Windows Tuning für Recording - Teil 1 - Thema anzeigen

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BeitragVerfasst: 21.11.2004 23:26 
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Windows Tuning für Recording - Teil 1
Dies ist der erste Teil einer Serie in der wir genau darauf eingehen wollen, wie man einen Windows Rechner für Audio-Anwendungen - insbesondere Recording - optimieren kann. ...(ganzen Artikel lesen)

Fragen zum Artikel bitte in diesen Thread.


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BeitragVerfasst: 16.01.2005 11:16 
Erscheint irgendwann Teil 2?


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BeitragVerfasst: 16.01.2005 11:31 
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BeitragVerfasst: 03.02.2005 20:36 
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Gerade wenn Win XP eingesetzt wird, hätte ich da schon noch ein paar Sachen:

Für professionelles Produzieren würde ich drei, evtl. sogar 4 Festplatten einsetzen. Eine (oder 2 --> RAID0) fürs System, eine für Samples, eine für Audio.

Nach meiner Erfahrung bringt es in jedem Fall etwas, eine eigene Partition für die Auslagerungsdatei einzurichten, wobei diese auf eine fixe Größe von mindestens dem zweifachen des Hauptspeichers eingestellt sein sollte. Mehr als die vierfache Größe bringt allerdings nichts mehr. Je nach sonstiger Partitionierung sollte die Partition für die Auslagerungsdatei entweder an den Anfang der Festplatte gelegt werden (wenn es nur die Systemplatte ist, also nur Systempartition und Auslagerungspartition drauf sind --> Anfangsbereich der Platte = schnellster Bereich) oder in die Mitte (wenn man sich das 3-4 Platten-System nicht leisten kann, sollte es die Mitte sein ---> liegt zentral, d.h. der Kopf hats nie wirklich weit).
Die Vorteile sind ganz klar: Sieht man sich die Fragmentierung einer Festplatte an, sieht man die Auslagerungsdatei als großen nicht-verschiebbaren Bereich, der falls keine feste Größe dafür eingestellt ist, auch noch mehr oder minder stark fragmentiert ist (wogegen man nichts tun kann, da die Auslagerungsdatei nicht verschiebbar ist), irgendwo mitten auf der Platte liegen. Legt man an geeigneter Stelle eine Partition an, die nur von der Auslagerungsdatei belegt wird, ist diese einerseits völlig unfragmentiert und andererseits an einer performancetechnisch guten Position auf der Platte, die man selber wählen kann.
Nicht umsonst gibts bei Linux einen eigenen Typ von Partition für Speicherauslagerung.... Es bringt wirklich was, nicht nur bei Musik-Produktion, sondern auch im Grafikbereich oder beim Zocken.
Das ist natürlich nur relevant, wenn man auch in den betreffenden Dimensionen arbeitet. Bei zwei virtuell-analogen Synthie-Plugins und einer Drum-Machine wirds keinen Unterschied machen..... Sehr wohl aber, wenn man mit fetten Plugins arbeitet, wie The Grand oder Halion String Edition.
Für noch mehr Saft kann man die Systemplatte auf zwei Platten in RAID0-Konfiguration umstellen, also sowohl Systempartition alsauch Auslagerungspartition. Die Samples und Audiofiles würde ich aber NICHT auf eine RAID0-Platte tun, da durch RAID0 die Zugriffszeit ansteigt. Das kann wertvolle Millisekunden kosten, wenn es darum geht, ein Softwareinstrument in Echtzeit zu spielen (oder den Mixdown über ein externes Pult in Echtzeit zu fahren).

Wichtig wäre auch noch, dass man in den Systemeigenschaften unter 'Erweitert', dann 'Systemleistung' ---> 'Einstellungen' ---> 'Erweitert' die 'Prozessorzeitplanung' auf 'Hintergrunddienste' stellt. Da eine Produktion heute nicht mehr von einem einzelnen Programm, sondern von einem großen (dem Sequencer) und vielen, vielen kleinen (Plugins etc.) gefahren wird, ist es wichtig, dass nicht nur der Sequencer adequate Prozessorzeit bekommt, sondern auch (vielleicht sogar hauptsächlich) die Plugs.
Bezüglich der Speichereinstellung unter 'Speichernutzung' konnte ich keine Performance-relevanten Unterschiede feststellen. Wer viel mit Multi-Samples arbeitet, könnte von der Einstellung 'Systemcache' profitieren, falls der Software-Sampler keinen eigenen Cache-Algorithmus bietet (Käme auf einen Versuch drauf an).


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BeitragVerfasst: 04.02.2005 00:46 
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Kistenschlepper
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Hi Folks
Also meines Erachtens sind mehrere Partitionen eher kontraproduktiv...

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BeitragVerfasst: 04.02.2005 02:39 
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Performancemessungen zeigen aber, dass es was bringt....

Weiterhin kann ich nur wiederholen, die Linux-Entwickler halten dieses Konzept auch für das bessere.

Wannimmer vile Daten in und aus den Speicher getauscht werden müssen, ist eine unfragmentierte Auslagerungsdatei kräftig im Vorteil. Wenn man sehr gradlinig arbeitet, kann man vielleicht um solche Umlagerarbeiten herumarbeiten, also immer das wichtige im Speicher halten. Die Resourcen, die zusätzliche Partitionen schlucken, sind marginal, insbesondere bei den heutigen Speicherpreisen (es kostet nur Speicher.... und 1Gb sollten zum Produzieren schon drin sein, eher mehr. Der als Cache eingeteilte Speicher ist einzig von den Einstellungen für die Speichernutzung und von der Hauptspeichergröße abhängig, nicht von der Anzahl der Partitionen).

Zudem kann man von der fertigen Systempartition inkl. Software (Sequencer, Plugs, Audio-Editor etc.) so ein Image ziehen, um es bei ernsten Problemen einfach wieder einzuspielen (Natürlich sollte man dann den 'Eigene Dateien'-Ordner, sodenn man ihn benutzt, auf eine Datenpartition verlegen).

Im Übrigen verkaufe ich Rechner. Recht viele davon als Musik-PCs. Ich wollte damit aber hier nicht werben oder so. Aber so hatten wir mehrfach Gelegenheit, exakt den gleichen PC mit unterschiedlichen Konfigurationen zu testen. Die beschriebenen Einstellungen hatten das beste Ergebnis.... Evtl. gibts da auch Abweichungen zwischen verschiedenen CPUs inkl. verschiedenen Chipsätzen (von wegen L2-Cache, Memoryperformance, HD-Performance....)


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BeitragVerfasst: 04.02.2005 02:51 
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Also ich hab da auch schon in verschiedenen Foren Diskussionen zu geführt. Was definitiv ein Irrglaube ist, dass es etwas bringt, Audiomaterial und Samples partitions-technisch voneinander zu trennen.
Was die Auslagerungsdatei angeht habe ich da noch keine eigenen Erfahrungen gemacht, dass man, wenn sie unfragmentiert ist aber durchaus einen sprübaren Geschwindigkeitsvorteil hat erscheint mir logisch und naja, dass man dies durch eine eigene Partition erreicht ist Fakt, von daher sehe ich keinen Grund, warum die Ausführungen von Jens nicht stimmen sollten...

Ein Raid-System für die Sample-Partition ist natürlich absoluter Luxus, werde ich aber eventuell auch demnächst machen... (The Grand ist einfach zu geil um darauf zu verzichten breit grinsend )

Gruß, Dave

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BeitragVerfasst: 05.02.2005 05:35 
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Wie gesagt, RAID0 erhöht die Zugriffszeiten (Aus diesem Grund wird RAID0 nie für Datenbanken mit vielen kleinen Zugriffen benutzt, weil da Zugriffszeiten kritischer sind als die Übertragungsrate). Im schlechtesten Fall verdoppeln sie sich. Die Angaben bei Festplatten, z.B. 8ms, beziehen sich heutzutage auf eine mittlere Zugriffszeit (wenn ich mich recht erinnere über ein Drittel der Platte), während sie früher über die komplette Platte gemessen wurde, also vom einen Rand zum anderen und dann Sektor finden. Das heißt, im ärgsten Fall kann die Zugriffszeit für die Platte ca. 1,5mal höher liegen (weil das Sektor-Finden quasi immer gleichlang dauert, egal wie weit der Kopf fahren musste) und sich mit RAID0 verdoppeln. Legt man eine Platte mir 8ms zugrunde, kann man auf 24ms kommen. Zuzüglich der Ausgabelatenz kann das also schon merklich werden, wenn ein Sample komplett frisch von der Platte gestreamt werden muss..... Interessanter wäre für 'Echtzeit-Freaks' also sich WD Raptor-Platten (die haben als einzige IDE-Platten bzw. SATA 10.000rpm) ins System zu hängen, denn das senkt einerseits die mittlere Zugriffszeit (durch die schnellere Drehung wird der Sektor eher gefunden, der Kopf bewegt sich allerdings nicht zwangsläufig schneller von Stelle zu Stelle, das steht ja nicht in Verbindung mit den RPM...), erhöht andererseits die Übertragungsrate (macht von daher ein RAID0 evtl. überflüssig).

Ich denke aber, dass die Sampler-Programmierer so schlau sind, quasi von jedem Sample mindestens den Anfang im Speicher zu halten (solange der Speicher reicht), um Festplattenzugriffszeiten auszugleichen.... Das ist aber nur einen Annahme (bzw. das, was ich machen würde, wenn ich sowas programmieren müsste).

Generell würde ich auch sagen, dass es Schwachsinn ist, auf der selben Platte jeweils eine System-, eine Sample- und eine Audiofile-Partition zu erstellen, und zwar genau aus dem oben erklärten Grund. Da muss der Kopf ja ständig kreuz und quer über die Platte hopsen. Das kostet in jedem Fall wertvolle Zeit.


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BeitragVerfasst: 05.02.2005 06:10 
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Ich denke aber, dass die Sampler-Programmierer so schlau sind, quasi von jedem Sample mindestens den Anfang im Speicher zu halten (solange der Speicher reicht), um Festplattenzugriffszeiten auszugleichen.... Das ist aber nur einen Annahme (bzw. das, was ich machen würde, wenn ich sowas programmieren müsste).


Machen sie... ich hatte mal bei der Haltion String Edition einen Error im Festplatten Streaming. Es wurde von dem Sample nur der Anfang und das Ende (beim loslassen der Taste) gespielt... hat sich witzig angehört.

Also ich habe momentan zwei Platten. Eine für System, Projekt- und Audiofiles und eine zweite nur für Samples. Bisher bin ich damit ganz gut gefahren bin, wobei ich das beizeiten nochmal mit der Auslagerungs-Partition versuchen werde...

Gruß, Dave

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BeitragVerfasst: 11.04.2007 02:09 
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gerade frisch dabei

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hi Jens.

Ich habe mir einen schönen leisen Intel Core 2 Duo 6600 Rechner mit 2 Gigabeit cl4 800 ter Ram zusammengebaut. Darin hab ich 3 250ger Platten und eine 160 Platte installiert. Ich hab die letzten 3 Monate rumformatiert und gemacht und getan und probiert. Jetzt läuft er einwandfrei und sicher mit Cubase sx3. Nun will ich aber meine vielen Platte alle nutzen. Um den bestmöglichen Datendurchsatz zu erreichen. Und da bin ich befor ich demnächst loslege gerade auf deinen Artikel zu Thema Auslagerungsdatei und sinvoller Partitionierung gestoßen.

Also ich schreib mal auf was ich vorhabe und würde mich freuen wenn du mir darauf antworten könntest was du davon hällst und ob ich da das richtige vorhabe.

--- Die 160 Gigabyteplatte: will ich in 2 Partitionen unterteilen:

Partition 1: (100 GB)
System (XP), Treiber und übliche Programme (so wenig wie mögl.)
Partition 2: (60 GB)
Audioprogramme (Cubase, Reason, Ableton) und Plugins und den VSTPLuginsfolder mit seinen 100 Dll´s (Synth, Effecte, Softsampler) ohne Ihre mitunter riesigen Librarys. Denn die kommen wie ich gleich noch beschreibe auf eine gesonderte platte.

Diese Aufteilung von System und Audioprogrammen auf zwei verschiedene Partitionen ist meines Erachtens Sinvoll weil die Festplatte nicht bei jedem Plugin oder Programm die kompletten 160 GB abrastern muss. Und das müsste doch das ganze flüssiger laufen lassen. Wenn ich mich da irre und es besser ist diese Systemplatte nicht zu partitionieren und alle Aplicationen zusammen zu installieren korrigier mich bitte.

weiter gehts mit der:

--- 250 GB Platte 1:
wird nicht Partitioniert und beinhaltet ausschließlich ca 150 GB Librarys der Softsampler die auf Der Systemplatte installiert sind und Sample Librarys. Es handelt sich hierbei auch um die einzige Platte die einen Cache von 16 Mb hat. Ich denke an dieser Stelle kommt sie am Besten zur Geltung.

--- 250 GB Platte 2:
Auf dieser unpartitionierten Platte befinden sich meine Projektordner indem die einzelnen Projekte drin sind auf die dann Cubase zugreift und in denen ich Arbeite und in denen alles zusammenläuft. Hier speichert Cubase dann auch was ich zum Beispiel mit dem Microfon ins laufende Project aufnehme. Also meine Projektbezogenden Audiodaten und wavefiles. Und hier kopiert Cubase auch die für das jeweilige Projekt ausgesuchten Wav Samples hinein. Die ja dann auch alle abgespielt werden wenn ich Play drücke.

--- 250 GB Platte 3

Diese Platte würde ich dann wie ich es in deinem Artikel gelesen habe partitionieren.

Partition 1: Diese Partition ist 8 Gigabyte groß und auf ihr befindet sich die auf feste 6 Gigabyte (also drei mal mein richtiger Arbeitsspeicher von 2 Gigabyte) große Auslagerungsdatei.

Partition 2: hier speichere ich fertige Songs und meine Instalationsdaten und backups und so weiter.

Okay. So stele ich mir das vor. Bin mir aber nicht sicher ob das so richtig ist. Es ist mein Resultat aus meiner "Nachforschung" und ich würde mich freuen wenn du mir ein Feedback geben könntest ob so alles schick ist oder ob/warum du es besser, anders machen würdest. Ich hoffe das dieser Text auch anderen etwas helfen kann um aus ihren Rechnern das Beste rauszuholen.


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