etc.) primavista gespielt, die ich mir aus der örtlichen Musikbibliothek ausgeliehen habe. Querbeet durch Barock, Klassik und Romantik. Möglichst viele verschiedene Tonarten (leider nicht so viel in "höheren" Tonarten zu finde, da die meisten technisch leichten Sachen in C-Dur, G-Dur etc. stehen). Als Ergebnis stelle ich zwar schon fest, dass mein Blattspiel etwas besser wird, aber den wirklichen Durchbruch hat es bisher nicht gebracht.
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hallygally
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Verfasst: 23.03.2006 11:10 |
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| Moderator |
Registriert: 28.10.2005 18:43 Beiträge: 2483 Wohnort: Köln
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Üben.
_________________ Gruss, ThomasWenn ich immer wüsste was ich suche, wenn ich was suche, hätte ich nichts gefunden. (Josef Harder) • W@bseite • mySp@ce • Vid@o
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thomasz
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Verfasst: 23.03.2006 14:25 |
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| Zuschauer |
Registriert: 10.03.2006 09:34 Beiträge: 16
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Composer
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Verfasst: 23.03.2006 14:40 |
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| Amtlich unterwegs |
Registriert: 14.04.2004 18:04 Beiträge: 529 Wohnort: Freiburg
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Hallo Thomas, Etwas anderes als Üben gibt es da natürlich nicht. Aber wie üben, das ist die Frage. Du solltest dir nicht nur einfache Stücke nehmen, sondern auch ruhig mal ein paar "Brocken". Eben technisch auch herausfordernde Stücke helfen ungemein die Blattspielfähigkeit zu verbessern (mittelschwere Stücke gelingen danach umso besser). Generell zum Blattspielen ist Vorausdenken hilfreich. Wenn man noch den einen Takt spielt schaut man sich schon den nächsten an, dort angelangt schauen die Augen bereits weiter vor zum wieder nächsten. Das Tempo sollte so gemächlich gewählt sein, daß du gut durchkommst, und eines ist wichtig: das konsequente Durchspielen (Fehler sind hier nicht so wichtig), kein dauerndes Stocken und Verbessern. Und noch eins: ein gleichzeitiges Analysieren beim Spielen("Aha, eine Sequenz!", "Wie interessant, jetzt moduliert er zur Molltonika!" etc.), hilft das Verständnis zu verbessern und sich vorallem Standardformen und -strukturen des Barock, Klassik und Romantik zu verinnerlichen. Und einfach dranbleiben mit dem Üben und Üben und Üben. Ich hoffe, ich konnte was zum Thema beitragen. Viele Grüße und viel Erfolg, Daniel 
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hallygally
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Verfasst: 23.03.2006 16:00 |
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| Moderator |
Registriert: 28.10.2005 18:43 Beiträge: 2483 Wohnort: Köln
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thomasz hat geschrieben:Ha ha, sehr witzig!
Wenn Du glaubst ein Möglichkeit ausserhalb des Übens gefunden zu haben, gib mir bescheid, dann mache ich ein Patent drauf. Dein Problem haben andere auch - und die üben.
_________________ Gruss, ThomasWenn ich immer wüsste was ich suche, wenn ich was suche, hätte ich nichts gefunden. (Josef Harder) • W@bseite • mySp@ce • Vid@o
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Composer
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Verfasst: 23.03.2006 19:19 |
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| Amtlich unterwegs |
Registriert: 14.04.2004 18:04 Beiträge: 529 Wohnort: Freiburg
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Hallo hallygally,
Aber es war doch offensichtlich, daß es Thomas um die Übemethoden ging, und die können in der Tat divergieren.
Grüße, Daniel
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hallygally
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Verfasst: 23.03.2006 21:51 |
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| Moderator |
Registriert: 28.10.2005 18:43 Beiträge: 2483 Wohnort: Köln
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Ich neige dazu nur halb zuzustimmen. Ich bin 8 Jahre Musiklehrer gewesen und musste feststellen, daß meine Schüler immer nach Methoden gesucht haben, den steinigen Weg zu vermeiden. Ist ja auch menschlich, aber durch Vermeidung des Schmerzes üben zu MÜSSEN wird dieser dadurch am Ende nicht kleiner. Egal, welche Methode man wählt. Mal abgesehen davon, daß meine Erfahrung gezeigt hat, daß jeder seine eigene Übemethode entwickelt. Nix für ungut.
_________________ Gruss, ThomasWenn ich immer wüsste was ich suche, wenn ich was suche, hätte ich nichts gefunden. (Josef Harder) • W@bseite • mySp@ce • Vid@o
Zuletzt geändert von hallygally am 23.03.2006 21:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Grinsie
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Verfasst: 23.03.2006 21:52 |
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| Semi-professional |
Registriert: 18.05.2003 13:03 Beiträge: 349 Wohnort: Leipzig
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Hi^^ Also bei mir ist es so, dass ich, wenn ich ein neues Stück habe, das generell ersteinmal von vorne bis hinten vom Blatt durchrattere, um mir einen Eindruck zu verschaffen. Danach spiele ich es noch ein paar mal durch, und erste danach beginne ich, es richtig zu üben. Auch versuche ich auch oft, alte Stücke wieder herauszugraben, und diese vom Blatt zu spielen. Ich spiele generell alles vom Blatt ab, was ich neu in die Hände bekomme. Schwere wie leichte. Es ist nicht so, dass es dann gleich auf Anhieb klappt. Das ist dann immer je nach Schweregrad der Stücke. Schwere Stücke gehen nur seeeeeeehr langsam (vor allem Fugen), aber man sollte sich trotzdem durchkämpfen. Somit wird das immer besser, ohne dass man es gleich merkt. Hoffe, damit ein bisschen geholfen zu haben  :):)
_________________ Grieße aus Leiptzsch
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Grinsie
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Verfasst: 23.03.2006 21:55 |
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| Semi-professional |
Registriert: 18.05.2003 13:03 Beiträge: 349 Wohnort: Leipzig
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Noch zur Ergänzung:
Unbedingt bei schweren Sachen "Gesundheitstempo" wählen, sonst wirds nichts
_________________ Grieße aus Leiptzsch
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Jörg
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Verfasst: 24.03.2006 01:46 |
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| Semi-professional |
Registriert: 12.11.2002 23:08 Beiträge: 472
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Vom-Blatt-Spiel hat mit dem Lesen von Text eines gemein: Solange ich ein Wort noch buchstabieren muß, anstatt es mit einem Blick als ganzes zu erfassen, kann ich nicht flüssig lesen. Ich muß also die Vokabeln kennen. Dazu genügt es leider nicht, sofort zu sehen: das ist ein Des7, sondern meine Finger sollten diese oder ähnliche Vokabeln schon einigermaßen automatisiert haben, also den Des7 schon in vielen möglichen verschiedenen Spielfiguren beherrschen. Oder einfacher und einleuchtender gesagt: Man kann eine chromatische Tonleiter nicht vom Blatt spielen, egal ob in 16teln, Triolen, Septolen oder sonst einem Rhythmus, wenn man eine chromatische Tonleiter nicht schon im Schlaf auf der Bettdecke spielen kann. Das Vokabular dazu eignet man sich nicht in ein paar Wochen an, sondern in Jahren. Wenn thomasz sagt, er besorge sich jede Menge Noten dafür, ist er damit auf dem besten Weg. Einen Trick, wie's schneller geht als in Jahren, kenne ich nicht. Glücklich sind nur die Hochbegabten, denen das mehr oder weniger zufällt, wir Normalsterblichen brauchen ein bißchen Geduld.
Immerhin kann man mit gezielten Übemethoden etwas weniger Zeit verplempern. "Aber WIE üben, das ist die Frage", sagte Composer, der richtige Ratschläge dazu gegeben hat. Ich würde sie noch ein bißchen konkreter fassen: Regel 1: Aufs Blatt schauen, nie (oder fast nie) auf die Hände. Regel 2: Das Auge ist immer einen ganzen, oder je nach Stück und Notation einen halben Takt den Fingern voraus. Das kann man tatsächlich trainieren, indem man es rhythmisch genau durchhält, d.h. das Auge ist nicht nur irgendwie voraus, sondern immer genau um eine rhythmische Einheit, orientiert sich also an Taktstrichen oder Taktmitten und liest nicht Ton für Ton, sondern in metrischen Einheiten. Regel 3: Nie zurückblicken. Was man mit dem ersten Blick nicht erfaßt hat, spielt man nicht, aber man zählt und denkt weiter. Dafür kann das Metronom gute Dienste leisten. Regel 4: Sich nicht überfordern; man wird nicht dadurch sicherer, daß man etwas gar nicht hinkriegen kann, weil's zu schnell oder zu schwierig ist. Composers Rat, sich ruhig einmal Brocken vorzunehmen, scheint letzterem zu widersprechen, ist aber durchaus richtig, wenn man sich nicht gleich vornimmt, es in einem bestimmten Tempo hinzukriegen. Man erweitert damit sein Vokabular beträchtlich.
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